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Brevo vs Mailchimp für Startups: Kosten und Funktionen im Vergleich

Brevo oder Mailchimp? Dieser Vergleich zeigt Preise nach Listengröße, Automatisierung, Zustellbarkeit und die passende Wahl für ein Startup.

Das kurze Urteil

Für die meisten Startups ist Brevo der bessere Einstieg, wenn die Kontaktliste schnell wächst, aber nicht jeden Monat an alle Kontakte gesendet wird. Brevo nennt für den Starter-Tarif 9 $ monatlich; die Stufe beginnt bei 5.000 E-Mails pro Monat und berechnet nach Versandvolumen. Mailchimp berechnet im Standard-Tarif 20 $ monatlich für 500 Kontakte. Mailchimp kann trotzdem passen, wenn eine vertraute Oberfläche, ein bestimmtes Integrationsverzeichnis oder die bereits vorhandene Team-Erfahrung wichtiger sind als der Preis.

Die beiden Dienste lösen ähnliche Aufgaben, rechnen aber unterschiedlich ab. Brevo kombiniert Marketing-E-Mail mit SMS, WhatsApp, CRM und transaktionalem Versand. Mailchimp konzentriert sich auf Zielgruppen, Kampagnen und Customer Journeys. Für ein SaaS-Produkt sollten Konto- und Rechnungsnachrichten zusätzlich in einem transaktionalen System geplant werden.

Vergleich auf einen Blick

ToolGeeignet fürStartpreis und AbrechnungWichtige Grenze
BrevoStartups mit wechselndem Versandvolumen und mehreren KanälenFree: 0 $, 300 E-Mails täglich. Starter: Brevo nennt 9 $ monatlich ab 5.000 E-MailsFree begrenzt den Tagesversand; Automatisierung ist auf 2.000 Kontakte begrenzt
MailchimpTeams, die viele Standard-Integrationen und eine bekannte Kampagnenoberfläche brauchenFree: 0 $ bis 250 Kontakte und 500 Sendungen. Standard: Mailchimp berechnet 20 $ monatlich bei 500 KontaktenDie Rechnung steigt mit der Kontaktzahl, auch wenn ein Teil der Liste selten angeschrieben wird

Preise nach Listengröße

Die folgenden Werte verwenden die öffentlich ausgewiesenen Monatsbeträge der Anbieter. Bei Brevo ist die gewählte E-Mail-Menge der entscheidende Parameter; die Kontaktzahl allein reicht deshalb nicht für eine exakte Rechnung. Bei Mailchimp ist die Kontaktstufe maßgeblich. Angebote für die ersten zwölf Monate sind nicht als regulärer Tarif eingerechnet.

SituationBrevoMailchimp
Bis 250 Kontakte, wenige UpdatesFree: 0 $; 300 E-Mails pro Tag, bis zu 100.000 Kontakte gespeichertFree: 0 $; bis zu 250 Kontakte und 500 Sendungen monatlich, maximal 250 pro Tag
500 Kontakte, etwa 5.000 E-MailsBrevo nennt Starter mit 9 $ monatlich ab 5.000 E-MailsMailchimp berechnet Essentials 13 $ monatlich oder Standard 20 $ monatlich bei 500 Kontakten
2.501 bis 5.000 KontaktePreis auf Anfrage; die verwendeten Brevo-Angaben weisen für diese Kontaktzahl keinen festen Betrag ausMailchimp berechnet im Standard-Tarif 100 $ monatlich; die Stufe umfasst bis zu 60.000 E-Mails
5.001 bis 10.000 KontaktePreis auf Anfrage; der Betrag hängt von der E-Mail-Menge abMailchimp berechnet im Standard-Tarif 135 $ monatlich; die Stufe umfasst bis zu 120.000 E-Mails
10.001 bis 15.000 KontaktePreis auf AnfrageMailchimp berechnet im Standard-Tarif 230 $ monatlich; die Stufe umfasst bis zu 180.000 E-Mails

Bei 500 Kontakten bleibt Brevo Starter in der niedrigsten bezahlten Stufe, während Mailchimp zwischen Essentials und Standard unterscheidet. Diese Rechnung vergleicht nur den Tarif. Wer bei Brevo Automatisierung oder A/B-Tests braucht, sollte den Standard-Tarif einplanen: Brevo nennt dafür 18 $ monatlich. Wer bei Mailchimp mehr Kontakte speichert, rutscht in die nächste veröffentlichte Stufe, auch wenn die monatliche Versandmenge gleich bleibt.

Brevo nennt außerdem 499 $ monatlich für Professional bei 150.000 bis 10 Millionen E-Mails. Das ist eine Enterprise-nahe Größenordnung und für ein frühes Startup selten der sinnvolle nächste Schritt. Für Mailchimp sind in den verwendeten Preisangaben für manche Essentials- und Standard-Stufen keine Beträge veröffentlicht; dort ist der Preis auf Anfrage die belastbare Angabe.

Brevo: Stärken und Grenzen

Brevos Preismodell folgt dem Versand. Ein Startup kann deshalb eine große, noch wenig aktive Liste aufbauen, ohne sofort für jeden gespeicherten Kontakt zu zahlen. Der kostenlose Tarif erlaubt bis zu 100.000 gespeicherte Kontakte, begrenzt den Versand aber auf 300 E-Mails pro Tag. Für einen kleinen Willkommensfluss oder einen wöchentlichen Newsletter kann das genügen; ein einmaliger Launch an mehrere tausend Empfänger passt nicht in dieses Tageslimit.

Die Plattform bündelt Marketing-Kampagnen, SMS, WhatsApp, Chat, CRM und transaktionale E-Mail. Das reduziert die Zahl der Konten, die ein kleines Team verwalten muss. Die konkreten Freischaltungen hängen vom Tarif ab: Brevo nennt Automatisierung, A/B-Tests und erweiterte Berichte im Standard-Tarif für 18 $ monatlich. Im Free-Tarif gilt zusätzlich eine Grenze von 2.000 Kontakten in Marketing-Automationen.

Ein weiterer Punkt ist die Kontaktlogik der kleinen Starter-Stufen. Brevo nennt bei 5.000 E-Mails bis zu 500 Kontakte, bei 10.000 E-Mails bis zu 1.500 und bei 15.000 E-Mails bis zu 2.500; bei höheren Volumen steigen die ausgewiesenen Kontaktgrenzen. Wer selten sendet, sollte die geplante Monatsmenge trotzdem realistisch schätzen. Ein Überschreiten einer kleinen Stufe kann laut Anbieter automatisch zum nächsten Tarif führen.

Für Datenschutzfragen veröffentlicht Brevo eine Datenschutzrichtlinie und eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung. Die Unterlagen weisen darauf hin, dass Datenübermittlungen außerhalb des EWR möglich sind. Prüfen Sie deshalb vor dem Import, welche DPA- und Subunternehmer-Regeln zu Ihrem Unternehmen passen. Die Brevo-Preisseite zeigt Tarife, Versandstufen und die jährliche Ansicht.

Mailchimp: Stärken und Grenzen

Mailchimp ist für Teams attraktiv, die bereits mit der Marke gearbeitet haben oder eine große Auswahl an Verbindungen benötigen. Die veröffentlichten Integrationen umfassen unter anderem Shopify, WooCommerce, Canva, Zapier, Salesforce, WordPress, Wix und Square. Diese Breite kann eine Migration sparen, wenn Ihr Shop oder CRM bereits auf Mailchimp ausgerichtet ist.

Der kostenlose Tarif ist für eine Vorbereitungsphase brauchbar: Mailchimp nennt bis zu 250 Kontakte, eine Zielgruppe und 500 Sendungen pro Monat, davon höchstens 250 an einem Tag. Die Grenze ist schnell erreicht, sobald ein Prelaunch-Formular regelmäßig neue Anmeldungen bringt. Dann beginnt die kontaktbasierte Rechnung. Mailchimp berechnet Essentials bei 500 Kontakten 13 $ monatlich; Standard kostet an derselben Kontaktstufe 20 $ monatlich.

Standard erweitert den Automatisierungsbereich. Ein bezahlter Tarif kann den Event-API-Auslöser verwenden; Standard erlaubt mehrstufige Abläufe mit bis zu 200 Schritten und bis zu drei Auslösern. Ereignisdaten bleiben im Free- und Essentials-Tarif bis zu 30 Tage für Segmentierung nutzbar, im Standard-Tarif drei Monate. Diese Fristen sind relevant, wenn ein Startup Verhalten aus Produkt, Shop und Newsletter gemeinsam auswerten möchte.

Der Nachteil bleibt die Kostenkurve. Mailchimp berechnet 100 $ monatlich für 2.501 bis 5.000 Kontakte und 135 $ für 5.001 bis 10.000. Das Budget steigt also auch dann, wenn Sie nur einen monatlichen Versand planen. Transaktionale Produktnachrichten sind nicht Teil dieser Marketingtarife; für diesen Zweck braucht Mailchimp ein separates Produkt. Mailchimp veröffentlicht außerdem eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung. Details zu Kontaktstufen und Sendelimits stehen auf der Mailchimp-Preisseite.

Automatisierung und Zustellbarkeit

Beide Plattformen können Anmeldungen, Tags und Verhalten als Auslöser für Serien nutzen. Bei Brevo ist entscheidend, ob die Automation unter die kostenlose Grenze von 2.000 Kontakten fällt oder der Standard-Tarif nötig wird. Bei Mailchimp sollten Sie die Zahl der Schritte, Auslöser und die Aufbewahrungsdauer der Ereignisse mit Ihrem Ablauf abgleichen. Ein kurzer Onboarding-Fluss braucht weniger Planung als eine lange Reaktivierungskette mit vielen Verzweigungen.

Keiner der beiden Anbieter kann eine gute Zustellbarkeit allein garantieren. Die praktische Grundlage liegt bei Ihnen: eine bestätigte Einwilligung, saubere Abmeldewege, eine eigene Versanddomain sowie SPF-, DKIM- und gegebenenfalls DMARC-Einträge. Entfernen Sie harte Bounces, starten Sie neue Domains mit moderatem Volumen und trennen Sie Produktmails von Werbekampagnen. Brevo und Mailchimp liefern Werkzeuge für Segmente und Abmeldungen; die Reputation entsteht durch Ihre Listenpflege und Ihr Versandverhalten.

Wer sollte welches Tool wählen?

Ihre SituationPassende WahlGrund
Viele Kontakte, aber nur gelegentliche KampagnenBrevoBrevo rechnet nach gesendeten E-Mails statt nach gespeicherten Kontakten
SMS, CRM und transaktionaler Versand in einem KontoBrevoDiese Kanäle gehören zum beschriebenen Plattformumfang
Shop oder CRM mit bestehender Mailchimp-VerbindungMailchimpEine vorhandene Integration kann Umzugsaufwand vermeiden
Komplexe Ereignisstrecken mit langen SegmentfensternMailchimp StandardStandard nennt bis zu 200 Schritte und drei Monate Ereignisdaten
Sehr kleines Prelaunch-ProjektBeide Free-Tarife prüfenBrevo erlaubt mehr Kontakte, Mailchimp eine einfache kleine Zielgruppe; die Versandgrenzen unterscheiden sich
Passwort-Reset, Rechnung oder ProduktstatusKeines alleinDiese Nachrichten brauchen einen transaktionalen Versand mit Produktereignissen

So treffen Sie die Entscheidung

Schätzen Sie zuerst Kontakte und monatliche Sendungen getrennt. Rechnen Sie bei einer wöchentlichen Kampagne an 5.000 Personen mit ungefähr 20.000 Sendungen im Monat und prüfen Sie bei Brevo die passende Versandstufe. Bei Mailchimp wählen Sie die Kontaktstufe, selbst wenn Sie nur eine Kampagne versenden. Legen Sie danach fest, ob SMS, CRM, Ereignis-API oder transaktionale E-Mails im selben System liegen sollen.

Planen Sie einen kleinen Test mit einer Einwilligungsquelle, einer Willkommensserie und einer klaren Abmeldeaktion. Prüfen Sie vor dem Import die Domain-Einstellungen, die DPA und den Export Ihrer Kontakte. Wechseln Sie nicht nur wegen eines niedrigeren Einstiegspreises, wenn dadurch ein zweites System für genau die Funktion nötig wird, die Ihr Team täglich braucht.

Für SaaS-Startups

Brevo kann Marketing- und Produktnachrichten in einem Konto bündeln, während Mailchimp stärker auf Zielgruppen und Kampagnen ausgerichtet ist. Für Abrechnungssignale und Lifecycle-E-Mails ist ein spezialisierter Dienst oft übersichtlicher. Sequenzy nennt 19 $ monatlich für 15.000 versendete E-Mails und richtet die Preislogik auf gesendete Nachrichten bei unbegrenzten Kontakten aus. Das ist eine neutrale Alternative für diesen engeren Anwendungsfall, kein Ersatz für einen öffentlichen Newsletter.

Häufige Fragen

Ist Brevo für ein Startup günstiger als Mailchimp?

Bei 500 Kontakten nennt Brevo Starter mit 9 $ monatlich, während Mailchimp Essentials 13 $ und Standard 20 $ monatlich kosten. Der Vorteil hängt vom Versandvolumen ab: Brevo wird teurer, wenn die gewählte E-Mail-Stufe steigt; Mailchimp wird teurer, wenn mehr Kontakte gespeichert werden.

Was ist bei 2.500 Kontakten zu erwarten?

Für Brevo ist in den verwendeten Preisangaben kein fester Kontaktpreis ausgewiesen; der Betrag hängt von der E-Mail-Menge ab. Mailchimp veröffentlicht eine Standard-Stufe für 2.501 bis 5.000 Kontakte mit 100 $ monatlich. Für exakt 2.500 Kontakte sollten Sie den passenden Eintrag auf der Anbieter-Seite verwenden, statt eine Zwischenstufe zu schätzen.

Welcher Dienst bietet die bessere Automatisierung?

Das hängt vom Ablauf ab. Brevo nennt Automatisierung und A/B-Tests im Standard-Tarif für 18 $ monatlich, mit einer Grenze von 2.000 Automationskontakten im kostenlosen Tarif. Mailchimp Standard nennt bis zu 200 Schritte, drei Auslöser und drei Monate Ereignisdaten. Für einen einfachen Willkommensfluss reichen beide; für produktbezogene Ereignisse sollten Sie die konkreten Trigger prüfen.

Verbessert einer der Anbieter automatisch die Zustellbarkeit?

Nein. Beide stellen Versand- und Listenfunktionen bereit, aber Einwilligung, Domain-Authentifizierung, Segmentierung und der Umgang mit Bounces liegen beim Absender. Starten Sie mit kleinen Volumen, entfernen Sie ungültige Adressen und beobachten Sie Abmeldungen.

Kann ich Mailchimp für Passwort-Reset-Mails nutzen?

Die Marketingtarife sind dafür nicht gedacht. Passwort-Resets, Rechnungen und Statusmeldungen sollten aus Ihrem Produkt oder einem transaktionalen Versand kommen. Mailchimp führt transaktionale E-Mail als separates Produkt; Brevo nennt transaktionale E-Mail als Teil seines Plattformangebots.

Wann ist Mailchimp trotz des höheren Preises sinnvoll?

Wenn Ihre wichtigsten Werkzeuge bereits eine Mailchimp-Integration haben, das Team die Oberfläche kennt oder Sie die veröffentlichten Ereignis- und Segmentfunktionen benötigen. Der eingesparte Migrationsaufwand kann den Tarifunterschied rechtfertigen. Vergleichen Sie dafür die jährliche Rechnung mit den Kosten zusätzlicher Verbindungen.