Vergleich · · Aktualisiert: 7. Oktober 2026

GetResponse vs Mailchimp für Startups: Preise, Webinare und Tarife im Vergleich

GetResponse oder Mailchimp für Ihr Startup? Vergleich nach Listengröße mit Tarifen, Preisen ab 0 $, Webinar-Funktionen, Automatisierung und Wechsel-Checkliste.

Die kurze Antwort

Für ein Startup, das E-Mail als Hauptkanal nutzt und keine Webinare plant, ist Mailchimp die günstigere Wahl: Der Essentials-Tarif für 500 Kontakte kostet 13 $ im Monat bei monatlicher Abrechnung, während GetResponse im Starter-Tarif ab 19 $ im Monat beginnt. Wer Webinare fest in die Kundengewinnung einplant, sollte dagegen GetResponse prüfen, weil Webinar-Hosting dort im Creator-Tarif für 69 $ im Monat enthalten ist. Mailchimp bietet keine Webinare.

Beide Anbieter sind für Startups mit reinem E-Mail-Marketing brauchbar. Der Unterschied liegt weniger in den Grundfunktionen als im Kostenverlauf, wenn die Liste wächst, und darin, ob Sie zusätzliche Werkzeuge wie Webinar-Software oder Verkaufsseiten brauchen. Dieser Vergleich zeigt Ihnen, wo die Kosten je nach Kontaktzahl steigen, und hilft bei der Entscheidung.

Vergleich auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen. Preise sind Stand 7. Oktober 2026 und stammen von den Preisseiten der Anbieter. Bitte prüfen Sie vor dem Abschluss die aktuellen Konditionen, denn Anbieter ändern Preise und Limits regelmäßig.

Merkmal GetResponse Mailchimp
Am besten für Startups mit Webinaren und Verkaufstrichtern Startups mit reinem E-Mail-Versand und kleiner Liste
Einstiegspreis 19 $/Monat (Starter), bei Jahresabrechnung 15,58 $/Monat 13 $/Monat (Essentials, 500 Kontakte, monatliche Abrechnung)
Kostenloser Tarif Kein dauerhaft kostenloser Tarif Ja, bis 250 Kontakte und 500 Versände pro Monat
Testphase Kostenlose Testphase für bezahlte Tarife 14 Tage im Standard-Tarif
Webinare Ja, im Creator-Tarif (69 $/Monat) Nein, auf der Preisseite nicht aufgeführt
Automatisierung Starter mit 1 Workflow, Marketer mit unbegrenzten Workflows Grundlegende Automatisierung
Verkaufstrichter und Warenkorb-Erinnerungen Ab dem Marketer-Tarif (59 $/Monat) Nicht Teil des Funktionsumfangs auf der Preisseite
Hauptschwäche Preis steigt mit der Liste, Webinare erst ab höheren Tarifen Keine Webinare, Automatisierung eher einfach

Was kostet es bei Ihrer Listengröße?

Die Kosten hängen bei beiden Anbietern von der Anzahl der Kontakte ab. Mailchimp staffelt nach Kontakten und legt zugleich ein monatliches Versandlimit fest. GetResponse rechnet nach Listengröße, und die Preisseite nennt für einzelne Stufen keinen festen Betrag. Für diese Stufen führen wir die Preise als „auf Anfrage“ auf, statt eine Zahl zu schätzen.

Kontakte Mailchimp (Tarif, Preis, Versandlimit) GetResponse (Tarif, Preis)
Bis 250 Free: 0 $, bis 500 Versände pro Monat, höchstens 250 pro Tag Kein dauerhaft kostenloser Tarif, nur Testphase
500 Essentials: 13 $/Monat (monatlich). Standard: 20 $/Monat, bis 6.000 Versände Starter: ab 19 $/Monat, bei Jahresabrechnung 15,58 $/Monat
1.500 Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage
2.501 bis 5.000 100 $/Monat, bis 60.000 E-Mails pro Monat Preis auf Anfrage
5.001 bis 10.000 135 $/Monat, bis 120.000 E-Mails pro Monat Preis auf Anfrage
10.001 bis 15.000 230 $/Monat, bis 180.000 E-Mails pro Monat Preis auf Anfrage

Zwei Rechenbeispiele zeigen, was die Angaben im Jahr bedeuten. Bei Mailchimp Essentials mit 500 Kontakten sind es 12 × 13 $ = 156 $ im Jahr, im Standard-Tarif 12 × 20 $ = 240 $. Bei GetResponse Starter mit Jahresabrechnung sind es 12 × 15,58 $ = 186,96 $ im Jahr, bei monatlicher Zahlung 12 × 19 $ = 228 $. Beachten Sie, dass Mailchimp-Preise für 500 Kontakte monatlich abgerechnet werden, während die Jahresoption bei Essentials auf der Preisseite nicht gesondert ausgewiesen ist.

Wichtig ist außerdem der Sprung zwischen den Stufen. Mailchimp steigt vom Essentials-Tarif für 500 Kontakte bis zu 100 $ im Monat für 2.501 bis 5.000 Kontakte. Ein Startup, das in einem Jahr von 500 auf 3.000 Kontakte wächst, sollte deshalb nicht nur den heutigen Preis, sondern auch die nächste Stufe einplanen. Bei GetResponse hängt der Preis ebenfalls von der Listengröße ab; konkrete Beträge für größere Listen finden Sie auf der Preisseite des Anbieters.

GetResponse im Detail

Was GetResponse für Startups gut kann

GetResponse ist vor allem dann stark, wenn E-Mail-Marketing nicht allein steht. Der Anbieter bündelt E-Mail, Landing Pages, Anmeldeformulare, Automatisierung, Webinare und Verkaufstrichter. Für ein Startup, das Produktdemos über Webinare verkauft, spart das einen zweiten Anbieter für die Anmeldeseiten und die Follow-up-Mails. Die Webinar-Funktion ist im Creator-Tarif für 69 $ im Monat enthalten. Dort gehören außerdem Website-Baukasten, Kursersteller und Premium-Newsletter-Abos zum Paket.

Für Lead-Generierung ist der Marketer-Tarif für 59 $ im Monat interessant. Er umfasst unbegrenzte Workflows, erweiterte Segmentierung, Warenkorb-Erinnerungen und Verkaufstrichter. Wenn Sie etwa eine Produkt-Einführung planen, bei der Interessenten erst eine Anmeldeseite, dann eine Erinnerung und zuletzt ein Angebot erhalten, lassen sich diese Schritte in einem Trichter abbilden, ohne dass Sie Daten zwischen Tools übertragen.

Wo GetResponse schwächer ist

Die Stärke ist zugleich der Preis. Der Starter-Tarif mit 19 $ im Monat enthält nur einen Automatisierungs-Workflow. Wer mehr braucht, muss in den Marketer-Tarif mit 59 $ im Monat wechseln, und die Kosten steigen mit jeder Listenstufe. Außerdem gibt es keinen dauerhaft kostenlosen Tarif, sondern nur eine Testphase. Ein Startup, das in der Frühphase unter 250 Kontakten bleibt, zahlt also bei GetResponse vom ersten Tag an.

Für reines E-Mail-Marketing ist der Funktionsumfang größer als nötig. Wenn Sie nur Newsletter versenden und Willkommensmails einrichten, zahlen Sie für Webinar-Module, die Sie nicht nutzen. Auch die Integrationen sind laut Vergleichsangaben nicht so breit wie bei Mailchimp, was bei der Anbindung an bestehende Tools wie CRM, Shop oder Zahlungsdienst wichtig ist.

Preise und Tarife: GetResponse-Preisseite.

Mailchimp im Detail

Was Mailchimp für Startups gut kann

Mailchimp ist der bequemste Einstieg, wenn Ihre Liste klein ist und Sie zuerst ohne Ausgaben starten möchten. Der Free-Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte und 500 Versände im Monat, mit einem Tageslimit von 250 Versänden. Für eine frühe Warteliste, ein Beta-Programm oder die ersten Kunden reicht das oft aus. Der Essentials-Tarif für 500 Kontakte kostet 13 $ im Monat bei monatlicher Abrechnung und ist damit der günstigste bezahlte Einstieg unter den beiden Anbietern.

Die Oberfläche ist für Einsteiger schnell erlernbar. Sie können Anmeldeformulare, Landing Pages und einfache Willkommensmails ohne technische Vorkenntnisse anlegen. Der Anbieter ist bekannt und hat viele Anbindungen. Für ein Startup, das später weitere Tools anbinden möchte, ist das ein praktischer Punkt.

Wo Mailchimp nicht reicht

Mailchimp hat keine Webinar-Funktion. Wenn Sie Webinare als Vertriebskanal planen, brauchen Sie ein separates Werkzeug, etwa eine Webinar-Software, und müssen Anmeldungen per Schnittstelle oder CSV-Export in Ihre E-Mail-Liste bringen. Auch Verkaufstrichter sind nicht Teil des Funktionsumfangs, den die Preisseite ausweist. Die Automatisierung ist für grundlegende Abläufe wie eine Willkommensserie ausreichend, bei komplexen Verzweigungen aber eingeschränkter als bei GetResponse Marketer.

Der Kostenverlauf ist der zweite Schwachpunkt. Mit wachsender Kontaktzahl steigen die Stufen deutlich: von 13 $ im Monat für 500 Kontakte auf 100 $ für 2.501 bis 5.000 Kontakte und 230 $ für 10.001 bis 15.000 Kontakte. Wer viele inaktive Kontakte auf der Liste hat, zahlt für diese mit. Eine regelmäßige Bereinigung der Liste ist deshalb auch eine Kostenfrage.

Preise und Tarife: Mailchimp-Preisseite.

Webinare, Trichter und Lifecycle-Mails: wo der Unterschied liegt

Für die meisten Startups entscheidet sich der Vergleich an einer einzigen Frage: Gehören Webinare zu Ihrem Vertrieb? Wenn ja, reduziert GetResponse die Zahl der Werkzeuge und damit den Pflegeaufwand. Wenn nein, zahlen Sie für Module, die Sie nicht brauchen. Im zweiten Fall ist Mailchimp in den ersten Monaten die sparsamere Lösung.

Lifecycle-Mails sind ein anderes Thema. Damit sind Nachrichten gemeint, die auf den Weg eines Nutzers reagieren: Willkommensmail nach der Anmeldung, Aktivierungshinweis nach dem ersten Login, Erinnerung bei Inaktivität. Beide Anbieter können solche Abläufe abbilden, aber die Reichweite unterscheidet sich. GetResponse Starter erlaubt einen Automatisierungs-Workflow, was für eine einzige Willkommensserie reicht. Wer zwei oder drei Abläufe parallel betreiben will, braucht den Marketer-Tarif mit 59 $ im Monat. Mailchimp erlaubt die grundlegenden Serien im Essentials-Tarif, sie sind aber auf einfache Strecken ausgelegt.

Für Abläufe, die auf Zahlungsereignisse reagieren, etwa eine Erinnerung nach einer abgelehnten Zahlung, bieten die Preisseiten beider Anbieter keine ausgewiesene Schnittstelle zu Zahlungsdiensten. Prüfen Sie vor der Entscheidung in der Dokumentation, ob Ihr Zahlungsdienst direkt angebunden werden kann oder ob Sie einen Zwischenschritt über Zapier oder eine Webhook-Lösung brauchen.

Entscheidungshilfe: Welcher Tarif passt?

Die folgende Tabelle ordnet typische Situationen einem Tarif zu. Sie ersetzt keine Rechnung, zeigt aber, wo die Kostenschwelle liegt.

Wenn Sie … … wählen Sie Weil
unter 250 Kontakte haben und keine Webinare planen Mailchimp Free 0 $, mit 500 Versänden und 250 Kontakten im Monat
etwa 500 Kontakte haben und nur E-Mails versenden Mailchimp Essentials 13 $/Monat bei monatlicher Abrechnung
Webinare als festen Vertriebskanal nutzen GetResponse Creator Webinare, Website-Baukasten und Kursersteller im Paket für 69 $/Monat
Warenkorb-Erinnerungen oder Verkaufstrichter brauchen GetResponse Marketer Enthält Warenkorb-Erinnerungen, Trichter und unbegrenzte Workflows für 59 $/Monat
eine einzige Willkommensserie einrichten GetResponse Starter oder Mailchimp Essentials Ein Workflow im Starter reicht, Essentials deckt grundlegende Serien ab
die Kosten vor der Entscheidung mit einem dritten Anbieter vergleichen MailerLite Comfort als Vergleich Ab 12 $/Monat im Monatsabo, Einstieg auf der 500-Abonnenten-Stufe. MailerLite-Preisseite

Einrichtung und Wechsel: Checkliste

Ein Anbieterwechsel kostet vor allem Zeit und Vertrauen, wenn Absender-Reputation und Einwilligungen nicht sauber übertragen werden. Die folgende Liste gilt für beide Richtungen und für den Einstieg bei Null.

Schritt Was zu tun ist Warum
1. Liste exportieren Kontakte mit Anmeldedatum, Quelle und Einwilligungsstatus exportieren Ohne Datum und Quelle können Sie Einwilligungen später nicht belegen
2. Einwilligungen prüfen Nur Kontakte übernehmen, die eingewilligt haben oder eine bestehende Kundenbeziehung haben Unbekannte Adressen erhöhen Beschwerden und schaden der Zustellbarkeit
3. Absenderdomain einrichten SPF und DKIM für die Domain einrichten, danach DMARC ergänzen Ohne Authentifizierung landen Mails eher im Spam
4. Import testen Mit 20 bis 50 Kontakten importieren und Felder kontrollieren Fehlerhafte Zuordnungen von Namen oder Tags sind schwer rückgängig zu machen
5. Willkommensserie aufsetzen Eine Mail am Anmeldetag, eine nach zwei Tagen, eine nach einer Woche Diese Serie funktioniert in beiden Tarifen und lässt sich später erweitern
6. Testphase nutzen GetResponse bietet eine Testphase, Mailchimp 14 Tage im Standard-Tarif So prüfen Sie Abläufe, bevor Sie zahlen
7. Alte Listen abschalten Alte Anmeldeformulare und Verweise auf den bisherigen Anbieter entfernen Sonst entstehen doppelte Listen und Kontakte mit unterschiedlichem Status

Beim Wechsel von Mailchimp Free zu einem bezahlten Tarif ist der Schritt besonders einfach, weil die Kontakte im Konto bleiben. Ein Wechsel zu GetResponse erfordert dagegen eine Übertragung per Import oder Schnittstelle. Planen Sie dafür einen Nachmittag ein und überprüfen Sie danach mit einer Testmail die Zustellung in mehreren Postfächern.

Fazit

Für ein Startup mit E-Mail als Hauptkanal und einer Liste unter 500 Kontakten ist Mailchimp in den ersten Monaten die günstigere Wahl, mit einem kostenlosen Tarif und 13 $ im Monat für Essentials. Sobald Webinare zum Vertrieb gehören, rechnet sich GetResponse, weil Webinare im Creator-Tarif für 69 $ im Monat enthalten sind und die Trichter-Funktionen im Marketer-Tarif für 59 $ im Monat folgen. Entscheidend ist der Kostenverlauf: Planen Sie die nächste Listenstufe ein, bevor Sie einen Tarif festlegen.

Wer den Überblick über weitere Anbieter sucht, findet ihn auf der Startseite mit den Vergleichen für Startups. Preise und Tarife prüfen Sie am besten direkt auf den Preisseiten der Anbieter, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Suchen Sie nach mehr Vergleichen?

Schauen Sie sich unseren Überblick über E-Mail-Marketing-Tools für Startups an.

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Häufige Fragen

Gibt es bei GetResponse einen kostenlosen Tarif?

Nein. GetResponse bietet eine Testphase für bezahlte Tarife, aber keinen dauerhaft kostenlosen Tarif. Der Einstieg liegt im Starter-Tarif bei 19 $ im Monat.

Wie viele Kontakte umfasst der kostenlose Mailchimp-Tarif?

Der Free-Tarif umfasst bis zu 250 Kontakte und 500 Versände im Monat. Das Tageslimit liegt bei 250 Versänden. Für größere Listen brauchen Sie einen bezahlten Tarif.

Was kostet Mailchimp bei 500 Kontakten?

Der Essentials-Tarif kostet 13 $ im Monat bei monatlicher Abrechnung. Der Standard-Tarif für dieselbe Kontaktzahl kostet 20 $ im Monat und umfasst bis zu 6.000 Versände im Monat.

Hat Mailchimp Webinare?

Auf der Preisseite von Mailchimp ist kein Webinar-Hosting aufgeführt. Für Webinare brauchen Sie ein separates Werkzeug oder wählen GetResponse, dessen Creator-Tarif Webinare für 69 $ im Monat enthält.

Ab welcher Kontaktzahl lohnt sich GetResponse?

Eine feste Schwelle gibt es nicht. GetResponse lohnt sich, wenn Sie Webinare, Verkaufstrichter oder Warenkorb-Erinnerungen brauchen. Ohne diese Funktionen ist Mailchimp über die ersten Listenstufen meist günstiger.

Kann ich von Mailchimp zu GetResponse wechseln?

Ja. Exportieren Sie Ihre Kontakte mit Einwilligungsstatus, prüfen Sie die Einwilligungen, importieren Sie einen kleinen Testbestand und richten Sie danach die Absenderdomain und die Willkommensserie neu ein. Alte Anmeldeformulare sollten Sie danach entfernen.

Welcher Anbieter ist für Lifecycle-Mails besser geeignet?

Für mehrere parallele Abläufe ist GetResponse im Marketer-Tarif mit 59 $ im Monat besser ausgestattet. Für eine einzelne Willkommensserie reichen die Grundfunktionen beider Anbieter. Prüfen Sie vor der Entscheidung, ob Ihr Zahlungsdienst direkt angebunden werden kann.

Wo finde ich die aktuellen Preise?

Die verbindlichen Preise stehen auf den Preisseiten der Anbieter: GetResponse und Mailchimp. Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf den Stand 7. Oktober 2026.