Beste Lifecycle-E-Mail-Marketing-Software für SaaS-Startups
Elf Tools für Onboarding, Testkonversion, Zahlungsausfälle und Win-back, mit Preisen nach Listengröße, kostenlosen Tarifen und Abo-Ereignissen aus der Abrechnung.
Die Empfehlung in Kürze
Für ein frühes SaaS-Startup mit Abo-Abrechnung ist Sequenzy ein sinnvoller erster Anbieter zum Prüfen, weil der Preis nach gesendeten E-Mails berechnet wird und nicht nach Kontakten. Kontakte sind laut Preisseite in allen Tarifen unbegrenzt. Ein Beispiel: 25.000 Kontakte, die zweimal im Monat eine E-Mail erhalten, ergeben 50.000 Sendungen. Das passt in den Tarif mit 60.000 E-Mails, der 49 US$ monatlich oder 529 US$ jährlich kostet. Ein kostenloser Tarif mit 2.500 E-Mails im Monat erlaubt den Einstieg ohne Zahlung.
Ob diese Logik passt, hängt davon ab, wie Ihr Produkt Nutzer zählt. Ein Team mit wenigen tausend Kontakten, aber vielen Ereignissen pro Konto rechnet anders als ein Team mit einer großen Liste, die selten angeschrieben wird. Deshalb rechnen die Tabellen weiter unten dieselben Listengrößen für die Anbieter durch, die eine Staffel veröffentlichen. Wo ein Anbieter für eine Größe keinen Preis ausweist, steht das so in der Tabelle.
Was ein Startup von Lifecycle-E-Mail verlangt
Ein Startup hat andere Zwänge als ein Konzern mit eigener Marketingabteilung. Die Liste wächst schneller als das Budget, die Person, die die Automation baut, ist oft ein Gründer oder eine Entwicklerin, und die wichtigsten Auslöser kommen aus der Abrechnung und nicht aus einem Newsletter-Tool. Daraus ergeben sich vier Prüfpunkte.
- Preisbasis: Zahlt man pro Kontakt, pro Profil, pro Person oder pro gesendeter E-Mail? Wer viele Kontakte selten anschreibt, fährt mit einer Versandpreis-Logik meist günstiger. Wer wenige Kontakte oft anschreibt, kann mit einer Profil-Logik besser liegen.
- Abo-Ereignisse: Testbeginn, Abschluss, Upgrade, Kündigung und fehlgeschlagene Zahlung sollten als Auslöser ankommen, ohne dass ein eigener Import gebaut werden muss.
- Bedienung durch wenige Personen: Der visuelle Builder muss ohne Engineering-Team gepflegt werden können, sonst bleiben Abläufe nach dem ersten Monat veraltet.
- Datenschutz: Auftragsverarbeitung, Datenhaltung und Serverstandort gehören in jede Prüfung. Die Angaben dazu stehen auf den jeweiligen Anbieterseiten und sollten vor einem Vertragsabschluss gelesen werden.
Vergleich auf einen Blick
Preise in US-Dollar laut Preisseiten der Anbieter, geprüft am 7. Oktober 2026. Wo keine Zahl steht, weist der Anbieter keinen öffentlichen Preis aus; dann heißt es „Preis auf Anfrage“.
| Anbieter | Passt für | Einstiegspreis (Tarif, Abrechnung) | Wichtigste Grenze |
|---|---|---|---|
| Sequenzy | SaaS-Produkte mit Abo über Stripe, Paddle oder ähnliche Anbieter | Kostenlos bis 2.500 E-Mails im Monat; 15.000 E-Mails: 19 US$ monatlich | SMS nur als Zusatz; Schwerpunkt liegt auf E-Mail |
| Customer.io | Produktteams, die Verhaltensdaten aus der App als Auslöser nutzen | Essentials: 100 US$ monatlich, nur monatliche Abrechnung | Kosten steigen mit der Profilzahl; Einrichtung braucht Event-Tracking |
| ActiveCampaign | Startups mit Vertrieb und CRM-Pipeline | Starter: 15 US$ monatlich bei 1.000 Kontakten; kostenlose Testphase | Lernkurve; viele Optionen für ein kleines Team |
| Drip | Ereignisgesteuerte Workflows mit klar begrenzter Personenzahl | 39 US$ monatlich bis 2.500 Personen; 14 Tage Test ohne Kreditkarte | Kein dauerhaft kostenloser Tarif |
| Klaviyo | Teams mit Shop-Produkten, Warenkörben und Add-on-Käufen | Kostenlos mit 250 Profilen und 500 E-Mails im Monat; E-Mail-Tarif ab 20 US$ monatlich | Standardabläufe gehen von Käufen aus, nicht von Testphasen |
| HubSpot Marketing Hub | Teams, die CRM, Marketing und Vertrieb in einem Tool führen wollen | Kostenlose Marketing-Werkzeuge; Starter: 7 US$ monatlich | Erweiterte Automation erst im Professional-Tarif mit 800 US$ monatlich |
| Userlist | B2B-SaaS mit Firmenkonten und mehreren Nutzern je Konto | Basic: 10 US$ monatlich | Ohne Firmenkonten verliert das Modell seinen Vorteil |
| Intercom | Teams, die Support und Lifecycle-Nachrichten zusammenführen | Essential: 19 US$ pro Platz monatlich bei Jahresabrechnung; 14 Tage Test | E-Mail ist ein Modul unter mehreren; Preis pro Platz |
| Braze | Größere Organisationen mit Echtzeit-Anforderungen | Preis auf Anfrage; kostenlose Testphase laut Anbieter | Hoher Aufwand für Einrichtung und Pflege |
| Iterable | Große Nutzerbasen mit vielen parallelen Experimenten | Preis auf Anfrage; Einstieg über Demo | Für frühe Startups in der Regel zu groß |
| Ortto | Teams, die einen visuellen Journey-Builder mit Datenfunktionen wollen | Preis auf Anfrage | Wer nur E-Mail braucht, bezahlt die Datenfunktionen mit |
Kosten bei typischen Listengrößen
Monatliche Listenpreise in US-Dollar für vier Größen. Die Rechnung für Sequenzy nutzt das E-Mail-Volumen: Kontakte mal E-Mails pro Monat. Bei den anderen Anbietern zählt die Zahl der Profile oder Personen. „Nicht ausgewiesen“ heißt, dass die Preisseite für diese Größe keinen Preis nennt.
| Kontakte und Versand | Sequenzy | Klaviyo | Drip | Customer.io | ActiveCampaign |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.000 Kontakte, 4 Mails im Monat (4.000 E-Mails) | Tarif 15.000 E-Mails: 19 US$ | 1.000 Profile: 30 US$ | 1 bis 2.500 Personen: 39 US$ | Essentials ab 100 US$; Profilstaffel nicht ausgewiesen | Starter ab 15 US$ bei 1.000 Kontakten |
| 2.500 Kontakte, 2 Mails im Monat (5.000 E-Mails) | Tarif 15.000 E-Mails: 19 US$ | 2.500 Profile: 60 US$ | 1 bis 2.500 Personen: 39 US$ | Essentials ab 100 US$; Profilstaffel nicht ausgewiesen | Nicht ausgewiesen |
| 10.000 Kontakte, 2 Mails im Monat (20.000 E-Mails) | Tarif 30.000 E-Mails: 29 US$ | 10.000 Profile: 150 US$ | 9.001 bis 10.000 Personen: 154 US$ | 10.000 Profile: 145 US$ | Nicht ausgewiesen |
| 25.000 Kontakte, 2 Mails im Monat (50.000 E-Mails) | Tarif 60.000 E-Mails: 49 US$ | 25.000 Profile: 400 US$ | 22.501 bis 25.000 Personen: 369 US$ | 20.000 Profile: 235 US$; 30.000 Profile: 325 US$ | Nicht ausgewiesen |
Wer den Vergleich verfeinern will, rechnet die tatsächliche Zahl der Mails pro Kontakt aus. Eine Willkommensserie mit fünf Mails in den ersten zwei Wochen erhöht das Volumen eines Neukunden deutlich, auch wenn die Liste insgesamt klein bleibt.
Die elf Tools im Einzelnen
Sequenzy
Sequenzy verbindet transaktionale und Marketing-E-Mails in einer Plattform mit API und Dashboard. Für SaaS-Teams ist die Anbindung an die Abrechnung der Hauptpunkt. Laut Anbieter lassen sich Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Dodo Payments und Creem anbinden. Segmente lassen sich nach Tarif, Umsatz und Engagement bilden, und Ereignisse wie saas.payment_failed starten eigene Abläufe.
Bei fehlgeschlagenen Zahlungen ist das Verhalten konkret: Das Ereignis saas.payment_failed enthält eine gehostete Rechnungsseite, auf der Kunden zahlen oder ihre Karte aktualisieren können. Ein Ablauf kann diesen Link direkt in die Nachricht setzen. Eine Aussage über Rückgewinnungsquoten gibt es hier bewusst nicht, weil dazu keine belegten Zahlen vorliegen.
Grenze: Der Schwerpunkt liegt auf E-Mail. Wer Push, In-App und SMS in einer gemeinsamen Journey über viele Datenquellen steuern will, sollte Customer.io oder Braze gegenüberstellen. Einen SMS- und MMS-Zusatz gibt es gegen Aufpreis: 16 US$ monatlich für 1.000 Credits.
Preis: Kostenlos mit 2.500 E-Mails im Monat. 15.000 E-Mails: 19 US$ monatlich oder 205 US$ jährlich. 30.000 E-Mails: 29 US$ monatlich oder 313 US$ jährlich. 60.000 E-Mails: 49 US$ monatlich oder 529 US$ jährlich. 120.000 E-Mails: 99 US$ monatlich oder 1.069 US$ jährlich. Preisseite von Sequenzy
Customer.io
Customer.io passt zu Produktteams, die Verhalten aus der App als Auslöser nutzen. Der Workflow-Builder kennt Verzweigungen, Verzögerungen, A/B-Tests und Zielverfolgung, und Segmente aktualisieren sich laut Anbieter in Echtzeit. Für ein Startup ist der Vorteil, dass Onboarding, Erinnerung an das Testende und Reaktivierung dieselben Ereignisse nutzen können, statt drei getrennte Listen zu pflegen.
Das Startup-Programm ist für frühe Unternehmen interessant. Förderberechtigte Firmen, die weniger als 10 Mio. US$ eingesammelt haben, erhalten laut Anbieterseite 12 Monate kostenlos. Die Berechtigung prüft der Anbieter, eine Zusage ist es nicht.
Grenze: Die Kosten wachsen mit der Profilzahl, und der Essentials-Tarif wird nur monatlich abgerechnet. Ohne saubere Ereignisse aus der Anwendung ist die Einrichtung deutlich aufwendiger als bei einem reinen Versandtool.
Preis: Essentials ab 100 US$ monatlich. Profilstaffeln monatlich: 10.000 Profile 145 US$, 20.000 Profile 235 US$, 30.000 Profile 325 US$, 40.000 Profile 415 US$, ab 50.000 Profilen 505 US$. Premium ab 1.000 US$ monatlich mit individueller Profilmenge. Preisseite von Customer.io
ActiveCampaign
ActiveCampaign verbindet E-Mail-Automation mit einem CRM. Für Startups mit Vertrieb, etwa bei Demo-Anfragen oder Angebotsphasen, lassen sich Lead-Stufen, Pipeline-Status und Website-Besuche als Auslöser nutzen. Ein Testnutzer, der die Preisseite mehrmals aufruft, kann etwa eine Aufgabe für den Vertrieb auslösen.
Grenze: Die Oberfläche bietet viele Optionen, und ein kleines Team braucht Zeit, bis Segmente und Automationen sauber laufen. Wer nur Abo-Ereignisse ohne Vertrieb braucht, zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt.
Preis: Starter 15 US$ monatlich bei 1.000 Kontakten; Plus 49 US$, Pro 79 US$ und Enterprise 145 US$ jeweils als Startpreis bei 1.000 Kontakten. Die Staffeln für größere Kontaktzahlen stehen auf der Preisseite. Es gibt eine kostenlose Testphase. Preisseite von ActiveCampaign
Drip
Drip arbeitet mit Workflows, die durch Anmeldung, Feature-Nutzung oder Abrechnungsereignisse gestartet werden. Der Canvas-Editor zeigt Verzweigungen übersichtlich, was bei Onboarding-Pfaden mit zwei oder drei Zweigen hilft. Die Preise richten sich nach der Zahl der Personen, der E-Mail-Versand ist innerhalb der Staffel enthalten.
Grenze: Es gibt keinen dauerhaft kostenlosen Tarif. Für die allerersten Monate, in denen die Liste noch klein ist, ist Drip daher nicht die günstigste Option. Firmenstrukturen mit mehreren Nutzern je Konto gehören eher zu Userlist.
Preis: 39 US$ monatlich für 1 bis 2.500 Personen; 49 US$ für 2.501 bis 3.000; 89 US$ für 4.501 bis 5.000; 124 US$ für 7.001 bis 8.000; 154 US$ für 9.001 bis 10.000; 209 US$ für 12.501 bis 15.000; 369 US$ für 22.501 bis 25.000. Abrechnung monatlich. 14 Tage Test ohne Kreditkarte. Preisseite von Drip
Klaviyo
Klaviyo stammt aus dem E-Commerce, und seine Vorlagen sind darauf ausgerichtet: Warenkorb-Abbrüche, Produktempfehlungen, Kaufabläufe. Für SaaS-Startups mit Shop-Produkten, Merchandise oder Add-on-Käufen ist das nützlich. Das Tool arbeitet mit Profil-Eigenschaften, Verhaltensereignissen und Segmenten, und der kostenlose Tarif eignet sich für erste Tests.
Grenze: Die Standardabläufe gehen von Käufen aus, nicht von Testphasen. Abo-Ereignisse wie Testende oder Kündigung müssen oft eigens angepasst werden. Der kostenlose Tarif mit 250 Profilen ist für Listen mit mehreren tausend Kontakten nicht gedacht.
Preis: Kostenlos mit 250 aktiven Profilen und 500 E-Mails im Monat. E-Mail-Tarife monatlich: 500 Profile 20 US$, 1.000 Profile 30 US$, 2.500 Profile 60 US$, 5.000 Profile 100 US$, 10.000 Profile 150 US$, 25.000 Profile 400 US$. Preisseite von Klaviyo
HubSpot Marketing Hub
HubSpot Marketing Hub verbindet CRM, E-Mail, Formulare und Landingpages. Kontakte, Deals und Marketing liegen in einem Datenmodell. Der Anbieter stellt kostenlose Marketing-Werkzeuge bereit; die kostenpflichtigen Tarife beginnen beim Starter.
Grenze: Der Preissprung ist groß, und erweiterte Automation liegt im Professional-Tarif. Wer nur Lifecycle-Mails für Abonnenten braucht, bezahlt für ein CRM, das er vielleicht nicht nutzt.
Preis: Starter 7 US$ monatlich; Professional 800 US$ monatlich; Enterprise 3.600 US$ monatlich. Preisseite von HubSpot Marketing Hub
Userlist
Userlist richtet sich an B2B-SaaS, bei dem ein Konto aus mehreren Nutzern besteht. Lifecycle-Stufen lassen sich auf Nutzer- und Firmenebene führen. Ein Admin, der die Abrechnung verwaltet, bekommt andere Nachrichten als ein Anwender, der Funktionen ausprobiert. Für Startups mit wenigen großen Kunden ist diese Trennung oft wichtiger als die Zahl der Mails.
Grenze: Ohne Firmenkonten verliert das Modell seinen Vorteil. Für B2C-Produkte oder reine Einzelkunden ist der Funktionsumfang mehr als nötig.
Preis: Basic 10 US$ monatlich; laut Preisangabe 149 US$ monatlich bei bis zu 10.000 Nutzern. Professional 12 US$ monatlich; 349 US$ monatlich bei bis zu 10.000 Nutzern. Enterprise: Preis auf Anfrage. Preisseite von Userlist
Intercom
Intercom vereint Live-Chat, Support-Tickets, In-App-Nachrichten und E-Mail. Für Startups, die Support und Lifecycle-Kommunikation aus derselben Oberfläche steuern wollen, ist das der Hauptgrund. Gespräche aus dem Support lassen sich in Lifecycle-Nachrichten berücksichtigen, etwa wenn ein Kunde nach einer Frage zur Abrechnung Hilfe gesucht hat.
Grenze: E-Mail ist ein Modul unter vielen. Die Preise gelten pro Platz, und die ausgewiesenen Beträge gelten für jährliche Abrechnung. Wer ausschließlich Lifecycle-E-Mail sucht, zahlt den Support-Teil mit.
Preis: Essential 19 US$ pro Platz monatlich bei jährlicher Abrechnung; Advanced 85 US$; Expert 132 US$. 14 Tage Test ohne Kreditkarte. Preisseite von Intercom
Braze
Braze ist auf Echtzeit-Engagement ausgelegt: Ereignisse aus dem Produkt lösen Nachrichten aus, die innerhalb kurzer Zeit ankommen. Der Journey-Builder Canvas wertet Entscheidungen am aktuellen Nutzerzustand aus, statt an einer veralteten Segmentzugehörigkeit. Für ein frühes Startup ist das meist mehr Leistung, als gebraucht wird.
Grenze: Der Aufwand ist hoch. Integration und Pflege der Profile brauchen Zeit, bis Ereignisse sauber laufen.
Preis: Preis auf Anfrage. Die Preisseite bietet eine kostenlose Testphase an. Preisseite von Braze
Iterable
Iterable richtet sich an Unternehmen mit großen Nutzerzahlen und vielen Experimenten. Der Workflow Studio verbindet E-Mail, Push, SMS, In-App und Direct Mail in einer Journey.
Grenze: Für Startups ist das in der Regel zu groß. Die Einführung braucht Zeit, die ein kleines Team selten hat.
Preis: Preis auf Anfrage; der Anbieter verweist auf eine Demo. Preisseite von Iterable
Ortto
Ortto verbindet einen visuellen Journey-Builder mit Datenfunktionen. Trigger, Bedingungen und Verzögerungen werden auf einer Leinwand angeordnet, was Abläufe auch für Teammitglieder ohne Technikhintergrund nachvollziehbar macht.
Grenze: Wer nur E-Mail-Automation braucht, zahlt für die Datenfunktionen mit. Da der Preis auf Anfrage liegt, lässt sich der Kostenvergleich mit den anderen Tools hier nicht in Zahlen führen.
Preis: Preis auf Anfrage.
Entscheidungstabelle: welches Tool für welches Problem
Die Tabelle ordnet typische Startup-Anforderungen den Anbietern zu. Sie ersetzt keinen Test mit Ihren eigenen Ereignissen, zeigt aber, wo Sie anfangen sollten.
| Wenn Sie brauchen | Prüfen Sie zuerst | Weil |
|---|---|---|
| Abo-Ereignisse aus Stripe oder Paddle und eine Preislogik nach Versand | Sequenzy | Tarife nach gesendeten E-Mails, unbegrenzte Kontakte, Zahlungsereignisse als Auslöser |
| Verhaltensdaten aus der App über mehrere Kanäle | Customer.io | Workflows mit Verzweigungen, Verzögerungen und A/B-Tests; Startup-Programm laut Anbieter |
| Vertrieb arbeitet mit Leads und Pipeline | ActiveCampaign | CRM-Daten und Website-Besuche als Auslöser für Vertriebsaufgaben |
| Ereignisgesteuerte Workflows mit Preis nach Personenzahl | Drip | Klare Staffeln, Versand innerhalb der Staffel enthalten; Test ohne Kreditkarte |
| Shop-Produkte, Warenkörbe, Add-on-Käufe | Klaviyo | Vorlagen und Segmente für Käufe; kostenloser Einstieg mit 250 Profilen |
| CRM, Marketing und Vertrieb in einem Tool | HubSpot Marketing Hub | Gemeinsames Datenmodell; kostenlose Werkzeuge am Anfang |
| B2B mit mehreren Nutzern je Firmenkonto | Userlist | Lifecycle auf Nutzer- und Firmenebene, Nachrichten nach Rolle |
| Support und Lifecycle-Nachrichten aus einer Oberfläche | Intercom | Support-Gespräche fließen in Nachrichten ein |
| Echtzeit-Reaktion und große Nutzerzahlen | Braze oder Iterable | Für Volumen und Einrichtungsaufwand gebaut; Preis auf Anfrage |
So wählen Sie aus
Gehen Sie in drei Schritten vor. Zuerst bestimmen Sie die Zahl der Kontakte und der Mails pro Monat, für heute und für den Stand in zwölf Monaten. Mit diesen Zahlen rechnen Sie die Tarife der Anbieter in der Kostentabelle durch. Dann prüfen Sie die Auslöser: Welche Abo-Ereignisse brauchen Sie als Startpunkt für eine Journey, und kommen sie aus Stripe, Paddle oder aus Ihrer eigenen Anwendung? Zuletzt entscheiden Sie, wer den Builder pflegt. Ein Gründer braucht einen Canvas, den er in einer Stunde versteht. Ein Team mit eigener Entwicklung kann auch eine Oberfläche mit mehr Tiefe nutzen.
Achten Sie auf den Unterschied zwischen Kontakten und aktiven Profilen. Ein Anbieter, der nach aktiven Profilen abrechnet, kann bei einer großen, aber wenig aktiven Liste günstiger liegen als einer, der jede Adresse zählt. Umgekehrt zahlt ein Team mit vielen Mails an wenige Kontakte bei einer Versand-Logik mehr, als es bei einer Profil-Logik müsste.
Bei der Abrechnung lohnt ein Blick auf die Frage, ob der Anbieter jährliche Preise ausweist. Sequenzy nennt Jahrespreise für seine Tarife, Customer.io weist seine Profilstaffeln nur monatlich aus, und Intercom nennt die Preise pro Platz nur bei jährlicher Abrechnung. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer in derselben Abrechnungsform.
Einrichtung und Wechsel: die Checkliste
Die folgende Reihenfolge gilt für die Einführung eines neuen Tools und für den Wechsel von einem bestehenden Versandsystem.
| Schritt | Was zu tun ist | Kontrolle |
|---|---|---|
| 1. Liste bereinigen | Doppelte Kontakte entfernen, Abmeldungen übernehmen, Testadressen löschen | Kontaktzahl gegen die Staffel des Tarifs prüfen |
| 2. Einwilligungen übernehmen | Einwilligungsdatum und Herkunft jedes Kontakts mit importieren; nur Kontakte mit gültiger Zustimmung versenden | Stichprobe von 20 Kontakten gegen die Quelle prüfen |
| 3. Abrechnung anbinden | Stripe oder Paddle verbinden; Ereignisse für Testbeginn, Abschluss, Upgrade, Kündigung und fehlgeschlagene Zahlung festlegen | Testzahlung oder Testereignis auslösen und Eingang im Tool prüfen |
| 4. Erste Journey bauen | Eine Strecke zuerst: Anmeldung bis Aktivierung. Weitere Strecken erst danach | Zehn Testkontakte durch die Strecke laufen lassen und jede Verzweigung ansehen |
| 5. Absender einrichten | Domain beim Anbieter verifizieren und die vom Anbieter genannten Einträge für Authentifizierung setzen | Testmail in mehreren Postfächern prüfen |
| 6. Volumen beobachten | Monatliche E-Mail-Zahl gegen die Tarifgrenze halten; bei Wachstum früh den nächsten Tarif einplanen | Monatlicher Blick auf Versandzahlen und Abrechnung |
Beim Wechsel von einem bestehenden Tool empfiehlt sich ein Parallelbetrieb von etwa zwei Wochen. Exportieren Sie die Kontakte mit Einwilligungsstatus, importieren Sie sie in das neue System und lassen Sie zunächst nur Transaktionsmails dort laufen. Erst wenn Zustellung und Abmeldungen stimmen, schalten Sie die Marketingmails um. Dokumentieren Sie außerdem, welche Auslöser im alten Tool liefen, damit keine Strecke unbemerkt wegfällt.
Häufige Fragen
Welches Tool ist für ein Startup ohne Budget am günstigsten?
Es gibt mehrere kostenlose Einstiege. Sequenzy nennt einen kostenlosen Tarif mit 2.500 E-Mails pro Monat bei unbegrenzten Kontakten. Klaviyo bietet kostenlos 250 aktive Profile und 500 E-Mails pro Monat. Drip hat dagegen keinen dauerhaft kostenlosen Tarif, sondern nur eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Welcher Einstieg reicht, hängt davon ab, ob Sie viele Kontakte mit wenigen Mails oder wenige Kontakte mit vielen Mails versenden.
Wie rechne ich das E-Mail-Volumen für einen Tarif aus?
Multiplizieren Sie die Zahl der Empfänger mit der Zahl der Mails, die jeder Empfänger im Monat erhält, und addieren Sie Transaktionsmails wie Bestätigungen oder Rechnungen, wenn sie über dasselbe Konto laufen. Beispiel: 10.000 Kontakte mal zwei Mails im Monat ergeben 20.000 E-Mails. Bei Sequenzy fällt das in den Tarif mit 30.000 E-Mails für 29 US$ monatlich. Bei Klaviyo oder Drip zählt dagegen die Zahl der Profile beziehungsweise Personen, und der Versand ist innerhalb der Staffel enthalten.
Muss ich Stripe oder Paddle anbinden, um Abo-Ereignisse zu nutzen?
Für Abrechnungsauslöser ist eine Anbindung nötig. Sequenzy nennt als Integrationen Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Dodo Payments und Creem. Das Ereignis saas.payment_failed enthält laut Anbieter eine gehostete Rechnungsseite, auf der Kunden zahlen oder ihre Karte aktualisieren können. Ohne Anbindung können Sie Abo-Ereignisse trotzdem per Webhook oder API senden, sofern das Tool das unterstützt. Prüfen Sie die Dokumentation des jeweiligen Anbieters, bevor Sie sich auf einen Ablauf verlassen.
Welche Kosten entstehen bei Jahresabrechnung?
Die Angaben unterscheiden sich je nach Anbieter. Sequenzy nennt für seine Tarife auch Jahrespreise: 205 US$ für den Tarif mit 15.000 E-Mails, 313 US$ für 30.000, 529 US$ für 60.000 und 1.069 US$ für 120.000 E-Mails pro Jahr. Customer.io weist seine Profilstaffeln nur monatlich aus. Intercom nennt die Preise pro Platz ausschließlich bei jährlicher Abrechnung. Vergleichen Sie deshalb immer dieselbe Abrechnungsform, wenn Sie Angebote gegenüberstellen.
Wann lohnt sich das Startup-Programm von Customer.io?
Customer.io nennt ein Programm für förderfähige frühe Unternehmen, die weniger als 10 Mio. US$ eingesammelt haben. Diese können laut Anbieterseite 12 Monate kostenlos nutzen. Die Berechtigung prüft der Anbieter; eine Zusage gibt es nicht automatisch. Lohnend ist das Programm vor allem für Teams, die ein Produkt mit viel Verhaltensdaten aufbauen und sich früh für Event-Tracking und Journeys entscheiden wollen.
Kann ich später das Tool wechseln, ohne Kontakte zu verlieren?
Ja, wenn Sie den Wechsel vorbereiten. Exportieren Sie Kontakte samt Einwilligungsdatum und Abmeldestatus. Übernehmen Sie nur Kontakte mit gültiger Zustimmung und keine Abmeldungen. Laufen beide Systeme zwei Wochen parallel, können Sie Zustellung und Abrechnung vergleichen, bevor Sie den alten Versand abschalten. Der Wechsel ändert nichts an der Verantwortung für die Einwilligungen, die Sie beim Import nachweisen müssen.
Brauche ich ein CRM, bevor ich Lifecycle-E-Mail einführe?
Nein. Für reine Produkt-Lifecycles mit Anmeldung, Aktivierung, Abo und Kündigung reichen E-Mail-Tool und Abrechnungsereignisse. Ein CRM wird erst wichtig, wenn Vertrieb Leads manuell betreut, etwa bei Demo-Anfragen oder Angeboten über mehrere Stufen. Dann sind ActiveCampaign oder HubSpot Marketing Hub einen Blick wert, weil Vertriebsdaten dort direkt als Auslöser dienen können.