SaaS-Onboarding-E-Mail-Sequenzen: Tools, Preise und Aufbau für Startups
Wie Sie eine Onboarding-Sequenz für ein SaaS-Startup aufbauen, die Testnutzer aktiviert und zur Zahlung führt, mit Preisen bei verschiedenen Listengrößen und klaren Auswahlkriterien.
Für ein frühes SaaS-Produkt, das Testnutzer per Stripe oder einem anderen Zahlungsdienst abrechnet, ist Sequenzy die naheliegende Wahl, wenn Sie Onboarding-E-Mails eng an Zahlungsereignisse koppeln wollen. Der Grund ist konkret: Der Tarif richtet sich nach der Anzahl versendeter E-Mails und nicht nach Kontakten, und das Gratis-Kontingent umfasst 2.500 E-Mails im Monat. Ein Startup mit 1.000 Neuanmeldungen im Monat und einer fünfteiligen Sequenz verschickt rund 5.000 Onboarding-E-Mails und liegt damit im 15.000-E-Mail-Tarif für 19 $ im Monat. Die Preise gelten laut Anbieter für Monatsabrechnung; bei Jahresabrechnung nennt die Preisseite 205 $ pro Jahr für diesen Tarif.
Die Preise in diesem Artikel stammen von den Preisseiten der Anbieter und wurden am 7. Oktober 2026 geprüft. Wenn ein Anbieter keinen Preis veröffentlicht, steht dort „Preis auf Anfrage“. Prüfen Sie die Angaben vor einer Kaufentscheidung immer auf der verlinkten Seite, denn Tarife und Grenzen ändern sich.
Was eine Onboarding-Sequenz für ein Startup leisten muss
Viele Gründer schreiben eine Willkommensmail, eine Erinnerung und eine Verabschiedung und halten das für eine Sequenz. Für ein SaaS-Startup hat eine Onboarding-Sequenz zwei Aufgaben, die sich gegenseitig beeinflussen. Die erste ist die Aktivierung: Der Nutzer soll die Handlung ausführen, die das Produkt für ihn nützlich macht. Die zweite ist der Übergang vom Test zur bezahlten Nutzung. Beides hängt davon ab, dass die E-Mail zum richtigen Zeitpunkt kommt und sich nach dem Verhalten des Nutzers richtet.
Für die Aktivierung brauchen Sie zuerst eine Antwort auf die Frage, welche Handlung in Ihrem Produkt mit einer langfristigen Nutzung zusammenhängt. Das kann die Anlage eines ersten Projekts sein, die Einladung eines Kollegen, die Verbindung einer Datenquelle oder der erste erfolgreiche Export. Finden Sie diese Handlung in Ihren Nutzungsdaten, bevor Sie Mails schreiben. Ohne diese Festlegung werden alle Nutzer gleich behandelt, und die Sequenz kann nichts zielgerichtet fördern.
Für den Übergang zur Zahlung kommt ein zweiter Auslöser hinzu: das Ereignis im Abrechnungssystem. Wenn ein Testkonto abläuft, eine Zahlung fehlschlägt oder ein Plan gewechselt wird, muss die E-Mail sofort und mit dem richtigen Inhalt folgen. Genau hier unterscheiden sich die Werkzeuge deutlich. Einige verschicken E-Mails nur nach Zeitplan, andere reagieren auf Ereignisse aus Ihrer Anwendung oder Ihrem Zahlungsdienst.
Die Werkzeuge im Überblick
Drei Anbieter kommen für Startups in dieser Frage in Betracht. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob sie E-Mail-Versand, Datenspeicherung oder beides übernehmen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
| Tool | Am besten für | Einstiegspreis (Plan und Abrechnung) | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|---|
| Sequenzy | SaaS-Startups mit Abrechnung über Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Creem oder Dodo Payments | Gratis: 2.500 E-Mails pro Monat. 15.000 E-Mails: 19 $ pro Monat (Monatsabrechnung) oder 205 $ pro Jahr | Der Tarif richtet sich nach dem E-Mail-Volumen, daher steigen die Kosten mit intensiveren Sequenzen |
| Customer.io | Teams, die Nutzer nach Verhalten in komplexen Workflows ansprechen und Profile in größerer Zahl verwalten | Essentials: 100 $ pro Monat. Profilstufe mit 10.000 Profilen: 145 $ pro Monat. Startup-Programm für berechtigte Unternehmen | Die Kosten hängen an der Profilanzahl, und die Staffelung wird bei wachsender Nutzerbasis schnell teuer |
| Segment (Twilio Segment) | Teams, die Ereignisdaten zentral sammeln und an mehrere Ziele weitergeben wollen | Preis auf Anfrage. Für Connections wird eine kostenlose Testphase genannt, Dauer und Limits sind nicht angegeben | Segment ist eine Datenplattform und kein reines E-Mail-Werkzeug, daher braucht es zusätzliche Tools für den Versand |
Sequenzy
Sequenzy ist eine Plattform für Transaktions- und Marketing-E-Mails in einem Produkt, mit einer API und einem Dashboard. Für Onboarding ist besonders wichtig, dass Zahlungsereignisse aus den angebundenen Systemen eigene Abläufe starten können. Laut Dokumentation unterstützt die Plattform Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Creem und Dodo Payments. Das Ereignis saas.payment_failed enthält außerdem eine Rechnungsseite (hostedInvoiceUrl), auf der der Kunde zahlen oder seine Karte aktualisieren kann. Eine Erinnerungsmail bei fehlgeschlagener Zahlung kann diesen Link direkt enthalten, ohne dass Sie eine eigene Zahlungsseite bauen müssen.
Für ein Startup ohne Data-Team ist außerdem der visuelle Automations-Builder relevant. Sie können Abläufe ohne Code aufbauen und Segmente anhand von Plan, Umsatz und Aktivität bilden. Die Plattform bietet zudem Umsatzzuordnung und Zielverfolgung, sodass Sie sehen, welche Sequenz zu welchem Umsatz beigetragen hat. KI-gestützte Entwürfe für Sequenzen und Kampagnen sind ebenfalls enthalten. Die Plattform bietet außerdem API-, MCP- und CLI-Zugang sowie Anbindungen an Zapier, n8n und individuelle Webhooks.
Wo Sequenzy an Grenzen stößt: Der Tarif wird nach versendeten E-Mails berechnet. Eine intensive Sequenz mit vielen Erinnerungen und Verzweigungen verbraucht das Kontingent schneller, als die Kontaktzahl vermuten lässt. Außerdem ist SMS nur als Zusatzoption verfügbar, und Sie sollten prüfen, ob Ihre Anforderungen an Datenhaltung und Standorte erfüllt sind, bevor Sie sich festlegen. Die Preisseite listet die Tarife bis 120.000 E-Mails im Monat mit Jahresbeträgen, darüber gelten individuelle Angebote.
Customer.io
Customer.io ist für Teams gebaut, die Nutzer anhand ihres Verhaltens in Workflows führen. Der Einstieg liegt bei 100 $ pro Monat im Essentials-Tarif, der einen visuellen Workflow-Builder, grundlegende Datenintegrationen sowie E-Mail- und Community-Support umfasst. Die Kosten steigen mit der Profilanzahl: Für 10.000 Profile nennt die Preisseite 145 $ pro Monat, für 20.000 Profile 235 $, für 30.000 Profile 325 $ und für 40.000 Profile 415 $. Ab 50.000 Profilen wird der Preis mit 505 $ pro Monat angegeben, und darüber gelten individuelle Konditionen.
Für Startups ist das Startup-Programm wichtig. Laut Preisseite erhalten berechtigte Unternehmen, die weniger als 10 Mio. $ eingeworben haben, zwölf Monate kostenlos. Die Berechtigung hängt von Kriterien ab, die Sie vor der Planung prüfen sollten. Wer das Programm nicht nutzen kann, sollte die Monatskosten bei der erwarteten Profilzahl vorab durchrechnen.
Die Stärke von Customer.io liegt in komplexen Abläufen mit Verzweigungen nach Verhalten, etwa für Nutzer, die eine Funktion nie benutzt haben, oder für Konten, deren Aktivität plötzlich sinkt. Die Schwäche liegt in der Abhängigkeit von der Profilzahl. Für ein Startup mit wenigen tausend Nutzern, das einfache Testsequenzen fährt, ist der Tarif oft mehr, als die Aufgabe braucht.
Segment (Twilio Segment)
Segment ist eine Plattform, die Ereignisse aus Ihrer Anwendung sammelt und an andere Werkzeuge weitergibt. In der Connections-Stufe lassen sich Daten erfassen und an Ziele senden, zusätzlich gibt es Reverse ETL und Funktionen. In der Customer Data Platform kommen identitätsaufgelöste Profile, KI-gestützte Zielgruppen und Journey-Orchestrierung hinzu. Die Preise werden nicht öffentlich genannt. Die Preisseite verweist auf eine Testphase für Connections, ohne Dauer und Limits zu nennen.
Segment eignet sich, wenn Sie Ereignisse an mehrere Systeme schicken müssen, etwa an Analyse, Werbung und E-Mail. Für eine reine Onboarding-Sequenz ist es oft zu viel. Sie brauchen dann trotzdem einen E-Mail-Versender, der die Sequenz ausspielt. Prüfen Sie daher, ob Ihr Team die Datenpflege übernehmen kann, bevor Sie diese Ebene einführen.
Kosten bei verschiedenen Listengrößen
Die Tarife lassen sich nicht direkt vergleichen, weil Sequenzy nach versendeten E-Mails abrechnet und Customer.io nach Profilen. Deshalb rechnen Sie am besten mit Ihren eigenen Zahlen. Die folgende Tabelle zeigt drei typische Szenarien für ein wachsendes Startup. Die Beträge sind die veröffentlichten Monatspreise, die Sie auf den Preisseiten der Anbieter prüfen können.
| Szenario | Annahmen | Sequenzy | Customer.io |
|---|---|---|---|
| Früher Test | 2.000 Kontakte, etwa 5.000 E-Mails im Monat | 15.000-E-Mail-Tarif: 19 $ pro Monat | Essentials mit 10.000-Profil-Stufe: ab 145 $ pro Monat |
| Wachstum | 20.000 Profile, etwa 20.000 E-Mails im Monat | 30.000-E-Mail-Tarif: 29 $ pro Monat | 20.000-Profil-Stufe: 235 $ pro Monat |
| Skalierung | 45.000 Profile, etwa 50.000 E-Mails im Monat | 60.000-E-Mail-Tarif: 49 $ pro Monat | 50.000+-Stufe: ab 505 $ pro Monat |
Bei Sequenzy zeigt die Preisseite für die Jahresabrechnung niedrigere Summen als zwölf Monatsbeträge. Für den 15.000-E-Mail-Tarif sind das 205 $ pro Jahr statt 228 $ (12 × 19 $), für den 30.000-E-Mail-Tarif 313 $ statt 348 $ (12 × 29 $) und für den 60.000-E-Mail-Tarif 529 $ statt 588 $ (12 × 49 $). Wer Planungssicherheit möchte, sollte also die Jahresabrechnung vergleichen.
Beachten Sie bei der Kalkulation, dass die Zahl der E-Mails schneller wächst als die Zahl der Nutzer. Eine Sequenz mit sieben Mails pro Neuanmeldung, dazu Erinnerungen bei fehlgeschlagenen Zahlungen und Newsletter, multipliziert den Verbrauch. Rechnen Sie deshalb mit der Formel: Neuanmeldungen pro Monat × Mails pro Sequenz + Newsletter + Zahlungserinnerungen. Das Ergebnis entscheidet über den Tarif.
Der Aufbau einer Sequenz für ein SaaS-Startup
Die folgende Struktur hat sich für Testsequenzen bewährt, in denen Aktivierung und Zahlung zusammenlaufen. Die Tage sind Richtwerte und sollten an die Länge Ihres Tests angepasst werden. Wichtiger als die genauen Abstände ist, dass jede Mail eine Aufgabe hat und an ein Ereignis oder ein fehlendes Ereignis gebunden ist.
Mail 1: Bestätigung und ein Schritt (sofort)
Die erste Mail bestätigt die Anmeldung und nennt genau eine Handlung. Halten Sie sie kurz, idealerweise unter 100 Wörtern. Schreiben Sie keine Liste aller Funktionen. Eine Liste lädt zum Überfliegen ein, eine einzelne Aufgabe zum Handeln.
Betreff: Willkommen bei [Produkt], der erste Schritt
Hallo [Name],
danke für Ihre Anmeldung. Der schnellste Weg zu einem brauchbaren
Ergebnis ist, [eine konkrete Handlung] auszuführen.
[Ein Button: "Jetzt [Handlung] starten"]
Wenn etwas hakt, antworten Sie einfach auf diese Mail.
[Signatur des Gründers] Die Signatur eines Gründers wirkt bei kleinen Teams glaubwürdiger als eine generische Absenderadresse, sofern der Gründer tatsächlich auf Antworten reagiert. Wenn das nicht zutrifft, schreiben Sie lieber ohne persönliche Anrede und geben eine echte Support-Adresse an.
Mail 2: Der Nutzen der Handlung (Tag 1 bis 2)
Diese Mail richtet sich nur an Nutzer, die die Schlüsselhandlung noch nicht ausgeführt haben. Erklären Sie, warum die Handlung wichtig ist, nicht nur, wie sie funktioniert. Wenn Sie wissen, welche Funktion ein Nutzer bereits verwendet hat, nehmen Sie darauf Bezug. Wer die Schlüsselhandlung bereits erledigt hat, bekommt stattdessen die nächste Stufe angeboten oder gar keine Mail aus dieser Schiene.
Mail 3: Der passende Anwendungsfall (Tag 3 bis 4)
Wenn Sie den Anwendungsfall bei der Anmeldung abfragen, schreiben Sie diese Mail darauf zu. Wenn nicht, zeigen Sie zwei oder drei typische Einsatzarten und lassen den Nutzer wählen. Konkrete Beispiele aus Ihrem Produkt, etwa ein Auszug aus einem typischen Projekt, wirken besser als allgemeine Funktionsbeschreibungen. Lassen Sie hier nur Beispiele zu, die tatsächlich aus Ihrem Angebot stammen.
Mail 4: Ein Einwand (Tag 6 bis 7)
Die vierte Mail greift den Grund an, warum ein Nutzer nicht weitermacht. Typische Einwände sind Komplexität, unklarer Preis, fehlende Rückendeckung im Team oder fehlende Dringlichkeit. Wählen Sie den häufigsten Einwand, den Sie im Support hören, und behandeln Sie nur diesen. Eine Mail, ein Einwand. Wer mehrere Einwände in eine Mail packt, verwässert alle.
Wenn der Einwand der Preis ist, nennen Sie die Kosten konkret und rechnen Sie den Nutzen vor. Beispiel: „Der Tarif kostet 19 $ im Monat. Wenn Ihre Sequenz pro Woche 300 Mails verschickt, liegt das Kontingent bei rund 1.200 Mails im Monat.“ Solche Rechnungen sind überprüfbar und wirken seriöser als allgemeine Versprechen.
Mail 5: Das Testende (Tag 12 bis 13)
Die letzte Mail der Testphase braucht ein echtes Datum. Nennen Sie das Ende des Tests, fassen Sie zusammen, was der Nutzer bereits getan hat, und zeigen Sie den direkten Weg zur Zahlung. Wenn Sie eine Verlängerung anbieten, nennen Sie deren Bedingungen klar. Vermeiden Sie erfundene Knappheit und Rabatte, die Nutzer lehren, bis zum Ablauf zu warten.
Für den Fall einer fehlgeschlagenen Zahlung brauchen Sie eine eigene Schiene. Hier hilft der Ereignistyp saas.payment_failed. Die Mail sollte kurz sein, den Grund nennen, soweit bekannt, und den Link zur Rechnungsseite enthalten. Eine Bitte um Aktualisierung der Karte ohne Schuldzuweisung ist ausreichend.
Verhaltensauslöser statt fester Zeitpläne
Ein fester Zeitplan ist der Anfang, aber gute Sequenzen reagieren auf das Verhalten. Drei Auslöser sind für Startups besonders nützlich.
Schlüsselhandlung abgeschlossen
Gratulieren Sie kurz und schlagen Sie den nächsten Schritt vor. Überspringen Sie die Anfängermails, die nur noch Wiederholungen wären. Damit zeigen Sie, dass die Sequenz das Verhalten des Nutzers zur Kenntnis nimmt.
Sehr aktive Nutzer
Wer viel nutzt, aber noch nicht zahlt, kann früher eine Zahlungsaufforderung erhalten. Bieten Sie in dieser Mail die Jahresabrechnung an, falls Ihr Angebot sie vorsieht. Die Entscheidung liegt beim Nutzer, und Sie sollten die Mail nur an Konten schicken, die tatsächlich aktiv sind.
Inaktive Nutzer
Wenn ein Konto über mehrere Tage nicht genutzt wird, hilft eine Mail mit Angebot zur Hilfe, etwa einem kurzen Gespräch oder einer Demo. Fragen Sie nach dem Hindernis, und ermöglichen Sie eine Antwort mit einem Satz. Eine Umfrage mit einer Frage ist meist wirksamer als ein langer Fragebogen.
Mit Sequenzy lassen sich diese Verzweigungen über Ereignisse aus Stripe und anderen Zahlungsdiensten sowie über eigene Ereignisse per API aufbauen. Customer.io bietet dafür einen visuellen Workflow-Builder, der sich bei vielen Verzweigungen besonders eignet. Segment sammelt die Ereignisse, die beide Werkzeuge verarbeiten können.
Ein Vergleich nach Entscheidungsfrage
Die folgende Tabelle hilft bei der Entscheidung, wenn Sie Ihre Hauptanforderung kennen. Sie ersetzt keine Prüfung der aktuellen Preise, zeigt aber, welche Eigenschaft welches Werkzeug in den Vordergrund stellt.
| Wenn Sie … | Wählen Sie | Weil |
|---|---|---|
| eine Abrechnung über Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Creem oder Dodo Payments haben und Zahlungsereignisse direkt verwenden wollen | Sequenzy | Zahlungsereignisse sind als Auslöser vorgesehen, und die Rechnungsseite lässt sich in Mails einbinden |
| viele Verzweigungen nach Verhalten mit einem grafischen Ablauf aufbauen wollen | Customer.io | Der visuelle Workflow-Builder ist im Essentials-Tarif enthalten |
| berechtigt für das Startup-Programm sind und die Profilzahl in den nächsten Monaten steigt | Customer.io | Laut Preisseite sind zwölf Monate kostenlos, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind |
| Ereignisse aus der App an mehrere Ziele verteilen müssen | Segment, zusammen mit einem E-Mail-Versender | Segment ist eine Datenschicht und kein Versandwerkzeug |
| nur wenige hundert Testnutzer haben und das Budget klein ist | Sequenzy im Gratis-Kontingent oder im 15.000-E-Mail-Tarif | 2.500 E-Mails im Monat sind gratis, und der nächste Tarif kostet 19 $ pro Monat |
Einrichtung: Die Checkliste
Die Einrichtung scheitert selten an der Technik. Häufiger fehlen eindeutige Ereignisse, eine Liste der Mails oder eine Verantwortung im Team. Die folgende Tabelle führt durch die wichtigsten Schritte.
| Schritt | Was Sie festlegen | Woran Sie erkennen, dass es fertig ist |
|---|---|---|
| 1. Schlüsselhandlung | Die eine Handlung, die mit langfristiger Nutzung zusammenhängt | Sie können die Handlung in Ihren Nutzungsdaten zählen |
| 2. Ereignisse | Namen für Anmeldung, Schlüsselhandlung, Testende, Zahlung erfolgreich und Zahlung fehlgeschlagen | Jedes Ereignis kommt mit den gleichen Feldern an |
| 3. Anbindung | Verbindung zu Ihrem Zahlungsdienst oder eigene Ereignisse per API oder Webhook | Ein Testereignis startet den richtigen Ablauf |
| 4. Segmente | Aktiv, inaktiv, Testnutzer, zahlende Kunden | Jedes Konto gehört zu genau einem Segment der Sequenz |
| 5. Mails | Die fünf Mails mit Betreff, Ziel und Einwand | Jede Mail hat eine Aufgabe, die sich in einem Satz beschreiben lässt |
| 6. Absender und Antwort | Absenderadresse und Postfach für Antworten | Antworten landen bei jemandem, der sie tatsächlich liest |
| 7. Messung | Aktivierungsrate und Umstellung von Test auf Zahlung | Ein Dashboard zeigt beide Werte pro Segment |
Betreffzeilen, die zum Inhalt passen
Betreffzeilen sollen erklären, was in der Mail steht. Gute Muster sind eine konkrete Frage zum Setup, eine persönliche Anrede, wenn Sie den Nutzer wirklich kennen, oder ein echtes Enddatum für den Test. Vermeiden Sie Großbuchstaben, Clickbait und Betreffzeilen, die mit dem Inhalt nichts zu tun haben. Nummerierte Newsletter-Titel wie „Newsletter #47“ signalisieren Routine und werden in Onboarding-Sequenzen selten gelesen.
- Frage zum Setup: „Eine kurze Frage zu Ihrem ersten Projekt“
- Konkrete Handlung: „Ihr erster Export in drei Schritten“
- Enddatum: „Ihr Test endet am Donnerstag“
- Zahlung fehlgeschlagen: „Ihre Zahlung konnte nicht abgebucht werden“
Messen, was zählt
Öffnungsraten sind bei Onboarding-Mails kaum aussagekräftig, weil Apple und andere Mailanbieter Öffnungen teilweise automatisch melden. Messen Sie stattdessen die Handlungen, die Ihr Geschäft tragen.
- Aktivierungsrate: Anteil der Testnutzer, die die Schlüsselhandlung ausführen
- Zeit bis zur Aktivierung: Wie viele Tage vergehen, bis der Nutzer die Handlung erreicht
- Umstellung auf Zahlung: Anteil der Testnutzer, die einen bezahlten Plan wählen
- Erholung nach fehlgeschlagener Zahlung: Anteil der Konten, bei denen die Zahlung nach der Erinnerung erfolgreich war
- Abmeldungen je Mail: Zeigt, welche Mail Nutzer verärgert
Vergleichen Sie diese Werte über mindestens zwei Monate, bevor Sie Mails ändern. Kleine Startups haben oft zu wenige Anmeldungen, um aus einer Woche belastbare Schlüsse zu ziehen. Ändern Sie pro Runde nur eine Mail, sonst wissen Sie nicht, welche Änderung gewirkt hat.
Typische Fehler
- Feature-Listen. Eine Mail mit zwanzig Funktionen überfordert. Wählen Sie eine Funktion pro Mail.
- Zu viele Mails am Tag. Mehr als eine Mail pro Tag während des Tests wirkt aufdringlich und erhöht die Abmeldungen.
- Eine Mail für alle. Schon die Trennung in aktive und inaktive Nutzer verbessert die Relevanz. Wer Zahlung und Test vermischt, sendet an Zahler falsche Hinweise.
- Keine Antwortadresse. Nutzer mit Problemen müssen schnell eine Antwort geben können, sonst verlieren Sie sie still.
- Mobile Darstellung ignoriert. Kurze Absätze, ein klarer Button und wenig Bilder sind auf dem Handy am besten lesbar. Testen Sie die Darstellung auf einem Smartphone, bevor Sie eine Sequenz aktivieren.
- Fehlende Verantwortung. Wenn niemand im Team die Sequenz pflegt, veralten Texte und Preise. Legen Sie fest, wer einmal im Quartal alle Mails liest.
Wie Sie wählen
Beginnen Sie mit der Frage, welches Ereignis Ihr Geschäft antreibt. Wenn Zahlungen über einen der unterstützten Zahlungsdienste laufen und die Sequenz auf Zahlungsereignisse reagieren soll, ist Sequenzy eine naheliegende erste Wahl, weil der Einstiegstarif übersichtlich ist. Wenn Sie viele Verzweigungen über Verhalten brauchen und das Startup-Programm nutzen können, ist Customer.io einen Blick wert, wenn auch die Profilkosten im Blick bleiben. Segment lohnt sich, wenn die Ereignisdaten schon mehrere Ziele bedienen und die Datenpflege einem Team gehört.
Rechnen Sie in jedem Fall mit Ihren eigenen Zahlen, lesen Sie die Preisseiten am Tag der Entscheidung und testen Sie mit einer kleinen Sequenz für zwei Wochen. Die beste Wahl ist meist die, die Ihre Schlüsselhandlung messbar macht und die Kosten bei Ihrer nächsten Listengröße noch tragen.
Wenn Sie einen Überblick über weitere E-Mail-Tools für SaaS-Gründer suchen, finden Sie ihn auf der Startseite des Vergleichs.
Häufige Fragen
Wie viele Mails braucht eine Onboarding-Sequenz?
Für die meisten Testphasen von zwei Wochen reichen fünf Mails. Mehr Mails lohnen sich nur, wenn sie auf unterschiedliche Verhaltensweisen reagieren. Fügen Sie weitere Mails erst hinzu, wenn Sie wissen, an welcher Stelle Nutzer abspringen.
Kann ich mit dem kostenlosen Tarif von Sequenzy starten?
Laut Preisseite umfasst der kostenlose Tarif 2.500 E-Mails im Monat bei unbegrenzten Kontakten und Sendedomains. Für eine Sequenz mit fünf Mails pro Neuanmeldung reichen damit rund 500 neue Testkonten im Monat, wenn keine weiteren Newsletter versendet werden.
Was kostet Customer.io für ein frühes Startup?
Der Essentials-Tarif beginnt bei 100 $ pro Monat. Die Stufe mit 10.000 Profilen kostet 145 $ pro Monat. Berechtigte Unternehmen, die weniger als 10 Mio. $ eingeworben haben, erhalten laut Preisseite zwölf Monate kostenlos über das Startup-Programm.
Brauche ich für Zahlungsereignisse einen eigenen Server?
Das hängt von Ihrem Zahlungsdienst und Ihrem Produkt ab. Viele Anbieter senden Ereignisse per Webhook. Ein Werkzeug, das diese Ereignisse direkt verarbeitet, spart Entwicklungszeit. Prüfen Sie vorab, welche Ereignisse Ihr Zahlungsdienst sendet und welche Felder enthalten sind.
Wann ist Segment sinnvoll?
Segment lohnt sich, wenn Sie Ereignisse an mehrere Systeme verteilen müssen, etwa an Analyse, Werbung und E-Mail. Für eine einzelne Onboarding-Sequenz ist es meist nicht nötig. Die Preise werden auf Anfrage genannt, deshalb sollten Sie vorab ein Angebot einholen.
Wie oft sollte ich die Sequenz überarbeiten?
Prüfen Sie die Kennzahlen einmal im Monat und ändern Sie pro Runde nur eine Mail. Eine vollständige Überarbeitung lohnt sich, wenn sich Ihr Produkt oder Ihre Preise geändert haben. Veraltete Preisangaben in Mails sind der häufigste Grund für Beschwerden.
Wie gehe ich mit Abmeldungen um?
Jede Mail braucht einen Abmeldelink, und Abmeldungen sollten sofort wirksam sein. Nutzer in einer Testsequenz, die sich abmelden, bleiben dennoch Konten in Ihrem Produkt. Stellen Sie sicher, dass Pflichtmitteilungen zur Abrechnung weiterhin zugestellt werden, und trennen Sie diese von Marketing-Mails.