SendGrid vs. Mailgun für Startups: Kosten, Gratis-Tarife und Eignung im Vergleich
SendGrid oder Mailgun für ein Startup? Preise nach Versandvolumen und Kontaktzahl, Gratis-Tarife, Produkt-E-Mails gegen Newsletter und eine Entscheidungshilfe mit Beispielrechnungen.
Von der Redaktion von Startup-E-Mail-Marketing
Die kurze Antwort
Für ein Startup, das in den ersten Monaten vor allem Produkt-E-Mails verschickt, also Registrierungsbestätigungen, Passwort-Resets, Rechnungen und Team-Einladungen aus der eigenen Anwendung, ist Mailgun der stimmigere Start. Der Tarif Basic kostet 15 US$ im Monat für 10.000 E-Mails, und der Gratis-Tarif erlaubt 100 E-Mails pro Tag. Sobald zusätzlich eine Warteliste oder ein Newsletter mit einer Kontaktliste hinzukommt, lohnt sich ein Blick auf SendGrid Marketing Campaigns, dessen kostenloser Tarif bis 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat umfasst.
Die Rechnung kippt bei wachsendem Transaktionsvolumen. Ab etwa 50.000 E-Mails im Monat ist die SendGrid Email API im Tarif Essentials für 19,95 US$ im Monat günstiger als Mailgun Foundation mit 35 US$ im Monat für dieselbe Menge. Welcher Anbieter zu Ihrem Startup passt, hängt also von drei Fragen ab: Wie viele E-Mails verschicken Sie in den nächsten zwölf Monaten, ob Sie zusätzlich eine Kontaktliste mit Newsletter und Automationen führen und ob Ihr Team den Versand selbst in den Code einbaut.
Stand der Preise
Die Preise in diesem Artikel stammen von den öffentlichen Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 7. Oktober 2026. Die Tarife für Mailgun finden Sie auf mailgun.com/pricing. Die Tarife für die SendGrid Email API und für Marketing Campaigns stehen auf der Preisseite von Twilio, zu der SendGrid gehört. Resend und Postmark nennen wir nur als Vergleichswerte, damit Sie die Größenordnung einordnen können. Alle Beträge sind in US-Dollar angegeben und gelten monatlich, sofern nicht anders vermerkt.
Wo eine Preisseite für eine bestimmte Menge keinen Tarif ausweist, schreiben wir „Preis auf Anfrage“ oder nennen keinen Betrag. Wir schätzen keine Werte hoch oder runter. Mengenstaffeln, Gratis-Kontingente und Abrechnungsintervalle ändern sich, deshalb sollten Sie vor dem Abschluss die verlinkten Seiten lesen und die Staffel mit Ihrer erwarteten Menge abgleichen.
Vergleich auf einen Blick
Die Tabelle nennt pro Angebot den Einstieg, der für frühe Startups am relevantesten ist, mit Tarifname, Preis und Abrechnungsbasis, dazu die wichtigste Einschränkung. Die Zeilen zu Resend und Postmark dienen als Vergleichswerte.
| Angebot | Passt am besten zu | Einstieg (Tarif, Preis, Abrechnung) | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|---|
| Mailgun | Entwicklerteams mit Produkt-E-Mails und kleinem bis mittlerem Volumen | Free: 0 US$, bis 100 E-Mails pro Tag. Basic: 15 US$ im Monat für 10.000 E-Mails | Reiner Versand ohne Kontaktliste und Kampagnen-Editor; nutzungsabhängige Zusatzkosten |
| SendGrid Email API | Startups mit wachsendem Transaktionsvolumen ab etwa 50.000 E-Mails | Free Trial: 0 US$ für 60 Tage mit 100 E-Mails pro Tag. Essentials: 19,95 US$ im Monat für 50.000 bis 100.000 E-Mails | Kein dauerhafter Gratis-Tarif; nach 60 Tagen ist ein bezahlter Tarif nötig |
| SendGrid Marketing Campaigns | Teams mit Warteliste, Newsletter und Automationen | Free: 0 US$, bis 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat. Basic: 15 US$ im Monat für bis zu 100.000 Kontakte | Kontaktzahl und Versandkontingent bestimmen den Tarif; Transaktionsversand ist ein separates Produkt |
| Resend (Vergleichswert) | API-first-Teams, die ein schlankes Versand-Werkzeug suchen | Free: 0 US$ für 3.000 E-Mails im Monat, maximal 100 pro Tag. Pro: 20 US$ im Monat für 50.000 E-Mails | Enges Tageslimit im Gratis-Tarif; Marketing-Tarife steigen mit der Kontaktzahl deutlich an |
| Postmark (Vergleichswert) | Teams, die ausschließlich Transaktions-E-Mails versenden | Free: 0 US$ für 100 E-Mails im Monat. Basic: 15 US$ im Monat ab 10.000 E-Mails | Gratis-Kontingent sehr klein; für Newsletter nicht gedacht |
Mailgun für Startups
Mailgun passt zu einem Startup, dessen Produkt selbst E-Mails auslöst. Der Kern des Angebots ist eine REST-API und ein SMTP-Relay. Die Anwendung ruft den Versand direkt auf, ohne dass jemand im Team eine Kampagnen-Oberfläche lernen muss. Für Gründer mit einem oder zwei Entwicklern ist das oft der schnellste Weg, Mails sauber aus dem Produkt zu versenden, etwa bei der Registrierung, bei einer Zahlungsbestätigung oder bei einer Team-Einladung.
Was Mailgun gut macht. Die Tarife sind nach Versandvolumen gestaffelt. Basic umfasst 10.000 E-Mails im Monat für 15 US$, Foundation 50.000 E-Mails für 35 US$ und Scale 100.000 E-Mails für 90 US$. Laut Preisseite gibt es für Foundation und Scale einen Monat kostenlos; die genannten Beträge gelten ab dem Folgemonat. Der Gratis-Tarif mit 100 E-Mails pro Tag reicht, um Staging-Umgebung, Vorlagen und die ersten Testnutzer ohne Kosten einzurichten. Für ein Entwicklerteam ist das Preismodell übersichtlich, weil ein Blick auf das erwartete Monatsvolumen genügt, um den Tarif zu bestimmen.
Wo Mailgun an Grenzen stößt. Die Stärke von Mailgun liegt im Versand, nicht in der Kampagne. Eine Kontaktliste mit Segmenten, ein Newsletter-Editor oder Automationen, die über mehrere Wochen laufen, gehören nicht zum Kern des Angebots. Wer solche Funktionen braucht, kombiniert Mailgun mit einem zweiten Werkzeug und pflegt Abmeldungen an zwei Stellen. Hinzu kommen nutzungsabhängige Gebühren für E-Mails über dem Tarifkontingent und für die E-Mail-Validierung. Diese Posten sollten Sie einplanen, besonders wenn Anmeldeformulare viele ungültige Adressen liefern.
Für wen Mailgun passt. Für ein Gründerteam, das Produkt-E-Mails zuverlässig zustellen will und Newsletter getrennt organisiert. Bei sehr kleinem Volumen ist der Gratis-Tarif die günstigste Option in diesem Vergleich. Bei 10.000 E-Mails im Monat liegt Basic mit 15 US$ unter dem Einstieg der SendGrid Email API, die ihre kleinste Staffel erst bei 50.000 E-Mails beginnt.
Preisseite: mailgun.com/pricing
SendGrid für Startups: Email API und Marketing Campaigns
SendGrid besteht im Tarifvergleich aus zwei Produkten, die man auseinanderhalten muss. Die Email API rechnet nach Versandvolumen ab und ist für Transaktions-E-Mails gedacht. Marketing Campaigns rechnet nach Kontakten und Versandkontingent und ist für Newsletter, Wartelisten und Automationen gedacht. Beide stehen auf derselben Preisseite von Twilio, lassen sich aber getrennt buchen. Das verwechseln Gründer häufig, und es führt zu falschen Erwartungen beim Budget.
Die Email API
Essentials kostet 19,95 US$ im Monat und ist für 50.000 bis 100.000 E-Mails vorgesehen. Pro kostet 89,95 US$ im Monat für 100.000 bis 2.500.000 E-Mails. Für noch größere Mengen gibt es einen Tarif mit individuellem Preis. Der kostenlose Trial erlaubt 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage. Wer den Trial für den Produktivstart nutzt, sollte das Enddatum im Kalender markieren, denn danach ist ein bezahlter Tarif nötig.
Was die Email API gut macht. Wer Transaktions-E-Mails aus der eigenen Anwendung versendet, bekommt ab 50.000 E-Mails im Monat ein günstiges Preisniveau. Der Sprung von Essentials auf Pro ist bei 100.000 E-Mails klar definiert, sodass sich die Kosten bei wachsendem Versand gut vorhersehen lassen. Für Startups mit einer Kundenbasis, die monatlich deutlich wächst, ist das ein wichtiger Punkt.
Wo die Email API an Grenzen stößt. Es gibt keinen dauerhaften Gratis-Tarif. Der Trial endet nach 60 Tagen, und wer dann noch keinen Tarif gebucht hat, verliert den Versand. Außerdem umfasst die Email API keine Kontaktliste mit Segmenten und keine Kampagnen-Oberfläche. Diese Funktionen liegen in Marketing Campaigns.
Marketing Campaigns
Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat. Basic kostet 15 US$ im Monat für bis zu 100.000 Kontakte und 300.000 E-Mails. Advanced kostet 60 US$ im Monat für bis zu 200.000 Kontakte und 1.000.000 E-Mails. Für ein Startup mit einer frühen Warteliste oder einem Newsletter ist das praktisch, weil Kontakte, Kampagnen und Automationen in einem Produkt liegen.
Was Marketing Campaigns gut macht. Der Gratis-Tarif deckt die ersten Monate einer Warteliste ohne Kosten ab. Wer Newsletter und Onboarding-Mails aus demselben Anbieter steuern möchte, muss keine zweite Marketing-Plattform anbinden. Die Staffel nach Kontakten ist bis 100.000 Kontakte ungewöhnlich flach, weil Basic dort 15 US$ im Monat kostet.
Wo Marketing Campaigns an Grenzen stößt. Der Tarif richtet sich nach zwei Größen zugleich: Kontakte und Versandkontingent. Der kostenlose Tarif erlaubt 6.000 E-Mails im Monat. Wer 5.000 Kontakte hat und jede Woche einen Newsletter schickt, überschreitet dieses Kontingent schnell und muss in den Basic-Tarif wechseln. Die Staffel sollten Sie deshalb nicht nur nach Kontaktzahl, sondern auch nach Sendefrequenz prüfen, bevor Sie eine große Liste importieren.
Preisseite: twilio.com/en-us/products/email-api/pricing
Resend und Postmark als Vergleichswerte
Resend bietet einen kostenlosen Tarif mit 3.000 E-Mails im Monat, maximal 100 pro Tag und drei Domains. Der Pro-Tarif kostet 20 US$ im Monat für 50.000 E-Mails, Scale 90 US$ im Monat für 100.000 E-Mails. Für Teams mit API-first-Stack ist das ein naheliegender Vergleichspunkt. Bei den Marketing-Tarifen steigen die Kosten mit der Kontaktzahl deutlich an, wie die Kontakttabelle weiter unten zeigt.
Postmark ist auf Transaktions-E-Mails ausgerichtet. Der kostenlose Tarif umfasst 100 E-Mails im Monat ohne Überschreitungen. Basic kostet 15 US$ im Monat ab 10.000 E-Mails. Bei 50.000 E-Mails liegt Basic bei 55 US$ im Monat und damit über Mailgun Foundation und SendGrid Essentials. Postmark kann dennoch interessant sein, wenn die Zustellung transaktionaler Mails für Sie an erster Stelle steht. Für Newsletter ist es nicht gedacht.
Preisseiten: resend.com/pricing und postmarkapp.com/pricing
Kosten nach Versandvolumen
Die folgende Tabelle vergleicht die Tarife für typische monatliche Versandmengen. Mailgun, die SendGrid Email API und Resend rechnen nach Versandvolumen ab und lassen sich deshalb gut gegenüberstellen. Postmark steht als Vergleichswert daneben.
| E-Mails pro Monat | Mailgun | SendGrid Email API | Resend (Vergleichswert) | Postmark (Vergleichswert) |
|---|---|---|---|---|
| 3.000 | Free: 0 US$, begrenzt auf 100 E-Mails pro Tag | Free Trial: 0 US$ für 60 Tage, danach bezahlter Tarif nötig | Free: 0 US$ für 3.000 E-Mails im Monat | Free: nur 100 E-Mails im Monat; darüber Basic ab 15 US$ |
| 10.000 | Basic: 15 US$ im Monat | Kein Tarif für diese Menge auf der Preisseite ausgewiesen; Essentials beginnt bei 50.000 | Pro: 20 US$ im Monat (Staffel ab 50.000 E-Mails) | Basic: 15 US$ im Monat |
| 50.000 | Foundation: 35 US$ im Monat | Essentials: 19,95 US$ im Monat | Pro: 20 US$ im Monat | Basic: 55 US$ im Monat |
| 100.000 | Scale: 90 US$ im Monat | Essentials: 19,95 US$ (Staffel bis 100.000) oder Pro: 89,95 US$ (ab 100.000) | Scale: 90 US$ im Monat | Preis nicht ausgewiesen |
Die Tabelle zeigt drei Dinge. Bei 10.000 E-Mails im Monat ist Mailgun Basic mit 15 US$ einer der günstigsten bezahlten Einstiege, gleichauf mit Postmark Basic. Ab 50.000 E-Mails liegt die SendGrid Email API mit Essentials bei 19,95 US$ und damit unter Mailgun Foundation mit 35 US$. Bei 100.000 E-Mails liegen Mailgun Scale und Resend Scale bei 90 US$, während SendGrid Essentials mit 19,95 US$ in der Staffel bis 100.000 E-Mails deutlich darunter liegt. Die Staffelgrenzen von SendGrid sind allerdings eng gezogen, deshalb sollten Sie prüfen, ob Ihre Menge im Monat stabil in einer Staffel bleibt.
Die Jahreskosten ergeben sich bei monatlicher Abrechnung aus dem Monatspreis mal zwölf. Mailgun Basic kostet damit 12 × 15 = 180 US$ im Jahr, Mailgun Foundation 12 × 35 = 420 US$ im Jahr. SendGrid Essentials kostet 12 × 19,95 = 239,40 US$ im Jahr. Ein Startup wächst im Versand oft schnell. Rechnen Sie deshalb nicht nur mit dem heutigen Tarif, sondern mit dem Tarif, der Ihre erwartete Menge in sechs bis zwölf Monaten abdeckt.
Kosten nach Kontaktzahl
Newsletter und Wartelisten werden nach Kontakten geplant, nicht nach Versandmenge. Die folgende Tabelle vergleicht die Marketing-Tarife von SendGrid und Resend für typische Listengrößen. Mailgun richtet den Preis nach dem Versandvolumen, nicht nach Kontakten, weshalb die Spalte dort anders zu lesen ist.
| Kontakte | SendGrid Marketing Campaigns | Resend Marketing (Vergleichswert) | Mailgun |
|---|---|---|---|
| 1.000 | Free: 0 US$ (bis 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat) | Free: 0 US$ (1.000 Kontakte, unbegrenzter Broadcast-Versand) | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
| 2.000 | Free: 0 US$ (Obergrenze des Gratis-Tarifs) | Gratis-Tarif endet bei 1.000 Kontakten; nächster Tarif 40 US$ im Monat (5.000 Kontakte) | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
| 5.000 | Basic: 15 US$ im Monat (bis 100.000 Kontakte und 300.000 E-Mails) | Pro: 40 US$ im Monat (5.000 Kontakte, unbegrenzter Broadcast-Versand) | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
| 10.000 | Basic: 15 US$ im Monat | Pro: 80 US$ im Monat | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
| 25.000 | Basic: 15 US$ im Monat | Pro: 180 US$ im Monat | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
| 50.000 | Basic: 15 US$ im Monat | Pro: 250 US$ im Monat | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
| 100.000 | Basic: 15 US$ im Monat (Versandgrenze 300.000 E-Mails) | Pro: 450 US$ im Monat | Kein Kontakttarif; Preis richtet sich nach dem Versandvolumen |
Der Unterschied wird mit wachsender Liste deutlich. SendGrid Marketing Campaigns Basic bleibt bei 15 US$ im Monat bis 100.000 Kontakte, solange das Versandkontingent von 300.000 E-Mails reicht. Resend staffelt die Marketing-Kontakte dagegen steiler, bietet dafür den kostenlosen Tarif bis 1.000 Kontakte mit unbegrenztem Broadcast-Versand. Wer 1.500 Kontakte hat, rutscht bei Resend in den Tarif für 5.000 Kontakte mit 40 US$ im Monat. SendGrid bleibt in diesem Bereich im Gratis-Tarif, sofern die Mailmenge unter 6.000 E-Mails im Monat liegt.
Achten Sie bei SendGrid auf die Kombination aus Kontakten und Sendefrequenz. 1.500 Kontakte, die jede Woche eine Mail erhalten, ergeben rund 6.000 E-Mails im Monat und stoßen damit an die Grenze des Gratis-Tarifs. Rechnen Sie also nicht nur die Liste, sondern auch den Rhythmus durch.
Gratis-Tarife im Vergleich
Ein Gratis-Tarif ist für ein Startup vor allem dann nützlich, wenn er die Entwicklungs- und Testphase abdeckt. Die Angebote unterscheiden sich in Art, Umfang und Dauer:
- Mailgun Free erlaubt bis zu 100 E-Mails pro Tag über die REST-API und das SMTP-Relay. Das tägliche Limit ist die relevante Grenze; für Foundation und Scale nennt Mailgun laut Preisseite einen kostenlosen ersten Monat.
- SendGrid Email API bietet einen Trial mit 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage. Danach ist ein bezahlter Tarif nötig.
- SendGrid Marketing Campaigns Free umfasst bis zu 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat. Das reicht für eine frühe Warteliste oder einen Newsletter in der Anfangsphase.
- Resend Free erlaubt 3.000 E-Mails im Monat, maximal 100 pro Tag und drei Domains. Im Marketing-Bereich gibt es einen kostenlosen Tarif für bis zu 1.000 Kontakte.
- Postmark Free umfasst 100 E-Mails im Monat. Das ist für Tests gedacht, nicht für einen produktiven Start mit Kundenmails.
Gratis-Tarife sind kein dauerhafter Ersatz für eine Versandstrategie. Sie eignen sich, um Domain-Authentifizierung, Vorlagen, Webhooks und Fehlerfälle zu prüfen, bevor Geld fließt. Ein Startup mit aktiven Kunden sollte den Wechsel in einen bezahlten Tarif früh einplanen, damit der Versand nicht an einem Tageslimit oder einem abgelaufenen Trial hängen bleibt. Das Tageslimit von 100 E-Mails ist besonders bei Passwort-Resets und Login-Codes eng, weil dort Lastspitzen typisch sind, etwa nach einem Produktlaunch.
Entscheidungshilfe
Die folgende Tabelle ordnet typische Ausgangslagen einem Angebot zu und nennt die Begründung. Sie ersetzt keine Prüfung Ihrer Anforderungen, hilft aber beim ersten Schritt.
| Wenn Sie … | Wählen Sie | Weil |
|---|---|---|
| vor allem Produkt-E-Mails bis etwa 10.000 im Monat verschicken | Mailgun Free, später Basic | Der Gratis-Tarif deckt 100 E-Mails pro Tag; Basic kostet 15 US$ im Monat für 10.000 E-Mails |
| ab etwa 50.000 Transaktions-E-Mails im Monat wachsen | SendGrid Email API, Essentials | 19,95 US$ im Monat für 50.000 bis 100.000 E-Mails liegen unter Mailgun Foundation mit 35 US$ |
| eine Warteliste mit bis zu 2.000 Kontakten betreuen | SendGrid Marketing Campaigns, Free | Der Gratis-Tarif umfasst 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat |
| einen Newsletter an 5.000 bis 50.000 Kontakte senden | SendGrid Marketing Campaigns, Basic | 15 US$ im Monat, solange das Versandkontingent von 300.000 E-Mails reicht; Resend läge bei 40 bis 250 US$ |
| Produkt-Mails und Marketing-Mails strikt trennen wollen | Mailgun oder die SendGrid Email API für Transaktion, dazu ein separates Marketing-Werkzeug | Getrennte Systeme schützen die Zustellung der Produkt-Mails, verlangen aber saubere Abmeldungen in beiden |
| ein Entwicklerteam haben und den Versand im Code steuern | Mailgun oder die SendGrid Email API | Beide sind API-gesteuert; die Entscheidung fällt über den Preis bei Ihrem Volumen |
Wie Sie sich entscheiden
Beginnen Sie mit drei Fragen. Erstens: Wie viele E-Mails versenden Sie in den nächsten zwölf Monaten, getrennt nach Produkt-Mails und Marketing-Mails? Zweitens: Wer im Team pflegt Vorlagen und Listen, die Entwickler oder das Marketing? Drittens: Wie wichtig ist ein dauerhafter Gratis-Tarif gegenüber einem planbaren Tarif, der mitwächst?
Wenn die Antwort auf die erste Frage „überwiegend Produkt-E-Mails“ lautet, ist Mailgun für ein Entwicklerteam der stimmige Einstieg. Ab etwa 50.000 E-Mails im Monat sollten Sie die SendGrid Email API gegenrechnen, weil Essentials dort günstiger ist als Foundation. Lautet die Antwort „Newsletter und Kontaktlisten“, ist SendGrid Marketing Campaigns mit dem kostenlosen Tarif bis 2.000 Kontakte der naheliegende Start. Gelten beide Bedürfnisse gleichzeitig, rechnen Sie die Kombinationen nebeneinander durch. Eine Trennung der Werkzeuge kann sinnvoll sein, verlangt aber saubere Abmeldungen in beiden Systemen.
Ein häufiger Fehler ist, den Gratis-Tarif als dauerhafte Lösung zu sehen. Wer mit 100 E-Mails am Tag startet, muss bei wachsender Nutzung oft in wenigen Monaten in einen bezahlten Tarif wechseln. Planen Sie diesen Wechsel ein, bevor der Versand unterbrochen wird. Weitere Vergleiche von E-Mail-Werkzeugen finden Sie auf der Übersichtsseite.
Einrichtung und Migration
Ob Sie neu starten oder den Anbieter wechseln: Die technischen Schritte ähneln sich, aber die Reihenfolge entscheidet über die Zustellung. Die folgende Abfolge hat sich in der Praxis vieler kleiner Teams bewährt.
- Absenderdomain einrichten. Legen Sie die Domain an und setzen Sie die DNS-Einträge für die Authentifizierung der Mails. Bestätigen Sie die Einträge, bevor der erste Produktiv-Versand läuft.
- Versandarten trennen. Führen Sie Transaktions-E-Mails und Marketing-Mails über getrennte Absender oder Subdomains. So bleiben Login- und Zahlungs-Mails zuverlässig, auch wenn ein Newsletter einmal auffällt.
- Testphase nutzen. Prüfen Sie Vorlagen, Webhooks und Fehlerfälle im Gratis-Tarif oder im Trial. Achten Sie auf das Tageslimit von 100 E-Mails und auf das Ende des 60-Tage-Trials bei SendGrid.
- Webhooks und Zustellereignisse anbinden. Verarbeiten Sie Bounces und Abmeldungen automatisch, damit ungültige Adressen nicht erneut angeschrieben werden. Die Ereignisse laufen über die API des jeweiligen Anbieters und sollten in Ihrer Datenbank landen.
- Kontakte übertragen. Exportieren, bereinigen und importieren Sie nur Kontakte mit gültiger Einwilligung. Bei SendGrid Marketing Campaigns zählen die Kontakte für den Tarif, bei Mailgun das Versandvolumen.
- Abmeldungen zusammenführen. Wer zwei Systeme nutzt, führt die Abmeldungen aus beiden zusammen, damit abgemeldete Kontakte nicht über das andere System angeschrieben werden.
- Schrittweise umschalten. Stellen Sie zuerst Mails mit geringer Priorität um, danach Login- und Zahlungs-Mails. Planen Sie einen Tag mit paralleler Zustellung ein, um Lücken zu erkennen.
- Reputation beachten. Eine neue Domain startet ohne Versandhistorie. Wenn der bisherige Versand über eine etablierte Domain lief, wechseln Sie über eine Subdomain und erhöhen das Volumen in kleinen Schritten.
Häufige Fragen
Ist SendGrid oder Mailgun für ein Startup günstiger?
Das hängt vom Volumen ab. Bei kleinen Mengen ist Mailgun mit dem Gratis-Tarif und Basic (15 US$ im Monat für 10.000 E-Mails) der einfachere Einstieg. Ab etwa 50.000 Transaktions-E-Mails im Monat ist die SendGrid Email API mit Essentials (19,95 US$ im Monat für 50.000 bis 100.000 E-Mails) günstiger als Mailgun Foundation mit 35 US$ im Monat.
Gibt es bei SendGrid einen dauerhaft kostenlosen Tarif?
Ja, aber nur im Marketing-Bereich. Marketing Campaigns Free umfasst bis zu 2.000 Kontakte und 6.000 E-Mails im Monat. Die Email API bietet einen Trial mit 100 E-Mails pro Tag für 60 Tage, danach ist ein bezahlter Tarif nötig.
Welcher Tarif passt zu einer Warteliste mit 1.500 Kontakten?
Bei SendGrid Marketing Campaigns bleibt eine Liste von 1.500 Kontakten im kostenlosen Tarif, solange das Versandkontingent von 6.000 E-Mails im Monat reicht. Wer wöchentlich an die ganze Liste schreibt, überschreitet dieses Kontingent und braucht den Basic-Tarif mit 15 US$ im Monat. Bei Resend liegt die Größe oberhalb des Gratis-Tarifs für 1.000 Kontakte und damit im Tarif für 5.000 Kontakte mit 40 US$ im Monat.
Kann ich Mailgun und SendGrid gleichzeitig nutzen?
Ja, viele Teams trennen Produkt-E-Mails und Marketing-Mails auf zwei Anbieter. Das erhöht den Verwaltungsaufwand, bringt aber eine klare Trennung der Zustellung. Gleichen Sie die Abmeldungen beider Systeme ab, damit abgemeldete Kontakte nicht versehentlich angeschrieben werden.
Welche Kosten kommen neben dem Tarif hinzu?
Mailgun berechnet laut Preisseite nutzungsabhängige Gebühren für E-Mails über dem Tarifkontingent und für die E-Mail-Validierung. Bei SendGrid Marketing Campaigns richtet sich der Tarif nach Kontaktzahl und Versandkontingent; wer eines davon überschreitet, muss in einen höheren Tarif wechseln. Prüfen Sie vor der Buchung die Preisseite und rechnen Sie mit dem Tarif, der Ihre Menge im kommenden Jahr abdeckt.
Wie wichtig ist die Zustellbarkeit beim Wechsel?
Sehr wichtig. Eine neue Absenderdomain hat keine Versandhistorie. Richten Sie die Authentifizierung ein, bevor Sie den Versand umstellen, beginnen Sie mit wenigen Mails an aktive Kontakte und erhöhen Sie das Volumen schrittweise.
Sollte ich Resend oder Postmark statt SendGrid oder Mailgun wählen?
Beide sind vor allem für Transaktions-E-Mails gedacht. Resend passt zu Teams mit API-first-Stack und bietet einen Pro-Tarif mit 50.000 E-Mails für 20 US$ im Monat. Postmark ist bei kleinen Mengen gut erreichbar, kostet aber bei 50.000 E-Mails im Basic-Tarif 55 US$ im Monat. Entscheiden Sie anhand Ihres Volumens, Ihres Stacks und der Zustellergebnisse, die Sie in Ihrer eigenen Umgebung beobachten.
Welche Frage sollte ich vor dem Abschluss klären?
Klären Sie, ob Ihr Versand im Monat stärker schwankt als Ihr Tarif. Wer Lastspitzen erwartet, etwa bei einem Produktlaunch oder einer Rechnungsrunde, sollte den Tarif mit Reserve wählen und das Tageslimit des Gratis-Tarifs als Obergrenze für die Testphase verstehen.