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Beehiiv vs. Substack: Newsletter-Plattformen im Vergleich

Vergleich von Beehiiv und Substack für Newsletter-Startups: Preise, Wachstumstools, Monetarisierung und die passende Wahl.

Von der Redaktion

Für einen Startup-Newsletter, der über die ersten tausend Leser hinaus wachsen soll, ist Beehiiv meist die bessere Wahl. Der kostenlose Tarif reicht bis 2.500 Abonnenten und unbegrenzten Versand; der Lite-Tarif kostet 49 $ pro Monat beziehungsweise 49 $ monatlich bei jährlicher Abrechnung auf der Basiskarte. Empfehlungsprogramme, Boost-Empfehlungen und Anzeigenwerkzeuge sind auf Wachstum ausgelegt. Substack ist der leichtere Einstieg: Das Veröffentlichen ist kostenlos, solange niemand bezahlt. Sobald bezahlte Abonnements laufen, behält Substack 10 % des Umsatzes und berechnet zusätzlich Zahlungsgebühren. Wer eine Idee ohne Budget testen will, beginnt dort schnell; wer eine eigene Newsletter-Marke als Geschäft aufbauen will, plant mit Beehiiv besser.

Die genannten Preise stammen aus den öffentlichen Preis- und Hilfeseiten der Anbieter, gelesen am 7. Oktober 2026. Wo Beehiiv einen Preis nach Abonnentenzahl und Abrechnungsart ausweist, steht diese Abhängigkeit ausdrücklich dabei.

Das Urteil in Kürze

Beehiiv passt zu Gründern, die Leser über Empfehlungen, bezahlte Abos oder Anzeigen gewinnen und ihre Marke selbst gestalten wollen. Substack passt zu Autoren, die sofort publizieren, die Einrichtung klein halten und zunächst keine feste Monatsgebühr verwalten möchten. Die Entscheidung hängt deshalb weniger an einer einzelnen Funktion als daran, ob Kosten mit der Liste oder mit dem Umsatz wachsen sollen.

PlattformGeeignet fürEinstiegspreisWichtige Grenze
BeehiivStartups mit geplantem Listenwachstum, Empfehlungen oder AnzeigenFree: 0 $ bis 2.500 Abonnenten; Lite: 49 $ pro Monat, auf der Basiskarte jährlich mit 49 $ monatlich ausgewiesenDer Preis steigt mit der Abonnentenzahl; Größe und Abrechnungsart müssen zusammenpassen
SubstackAutoren, die eine Idee testen oder bezahlte Abos als Hauptmodell planenKostenloses Veröffentlichen; bei bezahlten Abos 10 % Umsatzanteil plus ZahlungsgebührenWeniger Design- und Wachstumskontrolle; der Umsatzanteil wächst mit jeder Zahlung

Preise und Abrechnungslogik

Beehiiv berechnet eine feste Monatsgebühr nach Abonnentenzahl. Der Free-Tarif umfasst bis zu 2.500 Abonnenten, unbegrenzten E-Mail-Versand und eine Publikation. Lite enthält unter anderem bezahlte Abonnements, Automatisierungen und Umfragen. Beehiiv nennt Lite mit 49 $ pro Monat auf der Basiskarte; diese Karte weist auch bei jährlicher Abrechnung 49 $ monatlich aus. Für konkrete Listengrößen nennt die Preisseite weitere Werte: Bei 5.000 Abonnenten kostet Lite 109 $ monatlich oder 95 $ monatlich bei jährlicher Abrechnung. Bei 10.000 Abonnenten sind es 139 $ monatlich oder 119 $ monatlich bei jährlicher Abrechnung. Pro liegt bei 5.000 Abonnenten bei 199 $ beziehungsweise 169 $ jährlich abgerechnet und bei 10.000 bei 239 $ beziehungsweise 199 $.

Substack berechnet keine Veröffentlichungsgebühr. Die Plattform behält 10 % der Einnahmen aus bezahlten Abonnements; die jeweils anfallenden Zahlungsgebühren kommen hinzu. Ein Newsletter mit 4.000 kostenlosen Lesern kostet bei Substack daher nichts, solange kein Bezahlmodell aktiviert ist. Bei Beehiiv liegt dieselbe Liste außerhalb des Free-Limits und braucht einen kostenpflichtigen Tarif. Umgekehrt kann der Umsatzanteil bei Substack höher werden als eine feste Beehiiv-Gebühr, sobald viele Leser zahlen.

AbonnentenBeehiivSubstack
1.000Free: 0 $, innerhalb des Limits0 $, solange niemand bezahlt; danach 10 % Umsatzanteil plus Zahlungsgebühren
2.500Free: 0 $, am oberen Ende des Limits0 $ ohne bezahlte Abos; danach Umsatzanteil
5.000Lite: 109 $ monatlich oder 95 $ monatlich bei jährlicher Abrechnung; Pro: 199 $ oder 169 $Keine feste Listengebühr; Kosten folgen den bezahlten Abos
10.000Lite: 139 $ monatlich oder 119 $ jährlich; Pro: 239 $ oder 199 $Keine feste Listengebühr; Kosten folgen den bezahlten Abos
50.000Für diese Größe ist in den verwendeten Preisangaben kein konkreter Betrag ausgewiesen: Preis auf AnfrageKeine feste Listengebühr; Kosten folgen den bezahlten Abos

Bei 5.000 Abonnenten ergeben zwölf Monate mit 109 $ insgesamt 1.308 $. Die jährliche Ansicht mit 95 $ monatlich ergibt 1.140 $ im Jahr. Bei Pro und 10.000 Abonnenten sind es 12 × 239 $ = 2.868 $ monatlich abgerechnet oder 12 × 199 $ = 2.388 $ bei jährlicher Abrechnung. Jährliche Abrechnung lohnt sich, wenn die Liste voraussichtlich in derselben Stufe bleibt. Monatliche Zahlung hält mehr Spielraum offen, wenn ein Listen- oder Budgetwechsel bevorsteht.

Beehiiv: Stärken und Grenzen

Beehiiv ist auf Newsletter ausgelegt, die zu einem eigenständigen Geschäft werden sollen. Der Free-Tarif kann die Aufbauphase abdecken, ohne dass ein Ablaufdatum drängt. Eine Publikation mit bis zu 2.500 Abonnenten kann unbegrenzt senden. Das ist für einen frühen Produkt- oder Branchennewsletter ausreichend, solange die Liste klein bleibt.

Der größte Vorteil liegt bei den Wachstumstools. Beehiiv bietet integrierte Empfehlungsprogramme, ein Boost-Netzwerk für Empfehlungen zwischen Newslettern und Möglichkeiten zur Anzeigenmonetarisierung. Lite ergänzt bezahlte Abos, Automatisierungen und Umfragen. Pro richtet sich an größere Redaktionen und enthält fortgeschrittene Analysen sowie priorisierten Support. Dadurch kann ein Team herausfinden, welche Akquisequelle funktioniert, statt Empfehlungen und Anzeigen über mehrere Dienste zusammenzusetzen.

Auch die Außendarstellung ist flexibler. Eigene Domain, Website-Design und Markenführung geben einem Startup-Newsletter eine erkennbare Identität. Das ist sinnvoll, wenn später ein Produkt, eine Beratung oder eine Community unter demselben Namen verkauft werden soll. Beehiiv nimmt laut Preisseite 0 % von Einnahmen aus bezahlten Abos und digitalen Produkten; die Zahlungsabwicklung kann trotzdem eigene Gebühren verursachen.

Die Nachteile sind die Kostenkurve und der Verwaltungsaufwand. Sobald die Liste die Free-Grenze überschreitet, wird eine feste Gebühr fällig. Die Stufen bei 5.000 und 10.000 Abonnenten zeigen, wie stark die Rechnung mit der Liste wächst. Außerdem müssen Automatisierungen, Empfehlungen und Analysen eingerichtet und regelmäßig gepflegt werden. Beehiiv ist eine Newsletter-Plattform, kein System für Passwort-Zurücksetzungen, Rechnungsstatus oder Produktaktivierung.

Die Preisübersicht steht auf der Beehiiv-Preisseite. Dort werden Free, Lite und Pro sowie die Ansichten für monatliche und jährliche Abrechnung beschrieben.

Substack: Stärken und Grenzen

Substack senkt die Einstiegshürde. Ein Autor kann publizieren, ohne einen Tarif auszuwählen oder eine Monatsrechnung einzuplanen. Das eignet sich für eine frühe Serie von Ausgaben, bei der erst noch klar werden muss, welche Themen Leser interessieren. Empfehlungen und das Verzeichnis innerhalb der Plattform können zusätzlich bei der Entdeckung helfen, wenn die eigene Nische dort vertreten ist.

Die Bezahlfunktion ist direkt eingebaut. Wer ein kostenpflichtiges Abonnement aktivieren möchte, braucht keinen separaten Zahlungsfluss. Der Preis dafür ist dauerhaft: Substack berechnet 10 % vom Umsatz, und Zahlungsgebühren kommen hinzu. Bei kleinen Einnahmen fällt das wenig auf; mit wachsendem Umsatz wird es zu einem festen Anteil an jedem weiteren Verkauf.

Design und Markenführung sind eingeschränkter als bei Beehiiv. Publikationen ähneln sich stärker, und E-Mails mit eigener Domain werden weiterhin über eine Substack-Absenderadresse verschickt. Ein Export der Abonnenten ist möglich, enthält laut Hilfe aber nicht die Namen. Wer später umziehen will, sollte diese Abhängigkeiten von Anfang an einplanen. Details stehen auf der Substack-Seite für bezahlte Abos und der Startseite für kostenloses Veröffentlichen.

Monetarisierung und Wachstum

Bei Beehiiv können mehrere Einnahmequellen nebeneinander stehen: bezahlte Abos, Anzeigen und digitale Produkte. Empfehlungsprogramme bringen neue Leser über bestehende Abonnenten, während Boost andere Newsletter als Akquisekanal einbindet. Diese Werkzeuge verlangen eine klare Zuständigkeit: Jemand muss Prämien, Kampagnen und die Entwicklung der Liste beobachten.

Substack konzentriert die Monetarisierung auf bezahlte Abos. Das passt zu einem Autor mit treuer Leserschaft und einem klaren Premium-Angebot. Für ein Startup, das Anzeigen testen oder mehrere Produkte verkaufen möchte, ist der Werkzeugkasten schmaler. Der Netzwerkeffekt kann die fehlenden Funktionen ausgleichen, wenn bereits eine Community auf Substack oder in einer passenden Nische vorhanden ist.

Welche Plattform passt zu welcher Situation?

Ihr BedarfPassende WahlWarum
Ohne Budget starten und erst später über Bezahlung entscheidenSubstackVeröffentlichen ist kostenlos; der Umsatzanteil beginnt erst mit bezahlten Abos
Empfehlungen, wechselseitige Newsletter-Werbung und Anzeigen aus einer PlattformBeehiivDiese Wachstumselemente sind als Funktionen vorgesehen
Eigene Domain und ein klar erkennbares Startup-BrandingBeehiivDesign und Markenführung lassen sich stärker anpassen
Einfacher Betrieb durch eine einzelne PersonSubstackWeniger Tarif- und Automatisierungsentscheidungen am Anfang
Feste Kosten, die nicht mit jedem Verkauf steigenBeehiivDie Rechnung richtet sich nach der Abonnentenzahl, nicht nach dem Umsatz
Produkt-, Konto- oder Rechnungs-E-Mails für eine SaaS-AnwendungKeine der beidenBeide Dienste sind für redaktionelle Newsletter gedacht; Lifecycle-E-Mails gehören in das Produktsystem

So treffen Sie die Entscheidung

Notieren Sie zuerst drei Annahmen: die erwartete Abonnentenzahl in sechs Monaten, die Zahl der zahlenden Leser und den Preis Ihres Premium-Abos. Liegt die Liste unter 2.500 und sind zunächst keine zahlenden Leser geplant, sind beide Einstiege günstig. Dann entscheiden Gestaltung, Bedienaufwand und geplante Wachstumskanäle. Erwarten Sie früh Einnahmen, rechnen Sie den Substack-Anteil mit Ihrem Umsatz durch und vergleichen Sie ihn mit der Beehiiv-Stufe für dieselbe Liste.

Entscheiden Sie danach, wer die Plattform betreibt. Substack passt zu einem Gründer, der schreiben und veröffentlichen will. Beehiiv zahlt sich eher aus, wenn jemand Automatisierungen, Empfehlungen und Analysen als regelmäßige Aufgabe übernimmt. Eine ungenutzte Funktion ist kein Vorteil, sondern zusätzliche Komplexität.

Einrichtung und späterer Umzug

Wählen Sie den Tarif nach der erwarteten Listengröße der nächsten sechs Monate, richten Sie die von der Plattform verlangten Domain-Einträge ein und importieren Sie nur Kontakte mit nachvollziehbarer Einwilligung. Bewahren Sie eine eigene Exportdatei auf. Schreiben Sie eine kurze Willkommensserie, legen Sie vor dem Start eines Premium-Abos Preis und Leistungsumfang fest und prüfen Sie monatlich Wachstum, Abmeldungen und bezahlte Konversionen.

Bei einem späteren Umzug helfen eine dokumentierte Einwilligung, eine Liste der aktiven Abos und eine klare Information an die Leser. Planen Sie besonders bezahlte Abos separat: Ihre Zahlungsdaten, Kündigungen und Rechnungen liegen innerhalb der jeweiligen Plattform und werden nicht automatisch in ein neues System übertragen.

Für SaaS-Startups

Für einen redaktionellen Unternehmensnewsletter können Sie Beehiiv oder Substack neben Ihrem Produkt einsetzen. Konto-, Testphasen-, Rechnungs- und Passwort-E-Mails gehören jedoch in einen transaktionalen Versand, der den Status des Produkts kennt. Wenn ein SaaS-Team dafür einen Dienst mit Abrechnungsschnittstellen sucht, nennt Sequenzy einen Monatspreis von 19 $ für 15.000 versendete E-Mails. Das ist eine andere Aufgabe als der öffentliche Newsletter.

Häufige Fragen

Ist Beehiiv für einen Startup-Newsletter kostenlos?

Ja, bis zur Grenze von 2.500 Abonnenten. Der Free-Tarif umfasst unbegrenzten E-Mail-Versand und eine Publikation. Danach ist ein kostenpflichtiger Tarif erforderlich.

Kostet Substack etwas, wenn niemand bezahlt?

Nein. Das Veröffentlichen ist kostenlos. Der Umsatzanteil von 10 % und die Zahlungsgebühren greifen erst, wenn bezahlte Abonnements aktiv sind.

Wann sollte ein Startup den Free-Tarif von Beehiiv verlassen?

Wenn die Liste sich 2.500 Abonnenten nähert oder wenn Sie vorher bezahlte Abos, Automatisierungen oder Umfragen benötigen. Beehiiv nennt Lite mit 49 $ pro Monat auf der Basiskarte; bei 5.000 und 10.000 Abonnenten gelten die jeweils ausgewiesenen höheren Stufen.

Lohnt sich jährliche Abrechnung bei Beehiiv?

Wenn die Liste voraussichtlich in derselben Stufe bleibt, kann sie günstiger sein. Bei 5.000 Abonnenten nennt Beehiiv für Lite 95 $ monatlich bei jährlicher Abrechnung statt 109 $ monatlich. Wenn ein baldiger Wechsel wahrscheinlich ist, bietet monatliche Zahlung mehr Flexibilität.

Welche Plattform ist besser für bezahlte Newsletter?

Substack ist am schnellsten eingerichtet und verlangt keine feste Monatsgebühr, behält aber 10 % des Umsatzes plus Zahlungsgebühren. Beehiiv verlangt eine Listengebühr, nimmt laut Preisseite 0 % vom Umsatz aus bezahlten Abos und bietet zusätzliche Wachstums- und Anzeigenfunktionen. Vergleichen Sie die Rechnung mit Ihrer erwarteten Liste und Ihren Einnahmen.

Kann ich Beehiiv oder Substack für Produkt-E-Mails verwenden?

Für Passwort-Resets, Rechnungen, Trial-Erinnerungen oder Statusmeldungen sind beide ungeeignet. Diese Nachrichten brauchen Ereignisse aus Ihrem Produkt und einen transaktionalen Versand. Nutzen Sie Beehiiv oder Substack für Inhalte, die Leser bewusst abonnieren.