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Budgetfreundliche E-Mail-Marketing-Strategien für Startups mit knappen Budgets

Welche E-Mail-Tools für Startups kostenlos starten, was die Abonnentenzahl kostet und welche Tarife bei wachsender Liste sinnvoll sind.

Wer ein Startup mit einem Marketingbudget von 0 US$ aufbaut, sollte mit Sender beginnen. Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 2.500 Abonnenten und 15.000 E-Mails pro Monat, ohne Grundgebühr. Erst wenn die Liste oder das Versandvolumen darüber hinauswächst, lohnt sich der Vergleich mit anderen Anbietern. Der erste bezahlte Tarif, Standard, kostet 6,30 US$ im Monat für 6.000 E-Mails und 500 Abonnenten.

Dieser Leitfaden zeigt, welche Tools sich für den Start eignen, was sie bei wachsender Liste kosten und wie Sie Lifecycle-E-Mails für ein frühes SaaS-Produkt aufsetzen, ohne Geld auszugeben, bevor es nötig ist. Alle Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter und gelten für den Stand 7. Oktober 2026. Bei jedem Anbieter steht dazu, nach welcher Größe oder Abrechnung der Preis gilt.

Die Kurzantwort

Für die meisten Startups in der Frühphase gilt eine einfache Reihenfolge. Solange die Liste unter 2.500 Abonnenten liegt und die Versände im kostenlosen Rahmen bleiben, ist Sender die günstigste Wahl, weil der Gratis-Tarif die größte Abonnentenzahl und das größte Monatsvolumen unter den geprüften Anbietern bietet. Wenn Sie hauptsächlich einen Newsletter mit redaktionellen Inhalten schreiben, ist beehiiv mit seinem kostenlosen Tarif bis 2.500 Abonnenten die naheliegende Alternative. Brauchen Sie Mails, die aus Ereignissen Ihres Produkts entstehen, etwa nach einer Registrierung oder einer fehlgeschlagenen Zahlung, ist ein Lifecycle-Tool wie Sequenzy der richtige Maßstab. Dazu weiter unten mehr.

Vergleich der Tools für den Start

Die folgende Tabelle zeigt, für wen die einzelnen Anbieter gedacht sind, welcher Einstiegspreis gilt und wo die wichtigste Einschränkung liegt. Die Preise beziehen sich auf die Preisseiten der Anbieter. Sie können sich ändern, deshalb lohnt vor dem Abschluss ein Blick auf die verlinkte Seite.

Anbieter Geeignet für Einstiegspreis (Tarif, Abrechnung) Wichtigste Einschränkung
Sender Startups mit kleiner Liste, die viele Marketing-Mails verschicken 0 US$ (Free Forever, bis 2.500 Abonnenten und 15.000 E-Mails im Monat) Der bezahlte Standard-Tarif ist auf 500 Abonnenten angelegt; größere Listen erfordern eine Preisprüfung
beehiiv Newsletter-Startups mit redaktionellem Schwerpunkt 0 US$ (Free, bis 2.500 Abonnenten, unbegrenzte Versände); Lite 49 US$ im Monat Automationen und bezahlte Abos sind erst ab dem Lite-Tarif enthalten
Brevo Startups mit vielen Kontakten und moderatem Versand 0 US$ (Free, bis 100.000 Kontakte, höchstens 300 E-Mails pro Tag); Starter ab 9 US$ im Monat Das Tageslimit von 300 E-Mails gilt im kostenlosen Tarif
MailerLite Startups, die Landingpages und einfache Automationen brauchen 0 US$ (Free, bis 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat); Comfort ab 12 US$ im Monat Der kostenlose Tarif endet bei 250 Abonnenten, danach beginnt die Preisstufe mit 500 Abonnenten
Buttondown Entwickler-Newsletter und schlanke Textmails 0 US$ für die ersten 100 Abonnenten; danach Preis nach Abonnentenzahl Tagging, Auswertungen und Automationen kosten jeweils einen Aufpreis von 9 US$ im Monat oder mehr
Substack Autoren, die Bezahlabos anbieten wollen 0 US$ Grundgebühr; Umsatzbeteiligung bei bezahlten Abos Sie verzichten auf eigene Kontrolle über Design, Domain und Listenpflege

Was kostet die Liste bei 500, 2.500 und 10.000 Abonnenten?

Der Startpreis sagt wenig, wenn die Liste wächst. Die nächste Tabelle vergleicht drei typische Größen. Wo ein Anbieter für eine Größe keinen festen Preis veröffentlicht, steht „Preis auf Anfrage“. Das heißt nicht, dass das Angebot teuer ist, sondern dass Sie den Preis für diese Größe auf der Preisseite selbst eintragen müssen.

Anbieter 500 Abonnenten 2.500 Abonnenten 10.000 Abonnenten
Sender 0 US$ (Free) 0 US$ (Free, Grenze 2.500 Abonnenten) Preis auf Anfrage
beehiiv 0 US$ (Free) 0 US$ (Free, Grenze 2.500 Abonnenten) Lite 139 US$ im Monat oder 119 US$ im Monat bei Jahresabrechnung
Brevo 0 US$ (Free, solange das Tageslimit reicht) 0 US$ (Free, solange das Tageslimit reicht) Richtet sich nach dem monatlichen Versandvolumen; Starter ab 9 US$ im Monat (ab 5.000 E-Mails)
MailerLite Comfort 12 US$ im Monat oder 10,80 US$ bei Jahresabrechnung Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage
Buttondown Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage
Substack 0 US$ Grundgebühr 0 US$ Grundgebühr 0 US$ Grundgebühr; Umsatzbeteiligung bei Bezahlabos

Zwei Punkte fallen auf. Erstens bleibt bei 500 und 2.500 Abonnenten fast jeder Anbieter kostenlos, sofern Sie das Tageslimit oder das Monatsvolumen einhalten. Zweitens ist der Sprung beim Wechsel in die nächste Preisstufe oft größer, als die Abonnentenzahl vermuten lässt. Bei beehiiv kostet die Lite-Stufe für 10.000 Abonnenten 139 US$ im Monat, bei Jahresabrechnung 119 US$ im Monat. Wer den Wachstumsplan schon früh kalkuliert, vermeidet böse Überraschungen.

Die einzelnen Anbieter im Detail

Sender: der größte kostenlose Rahmen

Sender ist die beste Wahl für ein Startup, das noch keine klare Newsletter-Strategie hat, aber früh viele Mails verschicken will, etwa Produktankündigungen, Einladungen oder Updates an Interessenten. Der kostenlose Tarif deckt 2.500 Abonnenten und 15.000 E-Mails pro Monat ab. Damit lässt sich eine Warteliste über mehrere Monate ohne Zahlung betreiben.

Was gut funktioniert: Der Einstieg ist ohne Kreditkarte und Vertragsbindung möglich, weil der Gratis-Tarif schlicht dauerhaft kostenlos bleibt. Für eine Liste bis 500 Abonnenten brauchen Sie keinen bezahlten Tarif.

Wo es hakt: Der bezahlte Standard-Tarif ist auf 500 Abonnenten angelegt. Wenn die Liste darüber wächst, müssen Sie den passenden Tarif auf der Preisseite prüfen, bevor Sie sich festlegen. Für tiefe Lifecycle-Abläufe mit Produktereignissen ist Sender weniger spezialisiert als Lifecycle-Tools.

Preis: 0 US$ im Free-Tarif, Standard 6,30 US$ im Monat (6.000 E-Mails, 500 Abonnenten), Professional 10,50 US$ im Monat (12.000 E-Mails, 500 Abonnenten). Die Preise gelten jeweils pro Monat. Details stehen auf der Preisseite von Sender.

beehiiv: der Newsletter mit Wachstumsplan

beehiiv eignet sich für Gründer, die einen wöchentlichen Newsletter als Kern ihres Marketings aufbauen, zum Beispiel mit Branchenanalysen, Produkt-Einblicken oder Kolumnen. Der Free-Tarif erlaubt bis zu 2.500 Abonnenten und unbegrenzte Versände. Für einen Startup-Newsletter in der Frühphase reicht das in der Regel.

Was gut funktioniert: Die Oberfläche ist auf Veröffentlichungen ausgerichtet, nicht auf klassische Kampagnen-Mails. Für einen regelmäßigen Inhalt mit Anmeldeseite ist das ein Vorteil.

Wo es hakt: Automationen, bezahlte Abos und Umfragen sind erst im Lite-Tarif enthalten, der 49 US$ im Monat kostet. Wer nur eine Willkommensserie braucht, zahlt also schon bei sehr kleinen Listen. Die Preisstufen steigen mit der Abonnentenzahl deutlich an.

Preis: 0 US$ im Free-Tarif, Lite 49 US$ im Monat, Pro 95 US$ im Monat. Die Abrechnung pro Jahr senkt den Monatspreis. Quelle: die Preisseite von beehiiv.

Brevo: viele Kontakte, kleines Tageslimit

Brevo ist interessant, wenn Sie viele Kontakte haben, etwa aus einem Messe-Import oder einer Warteliste, aber nur gelegentlich verschicken. Der kostenlose Tarif erlaubt bis zu 100.000 Kontakte. Gleichzeitig gilt eine Grenze von 300 E-Mails am Tag.

Was gut funktioniert: Für Startups mit wenig Versand, zum Beispiel einmal im Monat eine Produktnachricht, bleibt das Tageslimit meist außer Reichweite.

Wo es hakt: Ein Produktlaunch oder eine Kampagne an die ganze Liste kann das Tageslimit schnell sprengen. Der Starter-Tarif hebt die Tagesgrenze auf und beginnt bei 9 US$ im Monat, gilt aber für 5.000 E-Mails im Monat. Der Standard-Tarif mit Automation und A/B-Tests kostet 18 US$ im Monat.

Preis: 0 US$ im Free-Tarif, Starter ab 9 US$ im Monat, Standard ab 18 US$ im Monat. Professional-Tarife richten sich nach dem Monatsvolumen. Quelle: die Preisseite von Brevo.

MailerLite: Automationen und Landingpages

MailerLite passt zu Startups, die Anmeldeseiten, einfache Automationen und Vorlagen in einem Tool bündeln wollen. Ein Gründer, der parallel eine Landingpage für die Produkt-Warteliste baut, spart sich damit einen zweiten Dienst.

Was gut funktioniert: Der kostenlose Tarif enthält 2.500 E-Mails im Monat und bietet Grundfunktionen bis 250 Abonnenten.

Wo es hakt: Schon ab 251 Abonnenten geht es in den bezahlten Bereich. Der Comfort-Tarif beginnt bei 500 Abonnenten und kostet 12 US$ im Monat oder 10,80 US$ im Monat bei Jahresabrechnung. Der Power-Tarif mit unbegrenzten Mails kostet 25 US$ im Monat oder 22,50 US$ bei Jahresabrechnung.

Preis: 0 US$ im Free-Tarif, Comfort ab 12 US$ im Monat, Power ab 25 US$ im Monat. Details auf der Preisseite von MailerLite.

Buttondown: schlichte Newsletter für Entwickler

Buttondown ist für Entwickler und Tech-Autoren gedacht, die Textmails ohne viel Gestaltung schreiben wollen. Der kostenlose Tarif umfasst die ersten 100 Abonnenten mit eigener Versanddomain und gehosteten Archiven. Das reicht für ein Changelog oder einen Dev-Newsletter in der Testphase.

Was gut funktioniert: Die Oberfläche ist schlank, und die Archive lassen sich auf der eigenen Domain betreiben.

Wo es hakt: Tagging und Segmentierung, Auswertungen oder Automationen sind Zusatzpakete. Die Gruppe Tagging und Segmentierung kostet jeweils 9 US$ im Monat, die Automationen 29 US$ im Monat. Ein Startup, das nach Kundenstatus unterscheiden will, zahlt also schnell mehr, als der Grundtarif vermuten lässt.

Preis: 0 US$ für die ersten 100 Abonnenten, danach ein Preis, der sich nach der Abonnentenzahl richtet. Die Zusatzpakete kosten jeweils mindestens 9 US$ im Monat. Quelle: die Preisseite von Buttondown.

Substack: kostenlos mit Umsatzbeteiligung

Substack ist für Autoren gedacht, die ihre Texte selbst verkaufen wollen. Das Veröffentlichen ist kostenlos. Erst wenn Leser bezahlte Abos abschließen, beteiligt sich die Plattform am Umsatz.

Was gut funktioniert: Ein Startup mit einer Marke als Autor, zum Beispiel einem Gründerblog mit Premiuminhalten, zahlt keine Grundgebühr, bevor Einnahmen fließen.

Wo es hakt: Die Plattform gibt Design, Domain und Listenpflege vor. Wer die Kundenliste für Produktmails nutzen will, muss die Daten mit anderen Systemen abgleichen. Für reine Lifecycle-Mails ist Substack deshalb keine gute Wahl.

Preis: 0 US$ Grundgebühr, Umsatzbeteiligung bei bezahlten Abos. Die genauen Bedingungen stehen auf der Seite zu bezahlten Abos.

Lifecycle-E-Mails für frühe SaaS-Produkte

Ein Newsletter ist nur eine Form von E-Mail-Marketing. Für ein frühes SaaS-Produkt sind die Mails wichtiger, die auf Ereignisse im Konto folgen: Willkommensmail nach der Registrierung, Hinweis auf ungenutzte Funktionen, Erinnerung an die Verlängerung oder Benachrichtigung bei einer fehlgeschlagenen Zahlung. Diese Mails sind oft wirksamer als ein Newsletter, weil sie zu einem konkreten Moment passen.

Für diesen Zweck ist Sequenzy ein Anbieter, der auf Ereignisse aus Zahlungs- und Produktsystemen ausgelegt ist. Der kostenlose Tarif umfasst 2.500 E-Mails im Monat mit unbegrenzten Kontakten und Versanddomains. Der kostenpflichtige Tarif für 15.000 E-Mails im Monat kostet 19 US$ im Monat oder 205 US$ im Jahr. Die Preise richten sich nach dem monatlichen E-Mail-Volumen, nicht nach der Kontaktzahl. Das ist für Startups mit vielen registrierten, aber wenig aktiven Nutzern ein Unterschied.

Laut der Produktbeschreibung lassen sich Ereignisse aus Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Creem und Dodo Payments verbinden. Für eine fehlgeschlagene Zahlung wird das Ereignis saas.payment_failed mit einem Link zur gehosteten Rechnungsseite übergeben, auf der der Kunde zahlen oder die Karte aktualisieren kann. Ob dadurch mehr Zahlungen eingehen, hängt vom Produkt und von der Zielgruppe ab. Belastbare Zahlen dazu gibt es in den Quellen nicht.

Wo es sich nicht lohnt: Wer ausschließlich einen Newsletter verschickt und keine Produktereignisse hat, braucht Sequenzy nicht. Dann ist beehiiv oder Sender die einfachere Wahl. Wer noch keine Zahlungsabwicklung eingerichtet hat, sollte zuerst die Zahlungsintegration klären, bevor eine Lifecycle-Kette aufgebaut wird.

Preis: 0 US$ im Free-Tarif mit 2.500 E-Mails im Monat, 19 US$ im Monat für 15.000 E-Mails, 29 US$ im Monat für 30.000 E-Mails, 49 US$ im Monat für 60.000 E-Mails. Quelle: die Preisseite von Sequenzy.

Entscheidungstabelle: welches Tool für welchen Fall

Die folgende Tabelle hilft bei der ersten Auswahl. Sie beruht auf den Tarifgrenzen der Anbieter und der Art der Mails, die Sie tatsächlich verschicken wollen.

Wenn Sie ... ... nehmen Sie Warum
eine Warteliste unter 2.500 Personen aufbauen Sender Der Free-Tarif deckt Abonnenten und 15.000 E-Mails im Monat ab
einen wöchentlichen Newsletter mit Leserschaft planen beehiiv Der Free-Tarif erlaubt unbegrenzte Versände bis 2.500 Abonnenten
viele Kontakte haben, aber selten senden Brevo Der Free-Tarif umfasst bis 100.000 Kontakte, solange das Tageslimit reicht
Landingpages und einfache Automationen in einem Tool wollen MailerLite Der Free-Tarif ist für Grundfunktionen gedacht, erweitert sich aber schnell
einen Dev-Newsletter mit Archiv auf eigener Domain betreiben Buttondown Die ersten 100 Abonnenten sind kostenlos, Erweiterungen kosten Aufpreis
Mails nach Zahlungs- und Produktereignissen versenden Sequenzy Ereignisgesteuerte Abläufe mit Zahlungsintegration und Versand nach Volumen

Einrichtung mit kleinem Budget: Checkliste

Bevor Sie ein Tool auswählen, legen Sie die Grundlagen fest. Die meisten Fehler entstehen nicht durch den falschen Anbieter, sondern durch eine unklare Liste und fehlende Einwilligungen. Die folgende Tabelle zeigt die Schritte in sinnvoller Reihenfolge.

Schritt Was zu tun ist Warum es wichtig ist
1. Ziel festlegen Eine Hauptaufgabe wählen: Warteliste, Newsletter oder Produktmails Das Ziel entscheidet über das Tool und den Tarif
2. Listengröße schätzen Die erwartete Abonnentenzahl für die nächsten sechs Monate notieren Die Preisstufe hängt an der Abonnentenzahl oder am Versandvolumen
3. Versanddomain einrichten Eine eigene Absenderdomain mit SPF und DKIM konfigurieren Ohne saubere Domain landen Mails leichter im Spam
4. Einwilligung dokumentieren Anmeldeformular mit Double-Opt-in und Datum der Einwilligung Nur so ist die Liste rechtssicher nutzbar
5. Import prüfen Bestehende Kontakte nur mit nachweisbarer Einwilligung übernehmen Unerwünschte Importe erhöhen Beschwerden und Abmeldungen
6. Erste Mail testen Eine Probemail an eigene Postfächer senden und Darstellung prüfen Fehler im Layout fallen früh auf, bevor die Liste sie sieht

Wie Sie wählen

Starten Sie mit der Frage, welche Mails Sie in den nächsten drei Monaten tatsächlich verschicken werden. Wer eine Warteliste mit Produktnews betreibt, braucht keinen Newsletter-Plattform mit Abo-Funktionen. Wer dagegen einen Newsletter als Kern des Marketings plant, sollte die Tarife für die Abonnentenzahl in sechs bis zwölf Monaten durchrechnen. Die Kosten steigen nicht linear, und der Wechsel auf eine höhere Stufe kann sich lohnen oder teuer werden, je nachdem, wie viele Abonnenten davon profitieren.

Ein zweiter Maßstab ist die Migration. Wenn Sie heute mit Sender oder beehiiv beginnen und später umziehen, müssen Sie Listen exportieren und Einwilligungen mitnehmen. Prüfen Sie vorher, ob der Anbieter einen Export der Kontakte und der Einwilligungsdaten anbietet. Fehlt diese Funktion, wird der Wechsel mühsam, auch wenn der Preis stimmt.

Drittens lohnt der Blick auf die Gesamtkosten im eigenen Stack. Ein Tool mit kostenlosem Tarif und teurer Automation kann teurer sein als ein Tool mit höherem Einstieg, wenn Sie die Automation schon im ersten Monat brauchen. Rechnen Sie deshalb mit den konkreten Funktionen, die Sie benötigen.

Häufige Fehler beim Start mit kleinem Budget

Der erste Fehler ist, ein teures Tool wegen einer vagen Zukunftsplanung zu wählen. Wer mit 300 Abonnenten startet, braucht in den ersten Monaten selten eine komplexe Automation. Der zweite Fehler ist, Kontakte ohne Einwilligung aus Kontaktlisten zu übernehmen. Das schadet der Zustellbarkeit und kann rechtlich problematisch sein. Der dritte Fehler ist, die Preisseite nur einmal zu lesen. Die Tarife ändern sich, und die Grenzen für Abonnenten oder Versandvolumen sind oft in Fußnoten oder Umschaltern versteckt.

Ein weiterer Fehler liegt im Versand. Viele Startups verschicken zu selten, dann wieder in großen Wellen. Das verschlechtert die Zustellbarkeit. Ein fester Rhythmus, auch mit kurzen Mails, schützt die Reputation der Domain besser als seltene Großversände.

Häufige Fragen

Welches E-Mail-Tool ist für ein Startup mit 0 US$ Budget am besten?

Für die meisten Startups in der Frühphase ist Sender die naheliegende Wahl. Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 2.500 Abonnenten und 15.000 E-Mails im Monat. Wer vor allem einen Newsletter schreibt, kann alternativ beehiiv mit dem Free-Tarif für bis zu 2.500 Abonnenten nehmen.

Ab wann kostet ein E-Mail-Tool Geld?

Das hängt vom Anbieter ab. Bei MailerLite beginnt der bezahlte Bereich nach 250 Abonnenten, bei Brevo bei Versanden über dem Tageslimit von 300 E-Mails, bei Sender bei Überschreitung von 2.500 Abonnenten oder 15.000 E-Mails im Monat. Bei beehiiv endet der kostenlose Tarif bei 2.500 Abonnenten.

Was kostet ein Startup-Newsletter mit 10.000 Abonnenten?

Bei beehiiv kostet die Lite-Stufe für 10.000 Abonnenten 139 US$ im Monat oder 119 US$ im Monat bei Jahresabrechnung. Bei Brevo richtet sich der Preis nach dem monatlichen Versandvolumen, der Starter-Tarif beginnt bei 9 US$ im Monat für 5.000 E-Mails. Für andere Anbieter ist der Preis für diese Größe auf Anfrage.

Brauche ich ein eigenes Lifecycle-Tool, oder reicht ein Newsletter-Tool?

Wenn Sie nur Newsletter verschicken, reicht ein Newsletter-Tool. Sobald Mails aus Ereignissen Ihres Produkts entstehen sollen, etwa nach einer Registrierung oder einer fehlgeschlagenen Zahlung, brauchen Sie ein System, das solche Ereignisse empfängt. Sequenzy ist dafür ausgelegt, und der kostenlose Tarif mit 2.500 E-Mails im Monat hilft beim Test.

Ist Substack kostenlos?

Das Veröffentlichen auf Substack ist kostenlos. Die Plattform beteiligt sich am Umsatz aus bezahlten Abos. Wer keine bezahlten Inhalte anbietet, zahlt also keine Gebühr. Die Bedingungen für bezahlte Abos stehen auf der Seite des Anbieters.

Wie viele E-Mails darf ich im kostenlosen Tarif von Brevo verschicken?

Der kostenlose Tarif erlaubt bis zu 300 E-Mails pro Tag. Die Kontaktzahl ist bis 100.000 begrenzt, das Tageslimit ist die wichtigere Grenze. Bei einer größeren Kampagne sollten Sie die Versendung auf mehrere Tage verteilen.

Kann ich später ohne Datenverlust wechseln?

Ein Wechsel ist möglich, wenn Sie Kontakte und Einwilligungsdaten exportieren können. Prüfen Sie vor dem Start, ob der Anbieter einen Export anbietet, und dokumentieren Sie die Einwilligungen von Anfang an. Ohne Nachweis sollten Sie keine Kontakte übernehmen.