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Mailchimp vs. MailerLite für Startups: Kosten, Gratis-Tarife und die richtige Wahl

Mailchimp oder MailerLite? Gratis-Tarife, Preise bei 250, 500 und 5.000 Kontakten, Entscheidungshilfe und Umzugs-Checkliste für frühe Startups.

Die Antwort vorab

Für die meisten frühen Startups mit weniger als 500 Kontakten ist MailerLite die bessere Wahl. Der kostenlose Tarif umfasst bis zu 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat. Sobald die Liste wächst, kostet der Comfort-Tarif für 500 Abonnenten 12 US$ pro Monat, bei Jahresabrechnung 10,80 US$ pro Monat. Mailchimp verlangt für 500 Kontakte im Essentials-Tarif 13 US$ pro Monat bei monatlicher Abrechnung und im Standard-Tarif 20 US$ pro Monat.

Mailchimp lohnt sich vor allem dann, wenn Ihr Team bereits damit arbeitet, wenn vorhandene Vorlagen und Abläufe weiter genutzt werden sollen oder wenn eine bestimmte Anbindung in Mailchimp bereits eingerichtet ist. In diesen Fällen sollten Sie den Einarbeitungsaufwand gegen den Preisunterschied rechnen und nicht nur die Monatsgebühr vergleichen.

Dieser Vergleich richtet sich an Gründerinnen und Gründer, Solo-Founder und kleine Teams, die eine Warteliste aufbauen, Willkommensmails versenden oder einen Newsletter an frühe Interessenten schicken. Es geht um allgemeines E-Mail-Marketing für Startups. Rechnungs- und Zahlungsmails aus einem Abrechnungssystem sind nicht Thema dieses Vergleichs. Alle Preise sind in US-Dollar angegeben und stammen von den öffentlichen Preisseiten der Anbieter, Stand 7. Oktober 2026. Vor einer Entscheidung sollten Sie die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter prüfen. Eine Übersicht weiterer Tools finden Sie auf der Startseite.

Vergleich auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eckdaten zusammen. Die Preise gelten für den jeweils genannte Tarif und die angegebene Kontaktzahl.

Merkmal Mailchimp MailerLite
Am besten für Teams, die bereits mit Mailchimp arbeiten oder vorhandene Vorlagen und Abläufe weiter nutzen wollen Startups mit kleiner bis mittlerer Liste, die beim Start auf die Kosten achten
Kostenloser Tarif Bis 250 Kontakte, eine Zielgruppe, bis 500 Versände pro Monat und höchstens 250 pro Tag Bis 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails pro Monat
Günstigster bezahlter Einstieg Essentials mit 500 Kontakten: 13 US$ pro Monat bei monatlicher Abrechnung Comfort mit 500 Abonnenten: 12 US$ pro Monat, bei Jahresabrechnung 10,80 US$ pro Monat
Versandvolumen im Einstiegstarif Bis 6.000 E-Mails pro Monat im Standard-Tarif bei 500 Kontakten Das Zehnfache der Abonnentengrenze, also 5.000 E-Mails bei 500 Abonnenten; im Power-Tarif unbegrenzt
Testphase 14 Tage im Standard-Tarif laut Preisseite Auf der Preisseite nicht als Testphase ausgewiesen
Wichtigste Einschränkung Der Preis steigt mit jeder Kontaktstufe deutlich an Für Listen über 500 Abonnenten nennt die Preisseite keine durchgehenden Beträge

Kosten nach Listengröße

Bei beiden Anbietern hängt der Preis von der Zahl der Kontakte ab. Mailchimp staffelt nach Kontaktstufen und begrenzt zusätzlich das monatliche Versandvolumen. MailerLite staffelt nach Abonnentenstufen; das Versandvolumen ergibt sich aus der Stufe, im Power-Tarif ist es unbegrenzt. Die folgende Tabelle zeigt typische Listengrößen. Wo die Preisseite für eine Stufe keinen Betrag nennt, steht „Preis auf Anfrage“.

Kontakte Mailchimp (Preis pro Monat) MailerLite (Preis pro Monat)
250 Gratis-Tarif: 0 US$, bis 500 Versände pro Monat Gratis-Tarif: 0 US$, bis 2.500 E-Mails pro Monat
500 Essentials: 13 US$ bei monatlicher Abrechnung; Standard: 20 US$, bis 6.000 E-Mails pro Monat Comfort: 12 US$ (monatlich) oder 10,80 US$ (jährlich); Power: 25 US$ (monatlich) oder 22,50 US$ (jährlich)
1.500 Preis auf Anfrage Preis auf Anfrage
3.000 (Kontaktstufe 2.501 bis 5.000) 100 US$ pro Monat, bis 60.000 E-Mails pro Monat Preis auf Anfrage
7.500 (Kontaktstufe 5.001 bis 10.000) 135 US$ pro Monat, bis 120.000 E-Mails pro Monat Preis auf Anfrage
12.000 (Kontaktstufe 10.001 bis 15.000) 230 US$ pro Monat, bis 180.000 E-Mails pro Monat Preis auf Anfrage

Die Tabelle zeigt, wo die Lücke in der Preisangabe liegt. Bis 500 Abonnenten veröffentlicht MailerLite konkrete Beträge. Oberhalb dieser Grenze fehlen sie auf der Preisseite. Bei Mailchimp sind die Stufen oberhalb von 500 Kontakten bis 15.000 Kontakte mit Beträgen angegeben, allerdings nicht für jede Zwischenstufe.

Jahreskosten bei 500 Kontakten

Die Abrechnungsart verändert den Vergleich. Bei 500 Kontakten lässt sich der Unterschied mit einfacher Multiplikation nachrechnen. Die folgende Tabelle zeigt die Jahressummen für die bezahlten Einstiegstarife.

Tarif bei 500 Kontakten Monatspreis Rechnung Jahressumme
Mailchimp Essentials (monatliche Abrechnung) 13 US$ 13 × 12 156 US$
Mailchimp Standard 20 US$ 20 × 12 240 US$
MailerLite Comfort (monatliche Abrechnung) 12 US$ 12 × 12 144 US$
MailerLite Comfort (jährliche Abrechnung) 10,80 US$ 10,80 × 12 129,60 US$
MailerLite Power (jährliche Abrechnung) 22,50 US$ 22,50 × 12 270 US$

Der Abstand zwischen Mailchimp Essentials bei monatlicher Zahlung (156 US$ im Jahr) und MailerLite Comfort bei Jahreszahlung (129,60 US$ im Jahr) beträgt 26,40 US$. Vergleichen Sie statt Essentials den Standard-Tarif von Mailchimp mit 240 US$ im Jahr, liegt der Abstand bei 110,40 US$ zugunsten von MailerLite Comfort mit Jahresabrechnung. Die Monatszahlung bei MailerLite Comfort (144 US$ im Jahr) ist immer noch 12 US$ günstiger als Mailchimp Essentials bei monatlicher Zahlung.

Bei größeren Listen wird der Abstand schnell groß, weil die Mailchimp-Beträge pro Stufe steigen. Die Kontaktstufe 2.501 bis 5.000 kostet 100 × 12 = 1.200 US$ im Jahr, die Stufe 5.001 bis 10.000 kostet 135 × 12 = 1.620 US$ im Jahr und die Stufe 10.001 bis 15.000 kostet 230 × 12 = 2.760 US$ im Jahr. Für MailerLite fehlt auf der Preisseite ein Betrag für diese Größen. Fragen Sie den Preis deshalb direkt an, wenn Ihre Liste in den nächsten zwölf Monaten eine solche Größe erreichen soll.

Planen Sie den Preis nicht nur für die heutige Liste, sondern für die Stufe, in der Sie in etwa sechs Monaten stehen werden. Ein Tarif, der heute günstig wirkt, kann nach einem Wachstumsschub die teuerste Option sein.

Der kostenlose Tarif im Detail

Viele Gründer suchen zuerst nach einem Gratis-Tarif, um ohne Ausgaben anzufangen. Beide Anbieter haben einen, die Grenzen unterscheiden sich aber deutlich. Genau diese Grenzen bestimmen, wie lange der Gratis-Tarif trägt.

Mailchimp erlaubt bis zu 250 Kontakte in einer Zielgruppe und bis zu 500 Versände pro Monat, höchstens 250 pro Tag. Eine Liste mit 250 Kontakten, die einmal pro Woche einen Newsletter erhält, würde den Monat bereits mit rund vier Versänden pro Kontakt ausschöpfen. Wer Willkommensmails, Erinnerungen und einen Newsletter kombinieren will, stößt daher schnell an die Grenze. Das Tageslimit kann außerdem Kampagnen bremsen, die an einem einzigen Tag geplant sind.

MailerLite erlaubt bis zu 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails pro Monat. Das ist fünfmal so viel Versandvolumen wie im Mailchimp-Gratistarif. Für frühe Startups mit einigen hundert Interessenten reicht das in der Regel für eine Willkommensserie, Updates an die Warteliste und einen monatlichen Newsletter. Die Abonnentengrenze ist der Punkt, an dem Sie zuerst handeln müssen, sobald Ihre Liste schneller wächst als Ihre Versandpläne.

Ein Gratis-Tarif ist nur sinnvoll, wenn Sie den Wechselzeitpunkt kennen. Als Faustregel gilt: Sobald Sie die Abonnentengrenze erreichen oder regelmäßig an das Versandlimit stoßen, berechnen Sie den Preis der nächsten Stufe. Prüfen Sie vor einem Wechsel Anmeldeformulare, Automatisierungen und Absenderdaten, damit während der Umstellung keine Anmeldungen verloren gehen.

MailerLite: Stärken und Grenzen für Startups

Was MailerLite für Startups gut kann

Der größte Vorteil von MailerLite ist das Preisverhältnis bei kleinen und mittleren Listen. Der Gratis-Tarif deckt bis 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat ab. Der Comfort-Tarif startet bei 500 Abonnenten mit 12 US$ pro Monat, und sein monatliches Versandvolumen entspricht dem Zehnfachen der Abonnentengrenze, also 5.000 E-Mails bei 500 Abonnenten. Der Power-Tarif ist bei 500 Abonnenten ab 25 US$ pro Monat angegeben und umfasst unbegrenzte monatliche E-Mails.

Für Gründerinnen und Gründer, die allein arbeiten, ist der Aufbau überschaubar. Sie legen eine Liste an, erstellen ein Anmeldeformular, schreiben eine Serie mit drei bis fünf Willkommensmails und versenden danach einen monatlichen Newsletter. Diese Aufgaben lassen sich ohne externe Hilfe erledigen, was für Teams ohne eigene Marketing-Stelle wichtig ist. Wer mit wenigen Stunden pro Woche auskommen muss, profitiert von einem Werkzeug, dessen Grundfunktionen schnell verständlich sind.

Die Gratis-Grenze von 2.500 E-Mails pro Monat ist außerdem großzügig genug, um Abläufe vor dem ersten bezahlten Monat zu testen. Richten Sie eine kleine Testgruppe mit eigenen Adressen ein, bevor Sie die Serie für alle Interessenten freischalten.

Wo MailerLite an Grenzen stößt

Die Preisseite nennt für Listen über 500 Abonnenten keine durchgehenden Beträge. Wenn Ihr Plan eine Liste von 2.500 oder 5.000 Kontakten vorsieht, fragen Sie den Preis direkt beim Anbieter an, bevor Sie sich festlegen. Rechnen Sie mit der Listengröße, die Sie in zwölf Monaten erwarten, und nicht nur mit der heutigen.

Prüfen Sie außerdem vor dem Kauf, ob die Anbindungen, die Sie brauchen, in der Dokumentation des Anbieters vorgesehen sind. Ob eine bestimmte Schnittstelle vorhanden ist, hängt davon ab, welche Werkzeuge Ihre Website, Ihr Shop oder Ihre Buchhaltung bereits nutzen. Eine pauschale Aussage über das Integrationsangebot beider Anbieter wäre hier nicht belastbar, deshalb sollten Sie Ihre konkreten Anforderungen gegen die Dokumentation prüfen.

Preis: Comfort kostet bei 500 Abonnenten 12 US$ pro Monat oder 10,80 US$ pro Monat bei Jahresabrechnung. Power kostet bei 500 Abonnenten 25 US$ pro Monat oder 22,50 US$ pro Monat bei Jahresabrechnung. Die aktuellen Tarife und Bedingungen stehen auf der Preisseite von MailerLite.

Mailchimp: Stärken und Grenzen für Startups

Was Mailchimp für Startups gut kann

Mailchimp ist die bekanntere Marke in diesem Vergleich. Im Alltag hat das praktische Folgen: Viele Freelancer, Agenturen und Marketing-Mitarbeitende kennen die Oberfläche bereits, und für gängige Fragen gibt es viele Anleitungen. Wenn Ihr Team schon mit Mailchimp arbeitet, sinkt der Einarbeitungsaufwand deutlich, und vorhandene Vorlagen und Abläufe bleiben nutzbar.

Für Startups, die eine Kampagne mit einer Agentur oder einem externen Dienstleister umsetzen, ist die Verbreitung des Werkzeugs ein Vorteil. Externe Partner müssen die Oberfläche nicht erst kennenlernen. Die 14-tägige Testphase im Standard-Tarif kann nützlich sein, wenn Sie vor der Entscheidung einen realen Versand mit Ihrer eigenen Liste durchspielen wollen. Planen Sie dafür einen konkreten Versand in diesen zwei Wochen ein, damit Sie Kosten und Bedienung unter Alltagsbedingungen sehen.

Wo Mailchimp für Startups eng wird

Der Preis steigt mit der Kontaktzahl in klaren Stufen. Der Essentials-Tarif beginnt bei 13 US$ pro Monat für 500 Kontakte, der Standard-Tarif kostet für dieselbe Zahl 20 US$ pro Monat. Wächst die Liste auf die Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte, liegt der Preis bei 100 US$ pro Monat. Wer von 500 auf 3.000 Kontakte wächst, zahlt damit ein Mehrfaches des Einstiegspreises. Dieses Muster ist bei kontaktbasierten Tarifen üblich und gehört in jede Budgetplanung.

Der kostenlose Tarif ist beim Versandvolumen knapp bemessen. Mit 500 Versänden im Monat und höchstens 250 pro Tag wird eine Willkommensserie mit mehreren Mails pro Anmeldung schnell zur Engstelle, sobald an einem Tag viele neue Kontakte hinzukommen.

Preis: Der Essentials-Tarif startet bei 500 Kontakten mit 13 US$ pro Monat bei monatlicher Abrechnung. Die aktuellen Tarife und Bedingungen finden Sie auf der Preisseite von Mailchimp.

Kostenvergleich nach Einsatzszenario

Die Entscheidung hängt weniger von einer Gesamtnote ab als von Ihrem konkreten Szenario. Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich das Bild je nach Ausgangslage verschiebt.

Szenario Warteliste vor dem Launch. Sie sammeln 150 Anmeldungen und versenden zwei Updates im Monat. Das liegt im Gratis-Tarif beider Anbieter. Bei MailerLite haben Sie 2.500 E-Mails Spielraum, bei Mailchimp 500 Versände und höchstens 250 pro Tag. Für diesen Fall ist MailerLite die bequemere Wahl.

Szenario Newsletter mit 500 Abonnenten. Sie versenden einmal pro Woche und ergänzen eine Willkommensserie. Ein MailerLite-Comfort-Tarif bei Jahreszahlung kostet 129,60 US$ im Jahr. Mailchimp Essentials bei monatlicher Zahlung kostet 156 US$ im Jahr. Der Preisunterschied ist vorhanden, aber nicht groß. Entscheidend ist dann, ob die Abläufe in Ihrem Team bereits eingeübt sind.

Szenario Wachstum auf 3.000 Kontakte. Bei Mailchimp liegt der veröffentlichte Preis für die Stufe 2.501 bis 5.000 Kontakte bei 100 US$ pro Monat, also 1.200 US$ im Jahr. Für MailerLite gibt es für diese Stufe keinen veröffentlichten Betrag. Holen Sie hier ein Angebot ein, bevor Sie das Wachstum fest einplanen.

Entscheidungshilfe: Welches Tool passt zu Ihrer Situation?

Die folgende Tabelle ordnet typische Situationen einem Tool zu. Sie ersetzt keine Prüfung Ihrer Anforderungen, zeigt aber, welche Frage am Ende den Ausschlag geben sollte.

Wenn Sie ... wählen Sie weil
unter 250 Kontakten starten und möglichst wenig zahlen wollen MailerLite Der Gratis-Tarif erlaubt 2.500 E-Mails pro Monat, der Mailchimp-Gratistarif begrenzt auf 500 Versände.
im Team schon Mailchimp-Erfahrung haben Mailchimp Der Einarbeitungsaufwand entfällt, und vorhandene Vorlagen und Abläufe bleiben nutzbar.
eine Liste mit 500 Kontakten planen und die Kosten senken wollen MailerLite, bei Jahresabrechnung Comfort kostet 10,80 US$ pro Monat, Mailchimp Essentials 13 US$ und Standard 20 US$.
mehrere Mails pro Tag versenden wollen MailerLite Power Power ist mit unbegrenzten monatlichen E-Mails angegeben; der Mailchimp-Gratistarif stößt beim Tageslimit schnell an die Grenze.
eine Liste von 2.501 bis 5.000 Kontakten erwarten Mailchimp 100 US$ pro Monat für bis zu 60.000 E-Mails sind veröffentlicht; für MailerLite müssen Sie den Preis anfragen.
Wert auf eine bekannte Marke und viele Anleitungen legen Mailchimp Die Verbreitung erleichtert Recherche, Schulung und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern.

So wählen Sie in fünf Schritten

Gehen Sie am besten in dieser Reihenfolge vor. So entscheiden Sie nicht anhand des Preises eines Tarifs, der Ihren Bedarf gar nicht abdeckt.

  1. Listengröße schätzen. Notieren Sie, wie viele Kontakte Sie in sechs und in zwölf Monaten erwarten. Diese Zahl bestimmt die Preisstufe.
  2. Versandhäufigkeit festlegen. Zählen Sie alle geplanten E-Mails pro Monat, also Willkommensserie, Erinnerungen und Newsletter. Vergleichen Sie die Summe mit dem Versandlimit des Tarifs und bei Mailchimp zusätzlich mit dem Tageslimit.
  3. Bestehende Werkzeuge prüfen. Notieren Sie, welche Website, welcher Shop und welche Buchhaltung angebunden werden müssen, und prüfen Sie die Anbindung in der Dokumentation des Anbieters.
  4. Team einbeziehen. Wer erstellt die Kampagnen? Wenn ein Teammitglied eines der Tools bereits kennt, zählt das in der Entscheidung.
  5. Probeaufbau machen. Richten Sie in beiden Tools eine Testliste ein, bauen Sie eine Willkommensmail und einen Newsletter nach und vergleichen Sie den Aufwand, bevor Sie zahlen.

Umstieg von Mailchimp zu MailerLite oder umgekehrt

Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn Sie dabei keine Kontakte und keine Nachweise zu Einwilligungen verlieren. Die folgende Reihenfolge gilt für beide Richtungen.

  1. Kontakte exportieren. Exportieren Sie alle Kontakte mit ihrem Status (aktiv, abgemeldet, nicht zustellbar). Abgemeldete Kontakte sollten Sie nicht einfach wieder importieren, sondern im neuen Tool als abgemeldet kennzeichnen.
  2. Einwilligungen klären. Prüfen Sie, wie jeder Kontakt angemeldet wurde und ob ein Nachweis vorliegt. Kontakte ohne nachweisbare Einwilligung übernehmen Sie nicht ungeprüft.
  3. Felder zuordnen. Ordnen Sie Vorname, Nachname, Firma und eigene Felder den Feldern des neuen Tools zu. Kontrollieren Sie vor dem Import Datumsformate und Sonderzeichen in Namen.
  4. Absenderdomain einrichten. Hinterlegen Sie die Absenderdomain im neuen Tool und setzen Sie die Authentifizierungseinträge (SPF und DKIM), die der Anbieter angibt. Ohne diese Einträge landen Mails leichter im Spam-Ordner.
  5. Formulare und Automatisierungen neu bauen. Bauen Sie Anmeldeformulare, Willkommensserien und Erinnerungen im neuen Tool nach. Testen Sie jede Automatisierung zuerst mit eigenen Adressen.
  6. Parallelbetrieb und Kündigung. Nutzen Sie das alte Tool einige Wochen parallel und kündigen Sie zum Ende der Laufzeit. Speichern Sie vorher Exporte und Berichte, die Sie für Ihre Unterlagen brauchen.

Lifecycle-Mails für frühe Startups

Unabhängig vom Anbieter sollten frühe Startups ihre E-Mail-Arbeit um einige feste Abläufe herum aufbauen. Die Wahl des Tools ist nur der erste Schritt, den Nutzen bestimmen die Abläufe.

Die Willkommensserie ist der wichtigste Ablauf. Eine Anmeldung zur Warteliste oder zum Newsletter sollte innerhalb weniger Minuten eine Bestätigung auslösen. Drei Mails in den ersten zwei Wochen reichen für die meisten Angebote: eine Begrüßung mit dem Versprechen, eine Mail mit einem konkreten Nutzen und eine Einladung zu einem nächsten Schritt.

Für Produkte mit Konto oder Testzugang lohnt sich eine Aktivierungsserie. Sie greift, wenn sich jemand angemeldet, aber die wichtigste Funktion noch nicht ausprobiert hat. Die Mail sollte genau eine Aktion vorschlagen, die den Nutzen zeigt, und keine Liste aller Funktionen enthalten.

Jede Liste braucht außerdem einen klaren Abmeldeprozess und eine nachvollziehbare Datenhaltung. Halten Sie fest, aus welchem Grund jemand auf der Liste steht, und legen Sie eine interne Regel fest, wann inaktive Adressen gelöscht werden. Beide Anbieter bieten eine Abmeldefunktion. Die Prüfung der datenschutzrechtlichen Anforderungen bleibt Ihre Aufgabe.

Wie wir die Preise prüfen

Die Preisangaben stammen von den öffentlichen Preisseiten von Mailchimp und MailerLite und wurden am 7. Oktober 2026 geprüft. Wo eine Preisseite für eine Listengröße keinen Betrag nennt, steht „Preis auf Anfrage“, und wir ergänzen dort keine Schätzung. Abgeleitete Beträge wie Jahreskosten zeigen wir mit dem Rechenweg. Die Einzelheiten zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter So bewerten wir Tools. Hinweise auf Fehler nehmen wir über die Kontaktseite entgegen.

Häufige Fragen

Ist MailerLite für ein Startup mit wenigen Kontakten die bessere Wahl?

In den meisten Fällen ja. Der kostenlose Tarif erlaubt bis zu 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat, der Mailchimp-Gratistarif begrenzt auf 250 Kontakte und 500 Versände. Arbeitet Ihr Team bereits mit Mailchimp, kann der fehlende Einarbeitungsaufwand aber für Mailchimp sprechen.

Wie viel kostet Mailchimp bei 500 Kontakten?

Im Essentials-Tarif sind es 13 US$ pro Monat bei monatlicher Abrechnung. Der Standard-Tarif für dieselbe Kontaktzahl kostet 20 US$ pro Monat und erlaubt bis zu 6.000 E-Mails pro Monat.

Wie viel kostet MailerLite bei 500 Abonnenten?

Der Comfort-Tarif kostet 12 US$ pro Monat oder 10,80 US$ pro Monat bei Jahresabrechnung. Der Power-Tarif kostet 25 US$ pro Monat oder 22,50 US$ pro Monat bei Jahresabrechnung und umfasst unbegrenzte monatliche E-Mails.

Gibt es bei Mailchimp eine kostenlose Testphase?

Laut Preisseite gibt es eine Testphase von 14 Tagen für den Standard-Tarif. Prüfen Sie die Bedingungen direkt beim Anbieter, bevor Sie sich anmelden.

Gibt es bei MailerLite eine Testphase?

Die Preisseite weist keine Testphase aus. Nutzen Sie stattdessen den kostenlosen Tarif mit bis zu 250 Abonnenten, um Anmeldeformulare und Willkommensserien auszuprobieren, bevor Sie einen bezahlten Tarif wählen.

Kann ich meine Kontakte von Mailchimp zu MailerLite mitnehmen?

In der Regel ja, über einen Export als Datei und einen Import im neuen Tool. Übernehmen Sie nur Kontakte mit nachweisbarer Einwilligung und kennzeichnen Sie abgemeldete Kontakte als abgemeldet. Die Schritte der Umstiegsanleitung in diesem Artikel helfen bei der Reihenfolge.

Wann lohnt sich der Wechsel auf einen höheren Tarif?

Wenn Sie regelmäßig Ihr Versandlimit erreichen, Ihre Liste in die nächste Stufe wächst oder Sie Funktionen brauchen, die im bisherigen Tarif nicht enthalten sind. Rechnen Sie den Preis der nächsten Stufe vorab durch, damit der Wechsel nicht überrascht.

Welches Tool eignet sich für eine Willkommensserie mit mehreren Mails?

Beide Tools können eine Serie mit mehreren Mails umsetzen. Bei Mailchimp müssen Sie im Gratistarif auf das Limit von 500 Mails pro Monat und 250 pro Tag achten. Bei MailerLite reicht der Gratistarif für eine kleine Serie, solange die Zahl der Abonnenten unter 250 bleibt.