Leitfaden, Stand Oktober 2026

Beste E-Mail-Automatisierung für SaaS-Startups

Für ein SaaS-Startup mit 25.000 Kontakten, die zweimal im Monat eine Mail erhalten, sollten Sie zuerst das Versandvolumen und die Profilgrenzen der Anbieter vergleichen. Customer.io nennt 30.000 Profile mit 325 $ pro Monat, während Klaviyo im E-Mail-Tarif 400 $ pro Monat für 25.000 Profile ausweist.

Was SaaS-Startups von Automatisierung erwarten

Ein SaaS-Startup verschickt andere E-Mails als ein Onlineshop oder ein Newsletter-Projekt. Die wichtigsten Mails hängen an Ereignissen im Produkt und in der Abrechnung: Ein Nutzer meldet sich an, testet ein Feature, läuft in zehn Tagen aus, zahlt nicht mehr, wechselt den Tarif oder kündigt. Wer jedes dieser Ereignisse von Hand bearbeitet, verliert bei wachsender Nutzerzahl den Überblick. Automatisierung löst genau dieses Problem, aber nur, wenn das Tool die Ereignisse sauber empfängt und mit Segmenten verknüpft.

Für Startups kommt ein zweiter Punkt hinzu: das Budget. In der frühen Phase zählt jeder Monatsbetrag, und viele Tools rechnen nach Kontakten ab. Eine Liste mit 20.000 Adressen, von denen die meisten nur selten etwas öffnen, kostet bei einem Kontaktmodell oft deutlich mehr als dieselbe Liste bei einem Tool, das nach versendeten Mails abrechnet. Deshalb lohnt es sich, Kontaktzahl und Versandvolumen getrennt zu betrachten, bevor Sie einen Tarif wählen.

Dieser Leitfaden vergleicht sieben Plattformen, die für SaaS-Teams in Frage kommen: Customer.io, ActiveCampaign, Klaviyo, Drip, Brevo, Mailchimp und HubSpot Marketing Hub. Grundlage der Preisangaben sind die öffentlichen Preisseiten der Anbieter mit Stand 7. Oktober 2026. Wo eine Preisseite für eine bestimmte Größe keinen Betrag nennt, steht dort „auf Anfrage“.

Die acht Tools im Überblick

Tool Am besten für Einstiegspreis (Tarif, Abrechnung) Größte Einschränkung
Customer.io Journeys, die an vielen Nutzer-Events hängen Essentials 100 $ pro Monat; Stufe für 10.000 Profile 145 $ pro Monat Der Preis steigt mit der Profilzahl deutlich
ActiveCampaign Sales-unterstützte SaaS-Teams, die Marketing und CRM in einem Konto führen Starter 15 $ pro Monat ab 1.000 Kontakten; keine Gratis-Stufe, aber eine Testphase Jede höhere Kontaktstufe verteuert den Plan
Klaviyo Profildaten, Käufe und feine Segmente E-Mail-Tarif 20 $ pro Monat für 500 Profile; Gratis-Plan mit 250 aktiven Profilen Jedes Profil zählt, auch inaktive; 400 $ pro Monat bei 25.000 Profilen
Drip Ereignisgetriebene Workflows bei mittleren Listen 39 $ pro Monat für 1 bis 2.500 Personen; kein dauerhafter Gratis-Plan Keine Gratis-Stufe; 14-Tage-Testphase ohne Kreditkarte
Brevo Große, selten angeschriebene Listen mit kleinem Budget Gratis mit 300 Mails pro Tag; Starter 9 $ pro Monat ab 5.000 Mails im Monat Automatisierung und A/B-Tests erst im Standard-Tarif (18 $ pro Monat)
Mailchimp Welcome-Serien, Newsletter und einfache Kampagnen Gratis bis 250 Kontakte und 500 Mails im Monat; Standard 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten Verhaltensauslöser sind weniger tief als bei Customer.io
HubSpot Marketing Hub Teams, die Marketing, Vertrieb und Service in einer Plattform führen wollen Kostenlose Marketing-Werkzeuge; Starter 7 $ pro Monat laut Preisseite Professional kostet 800 $ pro Monat; der Gesamtpreis hängt von Plätzen ab

Was kostet die Automatisierung bei verschiedenen Listengrößen?

Die folgende Tabelle rechnet vier realistische Szenarien durch. Die Mail-Zahl ergibt sich aus der Kontaktzahl mal der Anzahl der Mails pro Kontakt und Monat; diese Annahme steht in der zweiten Spalte. Die Beträge gelten pro Monat, sofern nicht anders angegeben. Bei Brevo zählt das Versandvolumen, bei Klaviyo, Drip und Mailchimp die Kontakte oder Profile.

Kontakte Mails pro Monat Klaviyo (E-Mail-Tarif) Drip Mailchimp
2.500 2.500 (1 Mail je Kontakt) 60 $ (2.500 Profile) 39 $ (1 bis 2.500 Personen) Gratis (bis 250 Kontakte) oder Standard auf Anfrage
5.000 10.000 (2 Mails je Kontakt) 100 $ (5.000 Profile) 89 $ (4.501 bis 5.000 Personen) 100 $ (2.501 bis 5.000 Kontakte, bis 60.000 Mails)
10.000 20.000 (2 Mails je Kontakt) 150 $ (10.000 Profile) 154 $ (9.001 bis 10.000 Personen) 135 $ (5.001 bis 10.000 Kontakte, bis 120.000 Mails)
25.000 50.000 (2 Mails je Kontakt) 400 $ (25.000 Profile) 369 $ (22.501 bis 25.000 Personen) auf Anfrage

Die Tabelle zeigt, wie stark sich das Abrechnungsmodell auswirkt. Im Szenario mit 25.000 Kontakten und zwei Mails im Monat liegen Drip bei 369 $ und Klaviyo bei 400 $. Der Unterschied kommt nicht von einem Rabatt, sondern vom Zählprinzip: Klaviyo und Drip zählen die Kontakte oder Profile, während Brevo nach Versandvolumen staffelt.

Bei Customer.io liegen die Profilstufen höher. Die Stufe für 10.000 Profile kostet 145 $ pro Monat, 20.000 Profile 235 $ und 30.000 Profile 325 $. Ab 50.000 Profilen nennt die Preisseite 505 $ pro Monat als Startbetrag. ActiveCampaign staffelt den Starter-Tarif ab 1.000 Kontakten, Zwischenstufen stehen nicht auf der Tabelle, weil die Preisseite sie nur auf Anfrage zeigt.

Wichtig ist die Annahme über die Mails. Ein Newsletter einmal im Monat ergibt bei 25.000 Kontakten 25.000 Mails. Zwei automatisierte Mails pro Woche ergeben dagegen rund 200.000 Mails im Monat. Rechnen Sie Ihr Szenario deshalb mit Ihrer tatsächlichen Versandfrequenz durch.

Gratis-Pläne und Testphasen

Wer gerade startet, sucht zuerst einen dauerhaften Gratis-Plan. Vier der acht Tools bieten einen, die anderen bieten eine Testphase oder ein befristetes Programm. Die Grenzen sind unterschiedlich, deshalb lohnt der genaue Blick.

  • Klaviyo: 250 aktive Profile, 500 Mails im Monat und 5 $ mobile Nachrichten. Die Grenze liegt bei den aktiven Profilen, nicht bei der Gesamtliste.
  • Brevo: 300 Mails pro Tag und Speicher für bis zu 100.000 Kontakte. Automatisierung ist im Gratis-Plan nicht enthalten; wer Workflows braucht, wechselt in einen bezahlten Tarif.
  • Mailchimp: bis 250 Kontakte und 500 Mails im Monat. Für eine frühe Beta-Liste reicht das, für eine Liste mit Trial-Nutzern wird es schnell eng.
  • HubSpot Marketing Hub: kostenlose Marketing-Werkzeuge. Die Preisseite beschreibt die Grenzen des Gratis-Pakets nicht im Detail, deshalb sollten Sie prüfen, welche Automatisierung darin enthalten ist.
  • Customer.io: kein dauerhafter Gratis-Plan, aber das Startup-Programm. Berechtigte Frühphasen-Unternehmen mit weniger als 10 Mio. $ Finanzierung erhalten laut Anbieter zwölf Monate kostenlos. Ob Ihr Unternehmen die Bedingungen erfüllt, entscheidet der Anbieter.
  • Drip und ActiveCampaign: kein dauerhafter Gratis-Plan. Drip bietet 14 Tage ohne Kreditkarte, ActiveCampaign eine Testphase. Planen Sie die Testphase so, dass Sie mit echten Ereignissen testen können.

Ein Gratis-Plan ersetzt keine Planung für den Wechsel in den bezahlten Tarif. Prüfen Sie, bei welcher Mail-Zahl oder Kontaktzahl der nächste Tarif fällig wird, und tragen Sie diesen Wert in Ihre Budgetplanung ein.

Die einzelnen Tools für SaaS-Teams

Was jedes Tool für ein SaaS-Startup gut kann, wo es Grenzen hat und zu welchem Preis.

Customer.io

Preis: Essentials 100 $ pro Monat; Profilstufen 10.000 Profile 145 $, 20.000 Profile 235 $, 30.000 Profile 325 $, 40.000 Profile 415 $, 50.000 und mehr Profile ab 505 $ pro Monat. Premium mit individuellem Profilvolumen ab 1.000 $ pro Monat.

Customer.io ist für Produktteams gedacht, deren Journeys an vielen Ereignissen hängen. Der visuelle Workflow-Builder steuert Verzweigungen, Wartezeiten und Aktionen, und Profile aktualisieren sich anhand von Attributen und Events. Für ein SaaS heißt das: Sie senden eine Mail, stoßen bei Nichtöffnung eine zweite an und ändern den Pfad, sobald ein Nutzer ein Schlüssel-Feature verwendet. Die Preisseite beschreibt Multi-Channel-Journeys; ob Sie diese Kanäle brauchen, bestimmt den Sinn des Tarifs.

Für Startups ist das Startup-Programm der wichtigste Punkt. Berechtigte Frühphasen-Unternehmen mit weniger als 10 Mio. $ Finanzierung erhalten laut Anbieter zwölf Monate kostenlos. Planen Sie den Preis trotzdem mit dem Essentials-Tarif, bis die Konditionen für Ihr Unternehmen bestätigt sind.

Die Schwäche liegt im Preis, sobald die Profilzahl steigt. Zwischen 10.000 und 20.000 Profilen wächst der Betrag um 90 $ pro Monat. Ein Team, das nur eine Welcome-Serie und einen Monatsnewsletter baut, zahlt für Funktionen, die es nicht braucht. Die Stufen sind monatlich abgerechnet; die Preisseite zeigt für Essentials keinen Jahrespreis.

Die Preisseite finden Sie unter customer.io/pricing.

ActiveCampaign

Preis: Starter 15 $ pro Monat ab 1.000 Kontakten (monatlich und jährlich gleich), Plus 49 $, Pro 79 $, Enterprise 145 $ pro Monat. Die Startpreise steigen mit der Kontaktzahl.

ActiveCampaign verbindet E-Mail-Automatisierung mit einem CRM. Für SaaS-Teams mit sales-unterstützter Motion bedeutet das: Ein Lead, der die Preisseite besucht, kann eine Mail-Serie auslösen und gleichzeitig eine Aufgabe für den Vertrieb erzeugen. Der Starter-Tarif enthält laut Preisseite Marketing-Automatisierung, E-Mail-Marketing, ein Standard-CRM und E-Commerce-Integrationen. Plus bringt Standard-Segmentierung und Landing Pages, Pro erweiterte Segmentierung.

Die Grenze ist der Preis bei wachsender Kontaktzahl. Jede höhere Kontaktstufe verteuert den Plan, und einen dauerhaften Gratis-Plan gibt es nicht, nur eine Testphase. Wer nur Mails nach Abos oder Zahlungen braucht und kein CRM nutzt, zahlt für Funktionen, die im Alltag wenig Gewicht haben.

Für ein Startup mit eigenem Vertrieb ist ActiveCampaign eine sinnvolle Wahl, weil Marketing- und Verkaufsdaten in einem Konto liegen. Wer ein Produkt ohne Vertrieb betreibt, sollte Customer.io zuerst gegenüberstellen.

Die Preisseite finden Sie unter activecampaign.com/pricing.

Klaviyo

Preis: E-Mail-Tarif 20 $ pro Monat für 500 Profile, 30 $ für 1.000, 60 $ für 2.500, 100 $ für 5.000, 150 $ für 10.000 und 400 $ für 25.000 Profile. Gratis-Plan mit 250 aktiven Profilen, 500 Mails im Monat und 5 $ mobilen Nachrichten.

Klaviyo wurde im E-Commerce bekannt und eignet sich für SaaS-Produkte, deren Nutzer klar messbare Eigenschaften und Käufe haben. Segmente bauen Sie aus Profildaten, Ereignissen und Listenmitgliedschaften. Flows lassen sich nach Auslösern aufbauen, und der Gratis-Plan erlaubt den Einstieg mit kleinen Listen.

Für SaaS ist die Preisstruktur der Knackpunkt. Ab 5.000 Profilen steigt der Tarif auf 100 $ pro Monat, bei 25.000 Profilen auf 400 $. Bei einer Liste mit vielen inaktiven Kontakten kann das teuer werden, weil jedes Profil zählt, auch wenn es selten etwas öffnet. Prüfen Sie daher vor dem Abo, wie viele Kontakte in den letzten Monaten aktiv waren.

Klaviyo passt, wenn Ihr Produkt viele Eigenschaften pro Nutzer speichert und Sie daraus präzise Segmente bilden wollen. Abrechnungsereignisse müssen Sie in der Regel selbst zuführen. Für Kombinationen aus E-Mail und SMS nennt die Preisseite keinen festen Betrag; dort müssen Sie nachfragen.

Die Preisseite finden Sie unter klaviyo.com/pricing.

Drip

Preis: 39 $ pro Monat für 1 bis 2.500 Personen; 49 $ für 2.501 bis 3.000 Personen; 89 $ für 4.501 bis 5.000; 154 $ für 9.001 bis 10.000; 369 $ für 22.501 bis 25.000; 699 $ für 45.001 bis 50.000 Personen (mit 600.000 Mails). 14 Tage Testphase ohne Kreditkarte.

Drip kommt aus dem E-Commerce, bietet aber ereignisgetriebene Workflows, die auch für SaaS passen. Sie können Sequenzen durch Anmeldungen, Feature-Nutzung, Seitenbesuche, Käufe oder eigene Ereignisse starten, entweder über die JavaScript-Schnittstelle oder über Zapier. Dynamische Segmente aktualisieren sich, sobald Personen die Kriterien erfüllen oder verlassen.

Die Stufen bis 25.000 Personen nennen unbegrenzte Mail-Versände. Die Tarife der unteren Stufen enthalten bis zu 50 Workflows, was für ein frühes Startup meist reicht. Ab 45.001 Personen ist das Versandkontingent dagegen festgelegt. Der Preis steigt also bei jeder Stufe, und bei mittleren Listen ist der Sprung von 2.500 auf 2.501 Personen spürbar.

Ein dauerhafter Gratis-Plan fehlt. Wer wenige Adressen hat, nutzt die 14-Tage-Testphase ohne Kreditkarte, um Workflows mit echten Ereignissen zu prüfen. Für Startups mit eigenen Ereignissen ist Drip eine solide Option, wenn Sie den Umsatzbezug einer Sequenz im Blick behalten wollen.

Die Preisseite finden Sie unter drip.com/pricing.

Brevo

Preis: Gratis mit 300 Mails pro Tag und Speicher für bis zu 100.000 Kontakte; Starter 9 $ pro Monat ab 5.000 Mails im Monat ohne tägliches Limit; Standard 18 $ pro Monat ab 5.000 Mails; Professional 499 $ pro Monat für 150.000 bis 10 Mio. Mails.

Brevo, früher Sendinblue, rechnet nach dem monatlichen Versandvolumen und nicht nach Kontakten. Das ist für Startups mit großen, selten angeschriebenen Listen attraktiv. Der Gratis-Plan erlaubt bis zu 100.000 Kontakte bei 300 Mails pro Tag, sodass Sie Ihre Liste früh aufbauen können, ohne zu zahlen.

Die wichtigste Einschränkung betrifft den Funktionsumfang. Automatisierung, A/B-Tests und erweiterte Reports sind laut Preisseite erst im Standard-Tarif enthalten. Wer mit dem Gratis-Plan startet, hat also keine ereignisgesteuerten Workflows. Für Welcome-Serien und einfache Newsletter reicht das oft; für Billing-Mails müssen Sie prüfen, wie die Ereignisse ins Tool gelangen.

Brevo bietet auch SMS, Chat und ein Basis-CRM. Wer nur E-Mail-Automatisierung braucht, zahlt sonst für Kanäle, die er erst später nutzt.

Die Preisseite finden Sie unter brevo.com/pricing.

Mailchimp

Preis: Gratis bis 250 Kontakte und 500 Mails im Monat; Standard 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten; 2.501 bis 5.000 Kontakte 100 $ pro Monat (bis 60.000 Mails); 5.001 bis 10.000 Kontakte 135 $ pro Monat (bis 120.000 Mails). Standard-Testphase 14 Tage.

Mailchimp ist vielen Marketern vertraut und hat sich von der Newsletter-Plattform zu einem Werkzeug mit Journeys entwickelt. Vorlagen für Welcome-Serien, Warenkorb-Erinnerungen und Re-Engagement erleichtern den Start. Der Gratis-Plan mit 250 Kontakten reicht für eine frühe Beta-Phase.

Für SaaS ist die Tiefe der verhaltensbasierten Auslöser der wichtigste Nachteil. Ein Trial-Nutzer, der ein Feature nicht nutzt, lässt sich bei Customer.io genauer abbilden als in den einfacheren Journeys von Mailchimp. Wer aber nur eine Anmeldeserie und einen Monatsnewsletter braucht, gewinnt mit der gewohnten Oberfläche Zeit.

Achten Sie beim Stufenwechsel auf beide Grenzen, Kontakte und Mails. Die Stufe mit 2.501 bis 5.000 Kontakten erlaubt bis zu 60.000 Mails im Monat, die Stufe mit 5.001 bis 10.000 Kontakten bis zu 120.000. Die Preisseite finden Sie unter mailchimp.com/pricing.

HubSpot Marketing Hub

Preis: Kostenlose Marketing-Werkzeuge; Starter 7 $ pro Monat laut Preisseite; Professional 800 $ pro Monat; Enterprise 3.600 $ pro Monat. Die Gesamtkosten hängen von Plätzen und Tarif ab.

HubSpot bietet Marketing, Vertrieb und Service in einem Produkt mit gemeinsamer Kontaktdatenbank. Für ein SaaS-Startup, das früh Marketing, Vertrieb und Support zusammenführen will, ist das ein klarer Vorteil: ein Verlauf pro Kontakt und Automatisierungen, die Support- und Vertriebsdaten einbeziehen. Die kostenlosen Werkzeuge erlauben den Einstieg ohne Abo.

Die Grenze ist der Preis, sobald Sie fortgeschrittene Automatisierung brauchen. Der Professional-Tarif liegt laut Preisseite bei 800 $ pro Monat. Der Einstiegspreis Starter wirkt niedrig, deckt aber nicht den vollen Funktionsumfang ab. Rechnen Sie deshalb mit dem Gesamtpreis für Ihr Team, nicht mit dem Einstiegsbetrag.

HubSpot lohnt sich, wenn Sie eine Plattform für den gesamten Go-to-Market-Stack wollen. Wer nur Lifecycle-Mails braucht, bezahlt für eine Suite, die er nicht ausschöpft.

Die Preisseite finden Sie unter hubspot.com/pricing/marketing.

Billing-Ereignisse richtig anbinden

Der größte Unterschied zu allgemeinen Newsletter-Tools liegt in den Abrechnungsereignissen. Ein SaaS-Startup muss wissen, wann eine Zahlung fehlschlägt, wann ein Kunde kündigt und wann er den Tarif wechselt. Diese Ereignisse kommen vom Zahlungsanbieter und müssen im E-Mail-Tool als Auslöser ankommen.

Stripe erhebt laut Preisseite bei Standard-Zahlungen keine feste monatliche Plattformgebühr; die Kosten fallen pro Transaktion an. Paddle arbeitet als Merchant of Record, also als Verkäufer des Abos, und rechnet ebenfalls pro Transaktion ab. Für Ihr E-Mail-Tool zählt, dass diese Ereignisse zuverlässig eintreffen und Ihrem Kundenkonto zugeordnet werden können.

Bei fehlender nativer Verbindung bleibt der Weg über Webhooks oder über Zapier. Prüfen Sie in der Dokumentation des Anbieters, welche Zahlungsereignisse und Retry-Optionen verfügbar sind, bevor Sie sich festlegen.

Fehlt eine native Verbindung, bleibt der Weg über Webhooks oder über Zapier. Zapier bietet einen kostenlosen Plan mit 100 Tasks im Monat und zweistufigen Zaps. Der Professional-Tarif kostet laut Preisseite 19,99 $ pro Monat und bringt mehrstufige Zaps und Webhooks. Rechnen Sie die Tasks durch: Jede erfolgreiche Aktion verbraucht eine Task, und ein Zap, der bei jeder Zahlung läuft, summiert sich schnell.

Entscheidungstabelle: Wenn Sie X brauchen, wählen Sie Y

Wenn Sie ... ... wählen Sie Weil
Eine kleine Liste mit bis zu 2.500 Mails im Monat und kein Budget Brevo (Gratis-Plan) Der Gratis-Plan erlaubt 300 Mails pro Tag und speichert bis zu 100.000 Kontakte.
Mails nach Zahlungsfehlern, Plan-Wechseln und Kündigungen Customer.io oder Drip Beide arbeiten mit Ereignissen; Customer.io bietet Journeys für viele Nutzer-Events.
Viele Nutzer-Ereignisse und mehrkanalige Journeys Customer.io Der Schwerpunkt liegt auf Ereignissen und Journeys; das Startup-Programm kann die Anfangskosten senken.
Einen Vertrieb mit Deal-Pipeline neben dem Marketing ActiveCampaign oder HubSpot Marketing Hub Beide verbinden Marketing mit CRM-Daten; HubSpot deckt zusätzlich Service ab.
Eine große Liste, die Sie nur selten anschreiben Brevo Der Preis richtet sich nach dem Versandvolumen; der Gratis-Plan erlaubt bis zu 100.000 Kontakte.
Datenreiche Profile mit Käufen und Eigenschaften Klaviyo Das Datenmodell ist auf Profile ausgerichtet; der Preis steigt aber mit jedem Profil.
Eine Liste mittlerer Größe mit Ereignis-Workflows Drip Die Stufe für 1 bis 2.500 Personen kostet 39 $ pro Monat; Workflows sind mit Ereignissen über API oder Zapier verbunden.

Einrichtung und Wechsel: Checkliste

Schritt Was Sie tun Woran Sie erkennen, dass es klappt
1. Zahlen erfassen Kontakte, aktive Nutzer und Mails pro Monat notieren Sie kennen die Zahl, nach der der Tarif berechnet wird
2. Zahlungsanbieter anbinden Stripe oder Paddle mit dem E-Mail-Tool verbinden Ein Testereignis (etwa eine Testzahlung) erscheint im Tool
3. Ereignisse definieren Anmeldung, Testende, Zahlungsfehler, Plan-Wechsel, Kündigung festlegen Jedes Ereignis hat einen Namen und eine zugeordnete Mail
4. Kontakte übernehmen Liste mit Plan-Typ und Status exportieren und importieren Anzahl und Status stimmen mit dem Quellsystem überein
5. Transaktionale Mails trennen Bestätigungen und Passwort-Resets auf dem bisherigen Dienst lassen oder bewusst verlagern Keine doppelten Bestätigungen gehen an Nutzer
6. Erste Serie testen Anmeldeserie mit eigenen Testkonten durchlaufen Jede Mail kommt zur richtigen Zeit und mit korrektem Link an

So wählen Sie das passende Tool

  • Rechnen Sie mit dem Versandvolumen, nicht nur mit der Liste. Große, selten angeschriebene Listen sind bei Volumenmodellen günstiger. Kleine Listen mit täglichen Mails sind bei Kontakt- oder Profilmodellen oft günstiger.
  • Prüfen Sie, welche Ereignisse das Tool empfängt. Ohne Billing-Ereignisse fehlen die wichtigsten Mails nach Zahlungen und Kündigungen.
  • Schauen Sie auf den Gratis-Plan oder die Testphase. Eine Testphase ohne Kreditkarte hilft, den Workflow-Builder mit echten Daten zu prüfen.
  • Zahlen Sie nur für Funktionen, die Sie nutzen. CRM, SMS und Landing Pages erhöhen den Preis. Zahlen Sie dafür nur, wenn Sie sie in den nächsten Monaten einsetzen.
  • Planen Sie den Wechsel mit. Exportieren Sie Kontakte und Segmente regelmäßig, damit Sie bei einem Tarifsprung nicht neu beginnen müssen.

Wie wir Preise angeben

Jeder Betrag stammt von der öffentlichen Preisseite des Anbieters, Stand 7. Oktober 2026. Wir nennen Tarif, Betrag, Abrechnungsart und die Größe, für die der Betrag gilt. Wo eine Preisseite für eine Größe keinen festen Betrag ausweist, steht „auf Anfrage“. Preise ändern sich; maßgeblich ist jeweils die Preisseite des Anbieters.

Die Aussagen zu Funktionen beruhen auf den Angaben der Anbieter und ihrer Dokumentation. Wenn Sie einen Fehler finden, schreiben Sie uns über die Kontaktseite. Wir prüfen die Angabe anhand der aktuellen Preisseite.

Häufige Fragen

Welches Tool ist für ein SaaS-Startup mit kleinem Budget am günstigsten?

Das hängt von der Form der Liste ab. Bei einer sehr großen Liste, die selten angeschrieben wird, ist Brevo mit dem Gratis-Plan bis 100.000 Kontakte günstig, sofern Sie keine Automatisierung im kostenlosen Tarif brauchen. Für verhaltensbasierte Journeys sollten Sie Customer.io und die kostenpflichtigen Stufen vergleichen.

Wie rechne ich Kontakte gegen Versandvolumen?

Multiplizieren Sie die Zahl der Kontakte mit der Zahl der Mails, die ein Kontakt im Monat erhält. Ein Newsletter einmal im Monat ergibt bei 25.000 Kontakten 25.000 Mails. Zwei Mails pro Woche ergeben rund 200.000 Mails. Bei Volumenmodellen wie Brevo zählt die zweite Zahl, bei Kontaktmodellen wie Klaviyo, Drip oder Mailchimp die erste.

Wie prüfe ich eine Stripe-Anbindung?

Prüfen Sie, welche Stripe-Webhooks der Anbieter annimmt, wie Signaturen validiert werden und ob fehlgeschlagene Zahlungen erneut verarbeitet werden können. Testen Sie den gesamten Ablauf mit einem Testkonto, bevor echte Kunden Mails erhalten.

Brauche ich ein CRM neben der Automatisierung?

Nur, wenn Sie Verkaufschancen mit Stufen und Aufgaben verwalten. Ein reines Produkt-Abo ohne Vertrieb kommt meist ohne CRM aus. Sobald Sales-Mitarbeiter Deals bearbeiten, lohnt sich ActiveCampaign oder HubSpot Marketing Hub, weil Marketing- und Vertriebsdaten dort zusammenlaufen.

Gibt es für Customer.io einen kostenlosen Start?

Customer.io hat keinen dauerhaften Gratis-Plan. Berechtigte Frühphasen-Unternehmen mit weniger als 10 Mio. $ Finanzierung können laut Anbieter zwölf Monate über das Startup-Programm kostenlos nutzen. Ob Sie berechtigt sind, entscheidet der Anbieter. Ohne Bestätigung sollten Sie mit dem Essentials-Tarif rechnen.

Kann ich Transaktions- und Marketing-Mails trennen?

Ja. Viele Teams lassen Bestätigungen und Passwort-Resets bei einem Transaktionsdienst und nutzen für Kampagnen ein Marketing-Tool. Postmark etwa hat einen Gratis-Plan mit 100 Mails im Monat und einen Basis-Tarif ab 15 $ pro Monat für 10.000 Mails. Entscheidend ist, dass ein Nutzer nicht doppelte Bestätigungen erhält.

Wann lohnt sich Zapier als Verbindung?

Zapier lohnt sich, wenn ein Tool keine native Anbindung an Ihren Zahlungsanbieter hat. Der kostenlose Plan umfasst 100 Tasks im Monat und zweistufige Zaps. Der Professional-Tarif für 19,99 $ pro Monat bringt mehrstufige Zaps und Webhooks. Rechnen Sie vor dem Einsatz durch, wie viele Zahlungen und Ereignisse im Monat anfallen, denn jede erfolgreiche Aktion verbraucht eine Task.