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ActiveCampaign vs Mailchimp für Startups: Kosten, Gratistarif und Automatisierung im Vergleich

ActiveCampaign oder Mailchimp für Ihr Startup? Preise nach Kontaktzahl, Gratistarif, Automatisierung für Onboarding und Lifecycle-E-Mails sowie eine Entscheidungshilfe mit Umzugscheckliste.

Für die meisten Startups mit weniger als 250 Kontakten ist Mailchimp der passende Einstieg. Der Gratistarif umfasst bis zu 250 Kontakte, eine Zielgruppe und bis zu 500 Versände im Monat, und er kostet 0 $. Sobald Sie ab etwa 1.000 Kontakten Verhaltenssegmente, verzweigte Strecken und ein Standard-CRM im selben Werkzeug brauchen, ist ActiveCampaign die naheliegendere Wahl. Der Einstiegstarif Starter kostet dort 15 $ pro Monat bei 1.000 Kontakten, laut Preisseite bei Monatsabrechnung ebenso wie bei Jahresabrechnung zum gleichen Monatspreis.

Dieser Vergleich richtet sich an Gründerinnen und Gründer, Growth-Verantwortliche und kleine Teams, die ihr erstes E-Mail-Werkzeug auswählen oder ein bestehendes ersetzen wollen. Es geht um Newsletter in der Frühphase, Onboarding-Strecken für neue Konten, Erinnerungen vor dem Ende einer Testphase und die Kosten bei unterschiedlichen Listengrößen. Großunternehmen mit eigener Dateninfrastruktur stehen hier nicht im Mittelpunkt. Weitere Vergleiche für Startups finden Sie auf der Startseite.

Die entscheidende Frage ist selten der Funktionsumfang allein. Meist entscheiden drei Größen: wie viele Kontakte Sie haben, wie oft Sie tatsächlich versenden und wer die Strecken dauerhaft pflegt. Aus diesen drei Angaben ergibt sich, ob der Gratistarif reicht, ob sich eine bezahlte Staffel lohnt und ob ein Umstieg den Aufwand wert ist.

Der Vergleich auf einen Blick

Beide Anbieter verschicken Newsletter und automatisierte E-Mails, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. ActiveCampaign verbindet E-Mail-Marketing, Marketing-Automatisierung und ein Standard-CRM, und die Tarife werden mit zunehmender Segmentierung gestaffelt. Mailchimp staffelt seine Preise nach Kontaktzahl und Versandvolumen und bietet einen Gratistarif für kleine Listen. Als weitere Option nehmen wir MailerLite und Drip auf, weil beide bei bestimmten Listengrößen in die engere Auswahl kommen.

Die folgende Tabelle nennt jeweils den Einstiegspreis mit Tarif und Abrechnung, so wie er auf den öffentlichen Preisseiten steht. Wo ein Anbieter eine Größe nicht ausweist, steht das ausdrücklich dabei.

Tool Am besten für Einstiegspreis (Tarif, Abrechnung) Wichtigste Grenze
ActiveCampaign Startups, die Automatisierung, Segmentierung und ein Standard-CRM in einem Werkzeug führen wollen Starter: 15 $ pro Monat ab 1.000 Kontakten; bei Monats- und Jahresabrechnung jeweils 15 $ pro Monat Kein dauerhafter Gratistarif, nur eine Testphase; die Staffel beginnt bei 1.000 Kontakten
Mailchimp Kleine Listen und ein Einstieg ohne Budget, danach Newsletter und Kampagnen Gratistarif: 0 $ bis 250 Kontakte; Standard: 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten, monatliche Abrechnung Gratistarif mit Tageslimit von 250 Versänden; der Sprung zur nächsten Stufe ist deutlich
MailerLite Kleine Listen mit vielen Versänden und sparsamem Budget Comfort: 12 $ pro Monat bei 500 Abonnenten; 10,80 $ pro Monat bei Jahresabrechnung Das Versandvolumen richtet sich nach der Abonnentenstufe; für größere Stufen gibt es keinen festen Preis in dieser Übersicht
Drip Teams, die Strecken auf das Verhalten von Kontakten und Aktionen aufbauen 39 $ pro Monat für 1 bis 2.500 Personen, mit unbegrenzten E-Mail-Versänden Kein dauerhafter Gratistarif; die Testphase dauert 14 Tage

Auffällig ist der Unterschied im Gratisangebot. Mailchimp und MailerLite haben einen dauerhaft kostenlosen Plan, ActiveCampaign und Drip nicht. Bei ActiveCampaign wird eine Testphase angeboten, ein kostenloser Plan auf Dauer nicht. Wer also mit 150 Kontakten startet, zahlt bei ActiveCampaign von Anfang an, während Mailchimp und MailerLite kostenlos bleiben, solange die Grenzen eingehalten werden.

Was kostet das bei Ihrer Listengröße?

Bei ActiveCampaign und Mailchimp hängt der Preis von der Kontaktzahl ab, bei MailerLite von der Abonnentenstufe, bei Drip von der Zahl der aktiven Personen. Die Preisseiten nennen für manche Größen Beträge und für andere nicht. Die folgende Tabelle übernimmt nur Beträge, die dort ausgewiesen sind. Wo „Preis auf Anfrage“ steht, weist die Preisseite für diese Größe keinen festen Monatspreis aus. Dann hilft nur ein Angebot des Anbieters oder die Preisseite mit Ihrer exakten Kontaktzahl.

Kontakte ActiveCampaign Mailchimp MailerLite Drip
250 Kontakte Preis auf Anfrage; die Staffel beginnt bei 1.000 Kontakten 0 $ im Gratistarif (bis 500 Versände im Monat) 0 $ im Gratistarif (bis 250 Abonnenten, 2.500 E-Mails im Monat) Preis auf Anfrage; Testphase von 14 Tagen
500 Kontakte Preis auf Anfrage 13 $ pro Monat (Essentials, monatliche Abrechnung) oder 20 $ pro Monat (Standard, bis 6.000 E-Mails im Monat) 12 $ pro Monat (Comfort) oder 10,80 $ pro Monat bei Jahresabrechnung Preis auf Anfrage
1.000 Kontakte 15 $ (Starter), 49 $ (Plus), 79 $ (Pro) oder 145 $ (Enterprise), jeweils pro Monat Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage
2.500 Kontakte Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage 39 $ pro Monat (Stufe 1 bis 2.500 Personen, unbegrenzte E-Mails)
5.000 Kontakte Preis auf Anfrage 100 $ pro Monat (Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte, bis 60.000 E-Mails im Monat) Preis auf Anfrage 89 $ pro Monat (Stufe 4.501 bis 5.000 Personen, unbegrenzte E-Mails)
10.000 Kontakte Preis auf Anfrage 135 $ pro Monat (Stufe 5.001 bis 10.000 Kontakte, bis 120.000 E-Mails im Monat) Preis auf Anfrage 154 $ pro Monat (Stufe 9.001 bis 10.000 Personen, unbegrenzte E-Mails)

Ein Rechenbeispiel zeigt, warum der Monatspreis allein nicht reicht. Der Starter-Tarif von ActiveCampaign kostet bei 1.000 Kontakten 15 $ im Monat, also 12 × 15 = 180 $ im Jahr. Mailchimp kostet im Standard-Tarif bei 500 Kontakten 20 $ im Monat, also 12 × 20 = 240 $ im Jahr, dafür mit einem Versandkontingent von bis zu 6.000 E-Mails im Monat. Im Essentials-Tarif sind es bei 500 Kontakten 13 $ im Monat, also 12 × 13 = 156 $ im Jahr. MailerLite Comfort kostet bei Jahresabrechnung 10,80 $ im Monat, also 10,80 × 12 = 129,60 $ im Jahr.

Bei der Stufe 5.001 bis 10.000 Kontakte bei Mailchimp ergibt der Monatspreis von 135 $ im Jahr 12 × 135 = 1.620 $. Wer aus dem Gratistarif in die Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte wechselt, sollte den Sprung im Jahresbudget einplanen und nicht erst beim ersten Rechnungseingang bemerken. Dasselbe gilt für Drip: Die Stufe 9.001 bis 10.000 Personen kostet 154 $ im Monat, das sind 12 × 154 = 1.848 $ im Jahr.

Wie viele Versände fallen wirklich an?

Viele Startups rechnen nur mit der Kontaktzahl und unterschätzen den Versandrhythmus. Eine Liste mit 250 Kontakten, die zweimal im Monat einen Newsletter erhält, verursacht 250 × 2 = 500 Versände. Das liegt genau an der Grenze des Mailchimp-Gratistarifs, der 500 Versände im Monat umfasst. Schon ein zusätzlicher Versand, etwa eine Ankündigung, bringt Sie darüber hinaus. Bei MailerLite liegt der Gratistarif mit 2.500 E-Mails im Monat bei derselben Liste deutlich höher.

Umgekehrt zeigt das Beispiel einer Liste mit 3.000 Kontakten und einem Versand pro Werktag, wie schnell die Zahl wächst: 22 Werktage ergeben 22 × 3.000 = 66.000 E-Mails im Monat. Bei Mailchimp reicht dafür die Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte mit bis zu 60.000 E-Mails im Monat nicht aus. Die nächste Stufe 5.001 bis 10.000 Kontakte mit bis zu 120.000 E-Mails kostet 135 $ pro Monat. Rechnen Sie deshalb immer mit beiden Größen, Kontakten und Versänden, und prüfen Sie, welche Stufe Ihre Versandfrequenz tatsächlich abdeckt.

Auch das Tageslimit des Mailchimp-Gratistarifs von 250 Versänden pro Tag ist für einen Launch relevant. Wer eine Ankündigung an 400 Personen schickt, muss die Versände auf zwei Tage verteilen. Das ist machbar, verlangt aber eine Planung, die bei einem festen Starttermin schnell zur Hürde wird.

Ein Wort zu Drip: Die Preise dort richten sich nach aktiven Personen, der E-Mail-Versand ist in den genannten Stufen unbegrenzt. Das verschiebt die Rechnung. Wer viele Mails an eine stabile Liste schickt, zahlt bei Drip für die Kontaktzahl und nicht für die Menge der Versände. Wer dagegen viele Kontakte hat, die nur selten Mails bekommen, zahlt bei einem versandabhängigen Modell oft weniger als der Kontaktzahl entspricht.

ActiveCampaign im Detail

Was ActiveCampaign für Ihr Startup gut kann

ActiveCampaign passt zu Startups, bei denen Automatisierung im Mittelpunkt steht. Der Starter-Tarif umfasst laut Preisseite E-Mail-Marketing, Marketing-Automatisierung, ein Standard-CRM und Integrationen für Onlineshops. Für ein frühes SaaS-Produkt heißt das: Sie können Onboarding-Strecken für neue Konten aufbauen, Nutzerinnen und Nutzer je nach Verhalten einsortieren und Kontakte abhängig von ihrer Reaktion in andere Abläufe schicken. Eine gut geplante Strecke sorgt dafür, dass ein Kontakt jeden Abschnitt nur einmal im passenden Moment erreicht.

Der Vorteil für Gründerteams mit eigenem Vertrieb liegt im gemeinsamen Datenbestand. Fragt ein Interessent eine Demo an, kann der Kontakt im selben Werkzeug in einer Pipeline stehen und gleichzeitig in einer Nurturing-Strecke. Das spart den Export zwischen zwei Systemen und hält die Historie eines Kontakts an einem Ort. Die höheren Tarife erweitern die Segmentierung: Plus nennt die Standard-Segmentierung und Landingpages, Pro die fortgeschrittene Segmentierung, Enterprise die Premium-Segmentierung und eine dedizierte Kundenbetreuung.

Für Teams, die Onlineshop-Daten auswerten, ist die Integrationsbreite des Starter-Tarifs ein weiterer Pluspunkt. Die Preisseite nennt ausdrücklich Integrationen für Onlineshops. Ob Ihr konkreter Shop oder Zahlungsanbieter angebunden werden kann, ergibt sich aus der Integrationsliste des Anbieters. Schauen Sie dort vor der Entscheidung nach, denn ein Standard-CRM ersetzt keine Anbindung an Ihr Abrechnungssystem.

Wo ActiveCampaign an Grenzen stößt

Der größte Nachteil für sehr kleine Teams ist der fehlende dauerhafte Gratistarif. Die Preisseite beschreibt eine Testphase, einen kostenlosen Plan auf Dauer gibt es nicht. Danach zahlen Sie. Auch die Staffel beginnt erst bei 1.000 Kontakten. Wer mit wenigen hundert Adressen startet, findet auf der Preisseite keinen festen Monatspreis für diese Größe und muss ein Angebot einholen.

Der zweite Punkt betrifft den Aufwand. Automatisierung, Segmentierung und CRM bilden zusammen ein umfangreiches Werkzeug. Ein Team ohne feste Zuständigkeit für E-Mail-Marketing wird Mühe haben, die Strecken sauber zu pflegen. Planen Sie deshalb eine Person ein, die die Strecken dokumentiert, Bedingungen prüft und Segmente regelmäßig kontrolliert. Ohne diese Person wächst die Zahl der Strecken schneller als ihr Nutzen, und niemand weiß mehr, welche Mail ein Kontakt gerade erwartet.

Schließlich steigen die Preise mit der Kontaktzahl. Die Monatspreise der höheren Tarife liegen bei 79 $ (Pro) und 145 $ (Enterprise) pro Monat, jeweils ab 1.000 Kontakten. Wer die Segmentierung eines höheren Tarifs braucht, sollte also klären, ob die fortgeschrittene Segmentierung im Pro-Tarif tatsächlich benötigt wird oder ob der Starter-Tarif für das erste Jahr reicht.

ActiveCampaign: Preise nach Tarif

  • Starter: 15 $ pro Monat, Startpreis bei 1.000 Kontakten, E-Mail-Marketing, Marketing-Automatisierung und Standard-CRM
  • Plus: 49 $ pro Monat, Startpreis bei 1.000 Kontakten, mit Standard-Segmentierung und Landingpages
  • Pro: 79 $ pro Monat, Startpreis bei 1.000 Kontakten, mit fortgeschrittener Segmentierung
  • Enterprise: 145 $ pro Monat, Startpreis bei 1.000 Kontakten, mit Premium-Segmentierung und dedizierter Kundenbetreuung

Die Angaben stammen von der Preisseite von ActiveCampaign. Sinnvoll ist der Blick auf die Staffel für Ihre Liste in einem Jahr und nicht nur auf die heutige Größe.

Mailchimp im Detail

Was Mailchimp für Ihr Startup gut kann

Mailchimp ist der einfachste Einstieg. Der Gratistarif umfasst bis zu 250 Kontakte und eine Zielgruppe, dazu bis zu 500 Versände im Monat, höchstens 250 pro Tag. Das reicht für ein frühes Beta-Programm, eine Warteliste oder einen Gründer-Newsletter an die ersten Kundinnen und Kunden. Für ein Team ohne Erfahrung mit E-Mail-Werkzeugen ist der Start mit einer kleinen Liste überschaubar.

Im bezahlten Bereich staffelt Mailchimp nach Kontaktzahl. Essentials kostet bei 500 Kontakten 13 $ pro Monat mit monatlicher Abrechnung. Standard kostet bei 500 Kontakten 20 $ pro Monat und umfasst bis zu 6.000 E-Mails im Monat. Mit steigender Kontaktzahl wachsen auch die Versandkontingente, etwa bis 60.000 E-Mails im Monat in der Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte oder bis 120.000 E-Mails in der Stufe 5.001 bis 10.000 Kontakte. Wer hauptsächlich Newsletter verschickt, kann mit diesen Beträgen gut kalkulieren.

Die Preisseite nennt außerdem eine 14-tägige Testphase für den Standard-Tarif. Nutzen Sie sie, um Listenimporte und Vorlagen zu erproben, bevor Sie sich für eine bezahlte Stufe festlegen.

Wo Mailchimp an Grenzen stößt

Die Stärke des Tools ist für Lifecycle-Arbeit zugleich eine Grenze. Mailchimp ist auf Kampagnen und Kontaktlisten ausgerichtet. Wenn Sie Strecken brauchen, die auf Testphasen, Tarifwechsel, Vertriebsstände oder das Verhalten in der App reagieren, müssen Sie mehr Logik selbst planen. Die Preisseite beschreibt die Stufen nach Kontakten und Versandvolumen, macht aber keine Angaben zur Tiefe der Automatisierung. Diese Frage klären Sie am besten mit einer eigenen Testströmung, bevor Sie sich festlegen.

Der Gratistarif hat außerdem das Tageslimit von 250 Versänden. Bei einem Launch mit einer größeren Liste kann das zum Engpass werden, weil Sie den Versand über mehrere Tage verteilen müssen. Hinzu kommt der Sprung zwischen den Stufen. Von 500 Kontakten im Standard-Tarif mit 20 $ im Monat geht es zur Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte mit 100 $ im Monat. Im Jahr sind das 12 × 100 = 1.200 $ für diese Stufe, gegenüber 240 $ im Standard-Tarif bei 500 Kontakten.

Mailchimp: Preise nach Stufe

  • Gratistarif: 0 $, bis 250 Kontakte, 1 Zielgruppe, bis 500 Versände im Monat und höchstens 250 pro Tag
  • Essentials: 13 $ pro Monat bei 500 Kontakten, monatliche Abrechnung
  • Standard: 20 $ pro Monat bei 500 Kontakten, bis 6.000 E-Mails im Monat
  • Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte: 100 $ pro Monat, bis 60.000 E-Mails im Monat
  • Stufe 5.001 bis 10.000 Kontakte: 135 $ pro Monat, bis 120.000 E-Mails im Monat
  • Stufe 10.001 bis 15.000 Kontakte: 230 $ pro Monat, bis 180.000 E-Mails im Monat

Die Angaben stammen von der Preisseite von Mailchimp. Für Zwischenstufen, etwa 1.000 oder 1.500 Kontakte, weist die Preisseite keinen eigenen Monatspreis aus. Wählen Sie dort die Stufe, die Ihrer Kontaktzahl entspricht.

MailerLite und Drip als Alternativen

MailerLite

MailerLite kommt in Betracht, wenn Sie eine kleine Liste mit vielen Versänden haben und den Monatspreis niedrig halten wollen. Der Gratistarif umfasst bis zu 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat. Der Tarif Comfort kostet bei 500 Abonnenten 12 $ im Monat oder 10,80 $ im Monat bei Jahresabrechnung. Das monatliche Versandvolumen richtet sich bei MailerLite nach der Abonnentenstufe, bei Comfort liegt es laut Preisseite beim Zehnfachen der Stufenobergrenze. Der Tarif Power kostet 25 $ im Monat, bei Jahresabrechnung 22,50 $ im Monat, und umfasst unbegrenzte monatliche E-Mails. Die Staffel für Ihre Größe finden Sie auf der Preisseite von MailerLite.

Der Nachteil liegt im Umfang. Für komplexe Verzweigungen mit mehreren Bedingungen und einem integrierten CRM ist MailerLite weniger ausgelegt als ActiveCampaign. Wenn Ihre Strecken einfach bleiben und der Versandrhythmus hoch ist, passt das Werkzeug aber gut.

Drip

Drip ist für Teams gedacht, die das Verhalten von Kontakten auswerten und daraus Strecken ableiten. Einen dauerhaften Gratistarif gibt es nicht. Die Testphase dauert 14 Tage und verlangt keine Kreditkarte. Für 1 bis 2.500 Personen nennt die Preisseite 39 $ im Monat, für 2.501 bis 3.000 Personen 49 $ im Monat, jeweils mit unbegrenzten E-Mail-Versänden. Bei 4.501 bis 5.000 Personen liegt der Monatspreis bei 89 $. Die vollständige Staffel finden Sie auf der Preisseite von Drip.

Drip lohnt sich, wenn Ihre Strecken stark auf Aktionen in der Anwendung reagieren sollen und Sie ohne Gratistarif leben können. Für reine Newsletter ist es in der Regel zu viel Werkzeug.

Wie Sie wählen

Die Entscheidung hängt weniger an der Länge der Funktionsliste als an drei Fragen: Wie groß ist Ihre Liste heute und in einem Jahr? Welche Strecken brauchen Sie in den ersten sechs Monaten? Und wer betreut die Strecken im Alltag? Die folgende Tabelle fasst die häufigsten Situationen zusammen.

Wenn Sie ... wählen Sie ... weil ...
weniger als 250 Kontakte haben und kein Budget Mailchimp (Gratistarif) Der Gratistarif umfasst bis zu 250 Kontakte, eine Zielgruppe und 500 Versände im Monat.
Strecken mit Verzweigungen und Segmenten nach Verhalten brauchen ActiveCampaign Die Preisseite beschreibt Automatisierung und Segmentierung als Bestandteile der Tarife, fortgeschrittene Segmentierung ab Pro.
Vertrieb und Marketing im selben Datenbestand führen wollen ActiveCampaign Der Starter-Tarif enthält laut Preisseite ein Standard-CRM.
einfache Newsletter an 500 bis 5.000 Kontakte senden Mailchimp Essentials oder Standard, alternativ MailerLite Comfort Für diese Größen sind Monatspreise auf den Preisseiten ausgewiesen, bei Mailchimp und MailerLite zumindest für die Einstiegsstufen.
viele Versände bei kleiner Liste planen MailerLite Der Gratistarif umfasst 2.500 E-Mails im Monat bei bis zu 250 Abonnenten.
Strecken auf Aktionen in der Anwendung aufbauen Drip oder ActiveCampaign, nach Prüfung der Integrationen Welche Ereignisse ein Werkzeug empfangen kann, steht in der Dokumentation des Anbieters und nicht in den Preisangaben.

Wenn Sie zwischen den beiden Hauptwerkzeugen schwanken, hilft eine einfache Probe. Bauen Sie die wichtigste Strecke Ihres Startups, etwa die Begrüßung nach der Anmeldung, in beiden Tools nach. Das zeigt schnell, ob Sie für Verzweigungen zusätzliche Umwege brauchen. Wenn Sie nur Newsletter senden, zahlen Sie bei ActiveCampaign für Funktionen, die Sie nicht nutzen. Wenn Ihre Strecken dagegen über mehrere Bedingungen laufen, wird Mailchimp schnell eng.

Achten Sie außerdem darauf, wer das Werkzeug im Alltag bedient. Eine Person, die nebenher Marketing macht, braucht eine übersichtliche Oberfläche und wenige Stellen, an denen Fehler entstehen können. Ein Team mit fester Marketingrolle kann dagegen mehr Komplexität tragen. Die Wahl sollte zu dieser Realität passen und nicht zu einem Idealbild.

Ein dritter Maßstab ist die Entwicklung Ihrer Liste. Wer in einigen Monaten mit 1.000 Kontakten rechnet, sollte die Staffel ab 1.000 Kontakten bei ActiveCampaign schon jetzt einplanen. Wer dagegen erst 200 Kontakte hat und langsam wächst, fährt mit Mailchimp oder MailerLite im Gratistarif meist günstiger, bis die Liste die Grenze erreicht.

Einrichtung und Umzug

Ein Wechsel zwischen den Tools kostet vor allem Zeit für die Übernahme der Daten und das Neubauen der Strecken. Die folgende Checkliste gilt für den Erstaufbau ebenso wie für einen Umzug von Mailchimp zu ActiveCampaign oder umgekehrt.

Schritt Was zu tun ist Worauf Sie achten sollten
1. Bestand sichten Kontakte, Abmeldungen und Herkunft exportieren Nur Kontakte mit nachweisbarer Einwilligung übernehmen und Abgemeldete nicht neu importieren
2. Felder abbilden Plan, Rolle und Ende der Testphase als eigene Felder anlegen Feldnamen in beiden Systemen gleich schreiben, sonst laufen Segmente ins Leere
3. Absender einrichten Versanddomain und Absenderauthentifizierung im neuen Werkzeug einrichten Vor dem ersten größeren Versand erledigen, nicht während eines Launches
4. Strecken neu bauen Onboarding, Erinnerung vor dem Ende der Testphase und Hinweis auf eine Stufenänderung Jede Strecke mit einer internen Testadresse durchlaufen lassen
5. Testlauf Links, Abmeldelink und Darstellung auf Handy und Desktop kontrollieren Testversand an interne Adressen, bevor echte Kontakte angeschrieben werden
6. Altes Werkzeug abschalten Alte Kampagnen und Strecken im bisherigen Tool stoppen Doppelte Versände vermeiden, sonst erhalten Kontakte dieselbe Mail zweimal am selben Tag

Planen Sie den Umzug nicht in der Woche eines Launches. Ein sinnvoller Rahmen sind mehrere Wochen mit einer verantwortlichen Person, die jede Strecke dokumentiert. Das alte Werkzeug bleibt in dieser Zeit aktiv, bis die neuen Strecken im Testlauf sauber funktionieren. Wer die Umstellung zu früh abschließt, verliert Kontakte in der Übergangsphase.

Auch nach dem Umzug lohnt eine Kontrolle nach einigen Wochen. Prüfen Sie Zustellung, Abmeldungen und die Zahl der Kontakte pro Segment. Wenn ein Segment deutlich schrumpft oder wächst, liegt der Fehler oft in der Feldzuordnung und nicht in der Kampagne selbst.

Preisstand und Quellen

Die Preise in diesem Artikel stammen von den öffentlichen Preisseiten der genannten Anbieter, Stand 7. Oktober 2026. Steuern, Währungsumrechnungen und Sonderkonditionen sind nicht berücksichtigt. Wo ein Anbieter für eine Größe keinen festen Preis ausweist, steht dies in der Tabelle als „Preis auf Anfrage“. Eine Schätzung nehmen wir nicht vor. Preisseiten ändern sich, deshalb gilt vor einer Vertragsentscheidung immer der Stand auf der jeweiligen Seite des Anbieters.

Wie wir Vergleiche erstellen und wie Sie einen Fehler melden, beschreiben wir auf der Seite zur Bewertungsmethode. Wer Korrekturen zu Preisen oder Funktionen mitteilen möchte, kann sich dort an die Redaktion wenden.

Häufige Fragen

Ist Mailchimp für ein Startup mit 200 Kontakten kostenlos?

Ja, im Gratistarif bis 250 Kontakte. Er umfasst eine Zielgruppe, 500 Versände im Monat und höchstens 250 Versände pro Tag. Für ein Beta-Programm oder eine Warteliste reicht das in der Regel. Bei einem Launch mit mehreren Versandtagen kann das Tageslimit allerdings zum Engpass werden.

Hat ActiveCampaign einen Gratistarif?

Nein. Die Preisseite beschreibt eine Testphase, aber keinen dauerhaften kostenlosen Plan. Die Staffel beginnt bei 1.000 Kontakten mit dem Tarif Starter für 15 $ im Monat.

Was kostet ActiveCampaign bei 500 Kontakten?

Auf der Preisseite ist für 500 Kontakte kein fester Monatspreis ausgewiesen, weil die Staffel bei 1.000 Kontakten beginnt. Für eine verbindliche Zahl brauchen Sie ein Angebot des Anbieters.

Wann lohnt sich der Umstieg von Mailchimp zu ActiveCampaign?

Der Umstieg lohnt sich, wenn Sie Strecken brauchen, die auf Verhalten in der Anwendung oder auf Ereignisse im Vertrieb reagieren, und wenn eine Person die Automatisierung dauerhaft betreut. Wenn Ihre E-Mails überwiegend Newsletter sind, bringt der Wechsel kaum Vorteile und kostet Zeit.

Kann ich Zahlungsereignisse aus meinem Zahlungsanbieter in diesen Tools nutzen?

Das hängt von den Integrationen ab, die der jeweilige Anbieter unterstützt. Schauen Sie in der Dokumentation nach, ob Ihr Zahlungsanbieter als Auslöser angebunden ist und welche Ereignisse übertragen werden. Die Preisangaben in diesem Artikel enthalten dazu keine Aussage.

Wie oft sollte ich die Preisstaffel im Blick behalten?

Vor jeder Vertragsentscheidung und mindestens einmal im Jahr. Die Staffeln steigen mit der Kontaktzahl, und Ihre Liste wächst oft schneller als geplant. Die Preisseiten von ActiveCampaign, Mailchimp und MailerLite zeigen die aktuellen Stufen.

Ist MailerLite bei 500 Kontakten günstiger als Mailchimp?

Im Vergleich der Monatspreise ja. MailerLite Comfort kostet bei 500 Abonnenten 12 $ im Monat, bei Jahresabrechnung 10,80 $. Mailchimp Essentials kostet bei 500 Kontakten 13 $ im Monat, Mailchimp Standard 20 $. Entscheidend bleibt, ob die Funktionen und Versandkontingente zu Ihrem Vorhaben passen.

Hat Drip einen kostenlosen Plan?

Nein. Drip bietet eine Testphase von 14 Tagen ohne Kreditkarte, aber keinen dauerhaften Gratistarif. Für 1 bis 2.500 Personen nennt die Preisseite 39 $ im Monat.